1. Magnetspule:
Eine Magnetspule wird auf der Kopfhaut, meist über dem präfrontalen Cortex (einer Region, die häufig mit der Stimmungsregulation in Verbindung gebracht wird), platziert. Die Spule erzeugt ein sich schnell änderndes Magnetfeld, das den Schädel durchdringen und in den darunter liegenden Hirngeweben elektrische Ströme induzieren kann.
2. Induktion von elektrischen Strömen:
Das Magnetfeld induziert kleine elektrische Ströme im Gehirn. Diese Ströme können Neuronen (Nervenzellen) in den Zielregionen depolarisieren und so deren Aktivität effektiv stimulieren oder modulieren.
3. Stimulation der Neuronen:
Je nach Frequenz und Muster der Magnetimpulse kann die rTMS die Aktivität bestimmter Hirnareale entweder erhöhen oder verringern.
• Hochfrequente rTMS (z. B. 10 Hz und höher): Verstärkt typischerweise die neuronale Aktivität im Zielgebiet.
• Niederfrequente rTMS (z. B. 1 Hz): Unterdrückt im Allgemeinen die neuronale Aktivität.
4. Wiederholung und Neuroplastizität:
Der „repetitive“ Charakter der Behandlung besteht darin, diese Impulse über mehrere Sitzungen hinweg wiederholt zu verabreichen. Diese wiederholte Stimulation kann zu längerfristigen Veränderungen der neuronalen Konnektivität und Funktion führen – ein Prozess, der als Neuroplastizität bekannt ist.

