Als Chris Isaaks „Heart Shaped World“ im Juni 1989 in die
Plattenläden kam, gab es in der zeitgenössischen Popmusik eigentlich
nichts Vergleichbares. Mehr als drei Jahrzehnte später klingt das dritte
Album des Singer-Songwriters immer noch einzigartig und sein
spektakulärer Gesang – makellos, kontrolliert, angespannt, nachdenklich,
leidenschaftlich, glühend und eindringlich – hat sicherlich dazu
beigetragen, dass sich das Album bisher mehr als 2,5 Millionen Mal
verkauft hat. „Heart Shaped World“, auf dem auch der unvergessliche
Top-10-Hit „Wicked Game“ zu finden ist, bleibt ein meisterhaft
stimmungsvolles Stück, das den Hörer dazu einlädt, sich spätabends einen
Drink zu genehmigen, in einem Raum mit gedämpften Licht Platz zu nehmen
und Isaaks Gedanken über Liebe, Beziehungen und fragwürdige
Entscheidungen zu genießen. Bei Veröffentlichung hielt sich „Heart
Shaped World“ zehn Wochen lang in den Billboard 200 und erreichte Platz
149. Doch im Oktober 1990, nachdem Lee Chesnut „Wicked Game“ zwei Wochen
lang wiederholt gespielt hatte, als er eine Instrumentalversion des
Songs auf dem Soundtrack des David Lynch-Films „Wild at Heart“
aufmerksam wurde, koppelte Reprise Records „Wicked Game“ als Single aus,
und das Album schoss unmittelbar auf Platz 7 der Billboard-Charts.
Hätte
Regisseur David Lynch nicht eigens zwei Titel aus „Heart Shaped World“
für seinen Film ausgewählt, hätte das Album wahrscheinlich das gleiche
Schicksal ereilt wie Isaaks frühere Werke und wäre vom Mainstream
unbemerkt geblieben. Obwohl das Album bei seiner ursprünglichen
Veröffentlichung von Medien wie NME, Chicago Tribune und Rolling Stone
hochgelobt wurde, fiel es nach wenigen Wochen aus den Charts. Doch mit
Lee Chesnut, damals Musikdirektor eines großen Radiosenders in Atlanta,
änderte sich alles. Unterstützt durch das sinnliche Video mit Isaak und
Supermodel Helena Christensen, das bei MTV auf Heavy Rotation lief, fand
der Song Anfang 1991 seinen Weg ins öffentliche Bewusstsein und trug
dazu bei, Isaak zu einem höchst ungewöhnlichen Star zu machen. Trotz
seines Vintage-Flairs und der gemeinsamen DNA mit Legenden wie Roy
Orbison, Chet Baker und Glen Campbell geht „Heart Shaped World“ über
Nostalgie, Rockabilly und Retro-Klischees hinaus.
Bei aller
Melodramatik und Traurigkeit taucht Isaaks herrlicher Bariton tief unter
die emotionale Oberfläche. Er schürft nach Feinheiten, die darauf
hindeuten, dass seine Gefühle über Herzschmerz und Qual hinausgehen, und
gelegentlich Frustration, Bedrohung und Wut andeuten. Man hört es in
seinem zitternden Falsett und in der langsamen, methodischen Art, wie er
zarte Flüstern in schattenhafte Phrasierungen übergehen lässt, die in
die dunkleren Seiten von Romantik und Begierde vordringen. Die
Soundästhetik, die direkt aus einem Memphis-Blues-Lokal stammen könnte
und von vielfältigen stilistischen Variationen durchsetzt ist, lassen
den Hörer Isaaks Seelenschmerzen körperlich miterleben.
Die im
kalifornischen Studio von MoFi liebevoll von den Originalbändern
gemasterte und in einer Gatefold-Verpackung im Mini-LP-Stil
untergebrachte Hybrid-SACD präsentiert diesen Klassiker erstmals in
audiophiler Referenz-Qualität. Faszinierende Natürlichkeit und
mitreißende Präsenz mit ungetrübter Klarheit, ungebremster Dynamik und
großer Detailverliebtheit: Die Hybrid-SACD von „Heart Shaped World“
lässt den Hörer tiefer in die einsame Stimmung und die nachdenklichen
Themen des Albums eintauchen als jemals zuvor!
Wir empfehlen die Verwendung von „L’Art du Son“-CD/DVD-Conditioner für eine nochmalige klangliche Verbesserung.
Titel :
1. Heart Shaped World
2. I’m Not Waiting
3. Don’t Make Me Dream About You
4. Kings Of The Highway
5. Wicked Game
6. Blue Spanish Sky
7. Wrong To Love You
8. Forever Young
9. Nothing’s Changed
10. In The Heat Of The Jungle
11. Diddley Daddy (Bonus Track)