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• Cover weist leichten Knick auf

Die auf Rough Trade erschienene LP "Black Metal" von Dean Blunt aus dem Jahr 2014 zeigt den Künstler in einer unerwartet zugänglichen, zugleich rätselhaften Form. Das Album verbindet singer‑songwriterhafte Strukturen mit experimentellen Einschüben und präsentiert sich als dicht verwobene Sammlung von Momentaufnahmen, die zwischen reduzierten Gitarrenarrangements und atmosphärischen Klangflächen oszilliert.

Musikalisch teilt sich die Platte in erkennbare Abschnitte: Der erste Teil arbeitet mit klaren Melodien und eingängigen Gitarrenmustern, während das spätere Material sich in Richtung Dub, Noiseräume und abgesplitterte Popfragmente auflöst. Auffällig ist die stilistische Bandbreite, die von fingergezupften Strukturen bis zu ausufernden, hypnotischen Passagen reicht; das lange Stück "Forever" bildet einen gelassenen Kontrapunkt im Zentrum des Werks. Wiederkehrende vokale Beiträge von Joanne Robertson verstärken die fragile, fast theatralische Stimmung einzelner Stücke.

Hinter den Aufnahmen steht Dean Blunt als zentraler Produzent, unterstützt durch technische Mitstreiter, die für Klarheit und Tiefe der Abmischung sorgen. Die Arrangements setzen oft auf sparsame Instrumentierung, nutzen aber bewusst Raum und Nachhall, um Texturen zu formen. Songs wie "Mersh" und "100" illustrieren das Spektrum von lakonischer Lyrik bis zu schroffen Bruchstellen im Songaufbau und unterstreichen den eigenwilligen Signature‑Sound des Künstlers.

Trackliste

A1 Lush
A2 50 Cent
A3 Blow
A4 100
A5 Heavy
A6 Molly & Aquafina
B1 Forever
C1 X
C2 Punk
D1 Country
D2 Hush
D3 Mersh
D4 Grade