Sie finden uns ab sofort in diesem Baudenkmal der klassischen Moderne
dem ehemaligen Milchhof der Stadt Arnstadt. (siehe auch eigene Website sowie Wikipedia- Eintrag)
Quenselstraße 16 in 99310 Arnstadt 01749518751 Über 20. 000 Bücher auf Lager. Alle Wissensgebiete, Belletristik der gesamten Literaturgeschichte. Des Weiteren Zeitschriften, Landkarten, Kalender, Sammelmappen, Postkarten, Werbung aus Papier usw.
"4" style="font-family:Arial" rwr="1">Freizeitvergnügen von den Uru
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Deutsche Literatur 1940
Autor: Heinrich Zerkaulen *
Titel: Narren von gestern- Helden von heute ! Ein Roman um die erste Deutsche Kriegsmarine Verlag: Verlag der Heimbücherei, Berlin 1940
245 Seiten, Ganzleinen
Illustrationen: Hanns und Maria Mannhart
* Biographie siehe unter den Fotos
Maße: 21x 15 cm
Zustand: Deckel etwas verbogen, Rücken etwas beschädigt, Vorsatz fleckig, Seiten fest und gut
Heinrich Zerkaulen
Heinrich Zerkaulen (* 2. März 1892 in Bonn; † 13. Februar 1954 in Hofgeismar) war ein deutscher Schriftsteller und Mitglied im Bamberger Dichterkreis.
Leben
Heinrich Zerkaulen war der Sohn eines Schuhmachers. Nach dem Abitur studierte er Pharmazie an den Universitäten in München und Marburg. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich als Kriegsfreiwilliger und kämpfte an der Ostfront. Nach einer schweren Verwundung war er ab 1916 als Feuilletonredakteur in Düsseldorf und Essen tätig. Ab 1923 wirkte er als Leiter der literarischen Abteilung des Städtischen Ausstellungswesens in Dresden, und ab 1931 war er freier Schriftsteller. Nach 1933 gehörte Zerkaulen zu jenen regimetreuen Autoren, die von der nationalsozialistischen Kulturpolitik besonders gefördert wurden. Er gehörte im Oktober 1933 zu den 88 Schriftstellern, die ein Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler abgaben. Zerkaulen war als Redakteur der sächsischen NS-Tageszeitung Der Freiheitskampf tätig. Nach 1945 brachte ihm seine politische Einstellung eine längere Internierung durch die amerikanische Besatzungsmacht ein, die er in seinem letzten Werk Zwischen Nacht und Tag. Erlebnisse aus dem Camp 94 (1951) schildert. Viele seiner Werke wurden in der Sowjetischen Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.
Künstlerisches Schaffen
Heinrich Zerkaulens Werk umfasst Romane, Erzählungen, Lyrik und Dramen. Nachdem er anfangs hauptsächlich Gedichte im volkstümlichen und patriotischen Ton verfasst hatte, wandte er sich in den Zwanzigerjahren der erzählenden Prosa zu, in der er die Biografien historischer Persönlichkeiten und Stoffe aus seiner rheinischen Heimat verarbeitete. Dabei gehörte Zerkaulen zu einer Gruppe von Autoren, die in der Provinz eine Gegenwelt zur dekadenten Industriewelt der Städte suchte.
„Diese Literatur beanspruchte mehr zu liefern als nur ein fiktiv-ideales Gegenbild zur problemzerrissenen Industriewelt mit ihren politischen und gesellschaftlichen Krisen: Hier sei der ‚völkische Lebensgrund‘ zu finden, von dem aus die Ganzheit des Lebens und die Gemeinsamkeit des Volkes gegen die Relativierungen und Interessenantagonismen der liberal-sozialistisch-bürgerlichen Industriewelt rettend wiederhergestellt werden sollte.“
– Uwe-K. Ketelsen: Völkisch-nationale und nationalsozialistische Literatur in Deutschland 1890–1945, Stuttgart 1976, S. 75
Die provinzielle deutsche Idylle, die Zerkaulen und andere Autoren entwickelten, ist auch als Gegenwelt zur kritischen Provinzliteratur der Weimarer Zeit zu sehen, wie sie etwa Ödön von Horváth, Marieluise Fleißer oder Oskar Maria Graf repräsentieren.
Während des Nationalsozialismus hatte Zerkaulen großen Erfolg mit seinem Theaterstück Jugend von Langemarck und dem Roman Hörnerklang der Frühe, in denen er Fronterlebnisse des Ersten Weltkriegs verklärte:
„Zerkaulens fast ins Religiöse gesteigerter Nationalismus konnte sich ab 1933 voll entfalten, zunächst in dem Drama Jugend von Langemarck (Leipzig 1933), das die in blindem Gehorsam gefallenen Freiwilligen des Ersten Weltkriegs heroisierte und damit eines der meistgespielten Stücke der NS-Zeit wurde.“
Daneben gab er von 1936 bis 1941 die Romanzeitung Der goldene Born heraus. Nach 1945 gelang es ihm nicht mehr, an seine früheren Erfolge anzuknüpfen.
Werke
Weiße Astern, Wiesbaden 1912
Hans Heiners Fahrt ins Leben, Mönchen-Gladbach 1913
Blühende Kränze, Wiesbaden 1914
Granatsplitter, M.Gladbach 1914
Daheim und im Feld, M.Gladbach 1915
In Reih und Glied, M.Gladbach 1915
Leyer und Schwert, M.Gladbach 1915
Wandlung, M.Gladbach 1916
Liebe schöne Laute!, Cöln 1917
Allerhand Käuze, Saarlouis 1918
Einig Volk, M.Gladbach 1918
Die Spitzweg-Gasse, