Roden
Heinkel 111B Pedro
Modellbausatz von Roden Heinkel 111 B Pedro
Bausatz Model Kit Maßstab 1:72
Unpainted Model Kit / Modell Kit / Bausatz
Unbemalter Plastik Modellbausatz
Nur wenige Flugzeuge der Luftfahrtgeschichte des Zweiten Weltkriegs verdienten den Beinamen „großartig“. Eines davon war die Heinkel He 111. Der erfolglose Erstflug der ersten Serienversion der He 111A war für Ernst Heinkel keine Enttäuschung, obwohl das Flugzeug mit dem leistungsschwachen BMW VI-Motor ausgestattet war. Der letzte der fünf Vorserienprototypen, die He 111 V5, erhielt den neuen DB 600-Motor. Im Mai 1936 absolvierte das Flugzeug seinen Erstflug. Mit voller militärischer Beladung erreichte es eine maximale Reisegeschwindigkeit von 340 km/h, was damals als großer Erfolg galt. Das Reichsluftfahrtministerium (RLM) bestellte umgehend die erste Serienserie; die ersten Exemplare wurden an das Kampfgeschwader 154 „Boelcke“ ausgeliefert. Zur gleichen Zeit, im August 1936, begann der Spanische Bürgerkrieg. Die republikanische Regierung erhielt militärische Unterstützung von der Sowjetunion, Deutschland und Italien, die gemeinsam General Franko und seine Rebellen unterstützten. Der Luftfahrtteil dieser Unterstützung bestand aus einer Spezialeinheit namens „Legion Condor“. Anfangs erhielt die „Legion Condor“ nur Ju 52-Transportflugzeuge, da Deutschland seine Unterstützung als nichtmilitärisch deklariert hatte. Doch während dieser Zeit hatten die Republikaner neue sowjetische Bomber erhalten, die sie „Katyushka“ (bekannt als Tupolew SB) nannten, und Hermann Göring bestand darauf, einen der neuen deutschen Bomber unter realen Kriegsbedingungen zu testen. Der Spanische Bürgerkrieg bot eine hervorragende Gelegenheit für Erprobungen der neuen Flugzeuggeneration: He 111B, Do 17E und Ju 86D. Im Februar 1937 trafen die ersten vier He 111B-1 sowie die Do 17E und die Ju 86D aus Hamburg ein. Diese Bomber bildeten die „Versuchsbomberstaffel“ und operierten in der Bombergruppe K/88. Innerhalb kurzer Zeit erwarb sich die He 111B den Ruf als bester Bomber und wurde in eine eigene Staffel mit dem inoffiziellen Namen „Pedro“ eingegliedert. Unter diesem Namen wurden alle Flugzeuge mit ihren individuellen Kennungen zusammengefasst. Im März 1937 erzielte die „Pedro“-Staffel ihren ersten Kampferfolg bei einem Angriff auf einen republikanischen Flugplatz nahe Alcals de Henares. Die Staffel zerstörte 24 feindliche Flugzeuge am Boden. Später nahm die „Pedro“-Staffel an der berüchtigten Schlacht um Guernica teil, die als Symbol für Brutalität und Grausamkeit in die Geschichte einging; mehr als 1.500 Zivilisten starben. Die He 111B diente bis Mitte 1938 in der Legion Condor, bis diese durch die modernere He 111E ersetzt wurde. Die meisten He 111B gingen im Kampf verloren; andere wurden aufgrund erheblicher Beschädigungen außer Dienst gestellt. Die blutigen Erfahrungen des Spanischen Bürgerkriegs bestätigten das Potenzial der He 111 für großangelegte Feldzüge. Die Serienproduktion begann in den Dornierwerken (Wismar), den Arado Flugzlugwerken (Babelsberg) und dem Allgemeinen Transportgesellen-Schacht (Leipzig); zudem wurde in Oranienburg (bei Nord-Berlin) rasch das neue Heinkel-Werk errichtet. Weniger als ein Jahr später lag die wöchentliche Produktionskapazität der He 111 bei 100 Flugzeugen. Von Kriegsbeginn bis Kriegsende war die He 111 der wichtigste mittelschwere Bomber der Luftwaffe.
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