Ronaldo [] (* 18. September 1976[1] in Rio de Janeiro; voller Name Ronaldo Luís Nazário de Lima) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler und heutiger Funktionär, der seit 2005 auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt.
Der Mittelstürmer debütierte 1993 als 16-Jähriger für die Profimannschaft von Cruzeiro Belo Horizonte und wechselte 1994 mit 17 Jahren nach Europa. Nach zwei Spielzeiten in den Niederlanden bei der PSV Eindhoven wechselte Ronaldo 1996 nach Spanien zum FC Barcelona und wurde im selben Jahr erstmals FIFA-Weltfußballer des Jahres. Er war der jüngste, der je diesen Preis erhielt. Nach einer Spielzeit, in der er Torschützenkönig der Primera División wurde sowie den Europapokal der Pokalsieger gewann, wechselte er nach Italien zu Inter Mailand und wurde 1997 erneut FIFA-Weltfußballer und wurde mit dem Ballon d’Or als „Europas Fußballer des Jahres“ ausgezeichnet. Mit Inter gewann Ronaldo 1998 den UEFA-Cup und bekam von der italienischen Presse seinen Spitznamen Il Fenomeno (Das Phänomen).
Von 1998 bis 2002 musste er mehrere schwere Knieverletzungen ertragen und konnte nur einen Bruchteil der Pflichtspiele absolvieren. Nachdem er sich bei der Weltmeisterschaft 2002 ohne viel Spielpraxis wieder als einer der weltbesten Spieler präsentiert und Brasilien als Torschützenkönig zum Titel geführt hatte, folgten der Wechsel nach Spanien zu den Galaktischen von Real Madrid und die drittmalige Auszeichnung zum FIFA-Weltfußballer sowie die zweite Ehrung mit dem Ballon d’Or. Mit den Königlichen gewann Ronaldo zwar u. a. 2002 den Weltpokal sowie 2003 die spanische Meisterschaft und konnte insbesondere in den ersten drei Jahren wieder an alte Leistungen anknüpfen (2004 als Torschützenkönig der Primera División), die großen internationalen Titel – insbesondere der Gewinn der Champions League – blieben allerdings aus. Nachdem Ronaldo ab der Saison 2005/06 wieder mit Verletzungen sowie einer Erkrankung der Schilddrüse, die zu einer Gewichtszunahme führte, zu kämpfen hatte, kehrte er im Januar 2007 mit 30 Jahren nach Mailand zurück und schloss sich Inters Stadtrivalen AC Mailand an. Nach eineinhalb verletzungsgeplagten Jahren verließ Ronaldo Milan und ließ nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit ab Januar 2009 seine Karriere in der Heimat bei Corinthians São Paulo ausklingen.
Ab 1994 spielte Ronaldo, der in Brasilien auch Ronaldo Fenômeno genannt wird, 98-mal für die brasilianische Nationalmannschaft und erzielte 62 Tore, womit er hinter Pelé (77) und Neymar (79) der drittbeste Torschütze der Seleção ist. Bei der Weltmeisterschaft 1994, seinem ersten großen Turnier, wurde er mit 17 Jahren erstmals Weltmeister, blieb im Sturm hinter Bebeto und Romário jedoch ohne Einsatz. Bei der Weltmeisterschaft 1998 erzielte Ronaldo vier Tore und wurde als bester Spieler ausgezeichnet, seine Mannschaft unterlag im Finale, vor dem er unter bis heute ungeklärten Umständen erkrankte und dennoch spielte, jedoch deutlich dem Gastgeber Frankreich. Bei der Weltmeisterschaft 2002 führte Ronaldo die Seleção mit acht Toren – darunter zwei im Finale gegen Deutschland – zum Titelgewinn und wurde Torschützenkönig. Es war sein drittes WM-Finale in Folge. Bei der Weltmeisterschaft 2006, die für Brasilien im Viertelfinale endete, erzielte er drei Tore und wurde vor Gerd Müller (14) mit 15 Toren zum WM-Rekordtorschützen, ehe ihn Miroslav Klose (16) bei der Weltmeisterschaft 2014 ablöste. Neben zwei Weltmeisterschaften gewann Ronaldo 1997 und 1999 die Copa América sowie 1997 den Confed Cup. Nach der Weltmeisterschaft 2006 wurde er nicht mehr in die Seleção berufen. Nachdem Ronaldo seine Karriere 2011 beendet hatte, bekam er – fünf Jahre nach seinem letzten Länderspieleinsatz – während eines Testspiels einen rund 15-minütigen Einsatz zum Abschied.
