Rupprecht Geiger
Siebdruck / Serigraphie
"Blau-Schwarz"
Entwurf 1965
Erschienen 1972
Diese Serigraphien wurden von Serigrafischen Institut Manfred Laube in München gefertigt.
Die Farbenpracht ist weit aus besser wie auf dem Bild !!!!
Blattformat ca.: 275x295mm.
Siebdruck ca.: 195x270mm.
SEHR GUTER ZUSTAND !!!
Rupprecht Geiger (* 26. Januar 1908 in
München; † 6. Dezember 2009 ebenda war ein deutscher Architekt, abstrakter Maler
und Bildhauer.
Rupprecht Geiger, Sohn des Malers Willi Geiger, absolvierte von 1926 bis 1929
ein Architekturstudium an der Kunstgewerbeschule München, danach von 1930 bis
1932 eine Maurerlehre und von 1933 bis 1935 ein Studium an der Staatsbauschule
München. Von 1936 bis 1940 arbeitete Geiger in verschiedenen Münchner
Architekturbüros, u. a. bei Bieber und Borst, welche die Borstei bauten. Geiger
war insgesamt von 1949 bis 1962 als Architekt tätig.
Als Maler war Geiger Autodidakt. Er war ab 1940 an der Ostfront in Polen und
Russland, wo er sein autodidaktisches Studium der Malerei begann. In den Jahren
1943 und 1944 wurde er als Kriegsmaler in der Ukraine und in Griechenland
eingesetzt.
Rupprecht Geiger war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und 1949 Mitbegründer
der Künstlergruppe ZEN 49 in München. Geiger ist ein herausragender Vertreter
der Gegenstandslosen Malerei Deutschlands. Seine Kunst wurde von Hilla von Rebay,
deutsche Malerin und Gründungsdirektorin des Museum for Non-Objective Painting
(später Guggenheim Foundation, New York) gefördert. Geiger schuf sein Lebenswerk
um das Thema 'Farbe', in dem es konsequent um Reduktion und Klarheit ging. Er
betrachtete Farbe als autonomen Wert, aus der Form gelöst wurde ihre geistige
Kraft zur Geltung gebracht. Dafür schuf er auch, lange bevor dies etwa Frank
Stella tat, irreguläre Leinwände (Shaped canvas), bevor er sich später fast
komplett auf die Urformen Kreis und Rechteck beschränkte.
In den 1950er Jahren wurde Geiger bekannt durch seine Beschäftigung mit der
Farbe Rot. Geiger: „Rot ist Leben, Energie, Potenz, Macht, Liebe, Wärme, Kraft.
Mit ihrer Fähigkeit zu stimulieren ist sie in machtvoller Funktion“. Ein
Beispiel aus dieser Zeit ist sein 103 cm × 98 cm großes Ölgemälde auf Leinwand
470/57.
1965 bis 1976 war Rupprecht Geiger Professor für Malerei an der Staatlichen
Kunstakademie Düsseldorf.
Charakteristisch für seine Ölbilder, Siebdrucke und Aquarelle waren einfache
geometrische Formen, (Rechteck, Quadrat, Kreis und Oval), leuchtende Farben
(teilweise auch Leuchtpigment) und intensive Kontraste.
Rupprecht Geiger lebte und arbeitete in München. In seinem ehemaligen Atelier im
Münchner Stadtteil Solln befindet sich heute das Archiv Geiger, das seinen
künstlerischen Nachlass verwaltet und mehrmals im Jahr öffentliche Führungen
durch die Archivräume anbietet.