Er war der vielleicht strahlendste Fürst seiner Zeit, ein Förderer
der Städte, Minnedichter und Ausrichter glänzender Turniere: Heinrich
der Erlauchte, Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen. Doch zu
Beginn der Geschichte ist ungewiss, ob er die Herrschaft je antreten
wird. Sein Vater stirbt, als Heinrich drei Jahre ist. Sein Oheim Ludwig
von Thüringen, der gerade die ungarische Königstochter Elisabeth
geheiratet hat, wird sein Vormund. Bewahrt er dem Neffen das Erbe oder
will er es an sich reißen? In ihrer Not ruft die Markgräfinwitwe Jutta
Lukas aus Freiberg zu sich. Ihn hatte sie einst vom Hof geschickt, denn
seine Stieftochter Clara war die große Liebe ihres Mannes. Lukas schart
Getreue um sich und ruft Marthes ältesten Sohn Thomas aus dem Heiligen
Land nach Meißen. Marthes Enkelin Änne verschlägt es derweil nach
Thüringen, wo sie verstörende Begegnungen mit der später
heiliggesprochene Elisabeth und deren erbarmungslosem Beichtvater hat,
dem fanatischen Kreuzzugsprediger und Ketzerverfolger Konrad von Marburg