Walter Helbig

" Badende "

Aus der Serie 16 Holzschnitte (1911-1925) von Walter Helbig

Auf Blattrand links geprägt: "Die Schaffenden"

Handschriftlich datiert, betitelt und signiert von Walter Helbig

Mit der Signatur des Druckers F. Voigt


Jahr: 1914

Blattgröße: 41 x 31 cm

Plattengröße: 23 x 20 cm



Walter Helbig, 1878 im sächsischen Falkenstein geboren, begann seine Laufbahn an der Dresdner Akademie, wo er die solide Schule der deutschen Maltradition erlernte. Früh zog es ihn nach Italien – dort traf er auf die Nachwirkungen Böcklins und Hildebrands, die seine Wahrnehmung von Form und Farbe prägten.

Nach Jahren in Hamburg und später in der Schweiz fand Helbig Anschluss an die Avantgarde: Mit Hans Arp und Oscar Lüthy gründete er 1911 in Weggis den „Modernen Bund“, eine der ersten Schweizer Künstlergruppen, die die Ideen des Expressionismus und Kubismus aufnahm. Später, in Ascona, schloss er sich der Künstlergemeinschaft „Der Grosse Bär“ an – ein Kreis, in dem sich Idealismus, Spiritualität und Kunst mischten.

Seine Bilder wandelten sich über die Jahrzehnte: von stillen, farbgedämpften Figurenkompositionen zu frei atmenden, fast abstrakten Formen. Besonders in seinen Holzschnitten zeigt sich seine Fähigkeit, Ausdruck auf das Wesentliche zu verdichten – Linien, Flächen, Bewegung.

Helbig blieb ein stiller Mitgestalter der Moderne, ein Vermittler zwischen der deutschen und der schweizerischen Kunst. Als er 1968 in Ascona starb, hinterließ er kein lautes Erbe, sondern eines, das in den Zwischentönen leuchtet – dort, wo sich Form und Gefühl berühren.


Der Holzschnitt befindet sich in einem sehr guten Zustand.

 

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