1 x alte Klinge für ein Jagdmesser oder Fahrtenmesser
Herkunft: Solingen
Stempel: ORIGINAL BOWIE KNIFE (Adler im Stil von G. Klimt), J. Loose, Solingen
Stahl: C60, nicht Rostfrei (Damast-Imitat: Die Klinge ist nach dem Härten nicht überschliffen worden. Sie ist schwarz und wirkt auf den ersten Blick wie Damast. Natürlich ist sie kein Damast und wer es will, kann sie blank machen. Wenn man eine echte Damastklinge blank schleift, wird man vom Damast auch nicht mehr viel sehen.)
ges. Länge: 26 cm
Klingenlänge: 15,5 cm
max. Stärke: 4,7 mm
Ideal für Jemanden der sein eigenes Messer anfertigen möchte.
Früher nur ein Vater-Sohn Projekt, heute auch ein Mutter-Tochter Projekt.
Im Grunde kann jeder, dessen Vorfahren seit mehr als 100 Jahren in diesem Land leben, sein eigenes Messer selbst herstellen. Selbst Leute, die sich einreden, das sie 2 linke Hände haben, könnten es mit etwas gutem Willen... schaffen.
Dazu gehört nur etwas Mut, etwas Neues zu wagen.
Wer mutig ist, der ist auch stark, selbst wenn er schwach wirkt.
Bitte beachten Sie folgenden Hinweis zu meinen Messern:
Das Messer ist in aufwändiger Handarbeit hergestellt worden. Diese Messer sind nicht mit der heutigen Industrie-Ware zu vergleichen. Jedes Messer ist anders. Man sieht individuelle Fertigungsspuren und es ist auch nicht so gerade und eben wie die maschinelle Ware. Wenn Sie ein individuelles Messer suchen, dann sind Sie hier richtig.
Wenn Sie aber eher auf Plastik-Griffe und gleiche Messer stehen, dann sollten Sie hier nicht zugreifen. Das wäre dann so, als ob Sie Birnen wollten und Äpfel kaufen würden und dann geschmacklich enttäuscht wären.
Wer Handarbeit in all seinen Facetten zu würdigen weis, der ist hier Richtig.
Wer es noch individueller möchte, dem würde ich eine meiner Klingen (die alle zu 100% aus Solingen stammen) empfehlen. Damit lässt sich ein individuelles, genau abgestimmtes Messer selbst herstellen.
Es ist aber trotzdem sehr hilfreich sich dieses handgefertigte Messer zu kaufen, um daran zu studieren, wie man sein eigenes Messer optimal herstellt.
Privatverkauf: keine Garantie und keine Rücknahme
Diese Messer stammen aus meiner Kinderzeit.
Jedes Kind auf dem Land besaß damals ein eigenes Fahrtenmesser.
Wenn man nicht zur Schule musste, wurde man von der Mutter vor die Tür gesetzt und ging dann zum Spielen in den Wald.
Man ahmte seinen Helden Old Shatterhand und Winnetou nach. Man bestand wilde Kämpfe und abends war man hungrig wie ein Wolf und freute sich schon auf den nächsten Tag. Auf einen Tag voller Abenteuer.
Mit unserem Messer fühlten wir uns stark. Ein Kinderschänder hätte kein leichtes Spiel gehabt. Vielleicht hätte er uns zerstört, vielleicht hätte er sein Leben gelassen.
Wer kämpft, der kann verlieren. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren.
Wir sind Kinder von ehrbaren Bauern. Heimat ist für uns nicht nur ein Wort.
Wir leben und kämpfen für unseren Boden. Waren es erst wilde Tiere, die uns den Platz streitig machen wollten, so waren es nachher der Adel und der Klerus, der uns unseres Landes berauben wollten.
Sie sind alle unter gegangen. Aber wir sind immer noch hier. Vielleicht bis ans Ende der Welt, vielleicht nur noch bis morgen.
Aber egal ob wir tot sind oder leben, wichtig ist nur wie man gelebt hat und wie man gestorben ist. Wenn wir tot sind, sitzen wir an Odin´s Tafel im Reich der Asen und treffen dort alle wieder die vor uns waren und die die nach uns kommen werden.
Wenn du einen Sohn hast, bist du unsterblich. Er ist du und du bist er. Wenn du gegangen bist, ist er noch da. So, als ob du noch da bist.
Hier noch ein kleines Märchen:
Es war einmal, vor langer Zeit ein Bauernhof, auf dem neben einem Pferd, einem Esel und einem Schwein noch andere Tiere lebten.
Eines Abends sagte der Esel zum Pferd: "Das ist eine ganz große Sauerei. Du und ich müssen schwer arbeiten und was ist unser Lohn? Wir bekommen gerade genug um satt zu werden. Das Schwein dagegen liegt den ganzen Tag faul herum und bekommt zu fressen, so viel es will. Es ist schon richtig fett geworden und macht sich über uns Fleißige auch noch lustig."
"Wart es ab", sagte das Pferd.
Eines Tages war das Schwein ganz fett geworden und da kam der Bauer und schlachtete es.
Das Pferd hatte ein Fohlen. Seit diesem Tage wollte das Fohlen nicht mehr richtig fressen.
"Warum frisst du so wenig?", fragte das Pferd sein Fohlen.