Roberto Carlos da Silva Rocha[1] (* 10. April 1973 in Garça, São Paulo) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler und -trainer. Er wurde als Spieler 2002 Weltmeister und gewann mit Real Madrid u. a. dreimal die UEFA Champions League sowie vier nationale Meistertitel. Derzeit ist er Jugendtrainer bei Real Madrid.
Ronaldinho [] (* 21. März 1980 in Porto Alegre; bürgerlich Ronaldo de Assis Moreira, in Brasilien auch Ronaldinho Gaúcho) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler. Der Offensivspieler stammt aus der Jugend von Grêmio Porto Alegre und kam 2001 mit 21 Jahren als Profi nach Europa, nachdem er bereits in der Jugend für ein Jahr beim FC Sion in der Schweiz gespielt hatte. Nach zwei Spielzeiten bei Paris Saint-Germain in Frankreich wechselte Ronaldinho 2003 nach Spanien zum FC Barcelona, bei dem er unter Frank Rijkaard die erfolgreichste Zeit seiner Karriere hatte. Er wurde mit den Katalanen 2005 und 2006 spanischer Meister sowie 2006 Champions-League-Sieger. Ronaldinho, der sich durch Tempodribblings, hohe Torgefährlichkeit und enorme Passgenauigkeit auszeichnete, galt zu dieser Zeit als einer der besten Spieler der Welt. So wurde er 2004 sowie 2005 FIFA-Weltfußballer des Jahres und gewann 2005 den Ballon d’Or als „Europas Fußballer des Jahres“. Nach einer verletzungsgeplagten Saison 2007/08 wurde Ronaldinho, der zuvor immer wieder durch Disziplinlosigkeiten und Fitnessprobleme aufgefallen war, vom neuen Cheftrainer Pep Guardiola aussortiert. Er wechselte daraufhin nach Italien zur AC Mailand, wo er allerdings nicht mehr an seine Glanzzeit anknüpfen konnte. Nach zweieinhalb Jahren kehrte Ronaldinho im Januar 2011 nach Brasilien zurück, wo er noch für Flamengo Rio de Janeiro (2011–2012), Atlético Mineiro (2012–2014) und – nach einem Abstecher nach Mexiko zum Querétaro Fútbol Club (2014–2015) – zuletzt im Alter von 35 Jahren für Fluminense Rio de Janeiro (2015) spielte. Seine letzten großen Erfolge waren 2013 der Gewinn der Copa Libertadores und die Wahl zu Südamerikas Fußballer des Jahres.
Von 1999 bis 2013 spielte Ronaldinho 97-mal für die brasilianische Nationalmannschaft und erzielte 33 Tore, womit er einer der besten Torschützen der Seleção ist. Sein erstes großes Turnier war die Copa América 1999, die Brasilien gewann. Bei der Weltmeisterschaft 2002 wurde Ronaldinho, der gemeinsam mit Ronaldo und Rivaldo die Offensive der Seleção bildete, Weltmeister. Dort präsentierte er sich als einer der besten Spieler und wurde in das All-Star-Team des Turniers gewählt. 2005 folgte der Gewinn des Confed Cups. Bei der anschließenden Weltmeisterschaft 2006 enttäuschte der Titelverteidiger allerdings und schied im Viertelfinale aus. Für den Confed Cup 2009, die Weltmeisterschaft 2010, Copa América 2011 und Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land wurde Ronaldinho, der ab 2008 nur noch vereinzelt Länderspiele absolviert hatte, aufgrund seiner absteigenden Form und seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr nominiert.