"Unter den zahlreichen Kunstobjekten, die beim Volkstamm der Ewe im suedoestlichen Ghana in Gebrauch sind, gibt es wohl keine, die so wenig bekannt [..] sind wie die als "Aklama kpakpewo" oder kurz "Aklama" bezeichneten Statuetten von Hilfsgeistern. Die Art Kulturobjekte besteht vorwiegend aus kleinen, zumeist menschlichen Figuren sowie Formen aus der Tier- und Dingwelt. Sie sind durchschnittlich 12 bis 25 Zentimer gross, obwohl auch weitaus groessoere Exemplare belegt sind. Bei diesen Aklama, Sakralobjekte hoechst privater Natur, die Schutz gewaehren und Glueck bringen sollen, scheint eine aehnliche enge Bindung zu den Besitzern zu bestehen wie bei den Ikenga der Igbo und den Ile Ori der Yoruba, die bereits zu den besser erforschten Gluecksbringer aus Afrika gehoeren. Im Gegensatz zu den Ikenga und den Ile Ori erfuellen die Aklama jedoch oft genau umrissene Funktionen, beispielweise als Helfer im taeglichen Leben ihrer Anbeter. Wirtschaftlicher Wohlstand, Handel, Handwerk, Jagd, Fischerei, die Bewaeltigung von Liebes- und anderen zwischenmenschlichen Beziehungen sowie das Kinderkriegen zaehlen zu den Anliegen, zu deren Erfuellung die Aklama angerufen werden. Angesichts ihrer jeweils hoechst spezifischen spirituellen Funktion, ist es nicht ungewoenlich, dass eine Person Beziehungen zu mehreren Aklama gleichzeitig unterhaelt." Lit.: Nii O. Quarcoopome, Aklama Hilfsgeister der Ewe und Dangme aus der Studiensammlung Horst Antes, Studienstiftung Horst Antes, Karlsruhe, 2016.