"Ach Mutter, am Ende geht es mir noch so wie dem Schwein, wenn ich soviel fresse."
"Hab keine Sorge mein Kind. Friss tüchtig und werde groß und stark. Dann wirst du tüchtig arbeiten können und der Bauer bekommt sein Futter am Ende von dir teuer bezahlt."
Da schmeckte dem Fohlen das Futter wieder und wenn sie nicht gestorben sind, dann fressen und arbeiten sie noch heute.
So wie der Krieg und das Feuer die Städte verbrennt, so verbrennt die Zeit die Vergangenheit, so dass nur noch das Heute besteht.
Viele Generationen wurden geboren, haben gelebt und sind gestorben, aber der Bauernhof ist immer noch da.
Wo früher Esel und Pferd auf dem Felde arbeiten, fährt heute ein Trecker. Der Wohlstand hat die Menschen bequem und dekadent gemacht.
Eines Tages fingen die Menschen in der Stadt an zu murren. Wie der Bauer arbeitete und wie er lebte, gefiel den Städtern nicht mehr. Sie träumten von der guten alten Zeit, in der Alles Bio, öko und vor Allem: Klima-Neutral war.
Da in einer Demokratie die Mehrheit bestimmt und die Mehrheit vom Öko-Traum beseelt war, wurden die wenigen Bauern beschimpft, schikaniert und am Ende enteignet.
Dies war der Tag, an dem Soja-Sören Bauer auf diesem Hof wurde. Soja-Sören stammte aus einem wohlhabenden Elternhaus und hatte bald 20 Jahre herumstudiert und auch in irgendeinem Fach einen Doktortitel erworben.
Da er gerne kiffte und es Gras rauchen nannte, fühlte er sich schon als vollwertiger Landwirt. Als er sich um den Bauernhof bemühte, versprach er dem staatlichen Verpächter, das er Klima-neutral wirtschaften würde. Da war die Freude groß und Soja-Sören wurde Bauer und bekam seinen eigenen Hof.
Als erstes kaufte er sich einen Esel, ein Pferd und ein Schwein. Die passenden Arbeitsgeräte erwarb er in einem Museum.
Danach fuhr er den neuen Trecker und die hochwertigen Maschinen auf seinen Acker, übergoss sie mit Benzin und steckte Alles in Brand. Mit seinem Handy drehte er tanzend ein Video und sang dabei seinen selbst komponierten Klima-Song.
Mit Pferd und Esel bestellte er seinen Acker und im Herbst konnte er 150 kg Öko-Kartoffeln an den Bio-Laden liefern. Das sein Vorgänger immer 150 Zentner (1 Zentner = 50 kg) Kartoffeln an die Genossenschaft lieferte, konnte seiner Begeisterung keinen Abbruch tun. 150 sind 150.
Eines Abends sagte der Esel zum Pferd: "Das ist eine ganz große Sauerei. Du und ich müssen schwer arbeiten und was ist unser Lohn? Wir bekommen gerade genug um satt zu werden. Das Schwein dagegen liegt den ganzen Tag faul herum und bekommt zu fressen, so viel es will. Es ist schon richtig fett geworden und macht sich über uns Fleißige auch noch lustig."
"Wart es ab", sagte das Pferd.
Einige Wochen später das Schwein richtig fett geworden.
Da fragte der Esel das Pferd, wie lange es denn noch warten sollte.
Das Pferd war ratlos.
Ein paar Tage später kam ein weiteres Schwein in den Stall.
Dann kamen noch mehr Schweine und die Schweine vermehrten sich auch noch.
Am Ende waren 50 Schweine im Stall. Junge und Alte. Und alle waren fett.
Das Pferd und der Esel kamen abends abgearbeitet in den Stall, wurden von den Schweinen verhöhnt und auch ihr Futter wurde Ihnen oft von den Schweinen geraubt.
Soja-Sören musste jetzt Futter für seine Schweine kaufen und so langsam wie ein Eis in der Sonne, schmolz sein ererbtes Vermögen dahin.
Zu Anfang bekam er noch Futter auf Kredit, aber da er seine Schulden nie bezahlte, musste er das Futter selbst herstellen.
Für den Esel und das Pferd brachen harte Zeiten an. Sie mussten jetzt noch mehr arbeiten und statt Futter bekamen sie reichlich Schläge. Eines Tages hatten die Schweine großen Hunger und da der Esel inzwischen vor Hunger so schwach geworden war, wurde er von den Schweinen gefressen.
Jetzt war nur noch das Pferd da. Sein Trog war leer und so musste es morgens mit Soja-Sören auf den Acker. Vor Schwäche und den Schlägen brach es zusammen und Soja-Sören ließ es liegen.
Mit letzter Kraft schleppte sich das Pferd in seinen Stall zurück und wurde dort... von den Schweinen gefressen.
Am nächsten Tag versammelten sich die Schweine vor dem Bauernhaus. Als Soja-Sören die Tür nicht öffnete, brachen sie die Tür auf und plünderten seine Vorratskammer. Seine ganzen Soja-Vorräte wurden aufgefressen und als sich Soja-Sören abends vom Hof schleichen wollte, wurde auch er... aufgefressen.
Und wenn die Schweine vor Hunger nicht gestorben sind, dann werden sie wohl einen anderen guten Menschen gefunden haben...