Roden

Opel Blitzbus "Straßenzepp Essen"

Modellbausatz von Roden Opel Blitzbus Omnibus "Straßenzepp Essen"

Bausatz Model Kit Maßstab 1:72

Unpainted Model Kit / Modell Kit / Bausatz

Unbemalter Plastik Modellbausatz

Der Opel Blitz „Strassenzepp Essen“ war ein deutscher Bus aus der Mitte der 1930er-Jahre. Er wurde von der Lkw-Karosseriewerkstatt der Gebrüder Ludewig auf dem Fahrgestell des bekannten Opel Blitz 3-Tonnen-Lkw aufgebaut. Der Bus besaß für die damalige Zeit ein ungewöhnlich futuristisches Äußeres und wurde intensiv für Werbezwecke eingesetzt, um den Fortschritt der deutschen Automobilindustrie zu demonstrieren. Die Gesamtproduktion dieses Typs war begrenzt. Die fertigen Fahrzeuge wurden jedoch nicht nur für Propagandazwecke, sondern auch für Stadtrundfahrten, den Transport ausländischer Gäste während der Olympischen Spiele 1936 und vieles mehr genutzt. Einige der „Strassenzepp Essen“-Busse wurden später an Abteilungen der Luftwaffe für den Mannschaftstransport weitergegeben.

Anfang der 1930er-Jahre erholte sich Deutschland allmählich von der langwierigen Wirtschaftskrise infolge des Ersten Weltkriegs und der turbulenten politischen Ereignisse der 1920er-Jahre. Der Aufstieg Adolf Hitlers, der die politische Rolle und Bedeutung Deutschlands, wie sie vor dem Ersten Weltkrieg innegehabt hatte, wiederherstellen wollte, gab den Anstoß für ein rasantes Wachstum in verschiedenen Industriezweigen, darunter auch der Automobilindustrie. Obwohl Deutschland als Wiege des Automobils gilt, hatte es anderen Ländern – allen voran Frankreich und England – in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts die Führung in der Automobilindustrie überlassen. Diese Länder wurden zu den Trendsettern in der Fahrzeugentwicklung. Mitte der 1930er-Jahre unterbreitete der renommierte Konstrukteur Ferdinand Porsche Hitler das Konzept eines „Volksautos“. Er entwickelte ein kleines Automobil, das später zu einem Klassiker der Automobilgeschichte werden sollte: den VW Käfer. Die eleganten Konturen dieses Wagens lösten einen regelrechten Boom unter deutschen Automobildesignern aus. Autos der Vorjahre besaßen Karosserien mit klar abgegrenzten Formen, darunter Motorhaube, Heckpartie, Kofferraumdeckel usw. Nun legte man Wert auf die Konstruktion hochmoderner aerodynamischer Formen, und schon bald waren diese neuen Merkmale nicht nur bei Pkw, sondern auch bei Lkw, Bussen und sogar Personenzügen weit verbreitet. Die kleine Lkw-Karosseriewerkstatt der Gebrüder Ludewig im Essen montierte bereits seit einigen Jahren selbst entworfene Karosserien auf Fahrgestellen führender deutscher Automobilhersteller. In den 1930er-Jahren kooperierte die Firma Ludewig besonders eng mit dem Opel-Konzern. Nach dem Erscheinen des Opel Blitz, eines Drei-Tonnen-Lkw, entwickelte die Werkstatt der Gebrüder Ludewig einige neue Konzeptkarosserien für dieses Fahrzeug. Eine davon war ein Bus mit einem äußerst eleganten Äußeren, einer abgerundeten Motorhaube, einer stromlinienförmigen Karosserieform und zwei aerodynamischen Heckflossen. Der Name dieses Fahrzeugs, „Strassenzepp“, sollte an einen „Zeppelin für Autobahnen“ erinnern. Dieser ungewöhnliche Bus bestach nicht nur durch sein futuristisches Äußeres. Die Fahrgäste nahmen im Inneren auf luxuriösen, runden Sitzen Platz, die in einem Winkel von 45 Grad zu den Fenstern angeordnet waren. Man ging davon aus, dass Busse dieses Typs für Ausflugsfahrten genutzt würden, und die Fahrgäste genossen dank der großen Panoramafenster an den Seiten und im Dach einen hervorragenden Ausblick. Mitte der 1930er-Jahre fertigte die Lkw-Karosseriewerkstatt der Gebrüder Ludewig eine Kleinserie dieser Fahrzeuge. Schon für damalige Verhältnisse war ihre Produktion teuer, weshalb die Werkstatt keine größeren Aufträge erhielt. Die Busse wurden häufig für Propaganda-Autorennen auf den neu gebauten Autobahnen eingesetzt, und einige dienten dem Transport der zahlreichen ausländischen Gäste Deutschlands während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Einige wenige wurden an das Transportunternehmen ODI für den Fernverkehr geliefert. Neben dem zivilen Einsatz wurden Busse dieses Typs auch militärisch genutzt. Die deutsche Luftwaffe setzte sie zum Transport von Besatzungsmitgliedern ein. Solche Einsätze waren jedoch selten und dienten hauptsächlich der Propaganda der Luftwaffe.

The Opel Blitz 'Strassenzepp Essen' was a German bus of the mid 1930's. It was built by the truck body workshop of Ludewig Brothers on the chassis of the well-known Opel Blitz 3 ton truck. The bus had an unusually futuristic exterior for that time, and was extensively used in promotional activities to demonstrate the progress of Germany's motor industry. The overall production of this type was limited. However, completed vehicles were used not only for propaganda but also for transportation of excursions around cities, of foreign guests during the 1936 Olympics, and so on. Some of the 'Strassenzepp Essen' buses were later passed on to Luftwaffe military departments for crew transport.

At the beginning of the 1930's Germany gradually recovered after the protracted economic depression caused by the aftermath of WWI and the stormy political events of the Twenties. The rise of Adolf Hitler, who set out the goal of renewing the political role and importance of Germany, which it had had before the Great War, became the spur for a rapid growth in diverse sectors of industry, including the automobile industry. However, Germany, although the motherland of the automobile as such, had allowed other countries to take up the leadership of the motor industry during the early years of the 20th Century; first of all France and England, and these countries had become the trendsetters in motor vehicle development.
In the middle of the Thirties the renowned designer Ferdinand Porsche proposed the concept of a "folk car" to Hitler. He developed a small automobile, which then became one of the classics of the motor industry, the VW Beetle. The elegant contours of this car inspired a real boom among German auto designers. Cars of previous years had a body of distinct and separate forms, amongst which were distinguished a hood, rear body, boot, etc. Now a preference was given to the construction of cutting edge aerodynamic forms, and soon these new features were widespread not only on automobiles but also on trucks, buses and even passenger-trains.
The small truck body workshop of Ludewig Brothers in the German city of Essen had been installing bodies of their own design on the chassis base of trucks from the leading German motor manufacturers for some years. In the 1930's the Ludewig firm cooperated especially closely with the Opel business concern. After the appearance of the Opel Blitz three ton truck the Ludewig Brothers workshop developed a few new conceptual bodies for this vehicle. One of them was a bus of incredibly stylish exterior with a rounded hood, a streamlined body shape, and finishing off with two aerodynamic fins behind. This vehicle's name “
Strassenzepp” was intended to conjure up the idea of a "Zeppelin for autobahns".
This unusual bus did not only have a futuristic exterior. Passengers were situated inside on luxurious chairs of rounded form, which were positioned at an angle of 45 degrees to the windows. It was considered that buses of this type would carry out excursion trips, and passengers would benefit from an excellent view out of the bus through the large panoramic side and overhead windows.
In the middle 1930's the truck body workshop of Ludewig Brothers constructed a small production batch of these vehicles. Even for that time their production was expensive, and that is why the workshop did not receive large orders for them. These machines were widely used for propaganda motor races on the newly built autobahns, and some of them were used to transport the numerous foreign guests of Germany during the Olympiad of 1936 in Berlin. A few were delivered to ODI, a transport firm, for intercity travel.
Apart from civilian service, buses of this type were taken over for military purposes. The German Air Force employed them for crew transport. However, such occasions were singular, and their main aim was the enhancement of the Luftwaffe's propaganda.

Artikelnummer 725

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