Sollte in der Sendung „Wer wird Millionär" jemals die Frage nach dem
bekanntesten aller Jazz-Alben gestellt werden, so ist dieses
Miles-Davis-Album aus dem Jahr 1959 ein sicherer Kandidat. Über "Kind Of
Blue" wurden bereits ganze Bücher geschrieben und welches andere Album
gibt es in so vielen Ausgaben? Die Band hatte nicht ein einziges der
Stücke durchgespielt, bevor Davis sie bei laufender Aufnahme ins Studio
bat. Vielleicht mussten Jazz-Schwergewichte wie John Coltrane, Bill
Evans, Cannonball Adderly, Paul Chambers und Jimmy Cobb das ja auch gar
nicht, denn Kind Of Blue wurde auch so zum Klassiker. Davis hingegen
blieb seinem Ruf als Exzentriker treu und bezeichnete das Album als
gescheitert.
Mobile Fidelity hatte diesen Titel
schon lange angekündigt, doch die Veröffentlichung musste immer wieder
verschoben werden, da der Lizenzgeber Columbia Records, heute ein Teil
von Sony Music, nicht in der Lage war, das richtige Band aufzutreiben.
Es gibt offenbar Dutzende an Bandkopien. Mit dem richtigen Master in den
Händen gingen dann Shawn R. Britton und Rob LoVerde gemeinsam zur
Sache. Sie nutzten das frisch aufgerüstete DSD-System in Sebastopol, um
für die Bearbeitung alles möglich zu machen. Klanglich hat das Album
nunmehr eine Anmut und dabei zwingende Bestimmtheit jedes einzelnen
Tons, die man so zuvor nicht hat hören können. Es gibt analoges
Bandrauschen und gleichzeitig eine Präsenz der Musiker, die vorherige
Veröffentlichungen so schlichtweg nicht erreicht haben.
Wir empfehlen die Verwendung von „L’Art du Son“-CD/DVD-Conditioner für eine nochmalige klangliche Verbesserung.
Titel:
1. So What
2. Freddie Freeloader
3. Blue in Green
4. All Blues
5. Flamenco Sketches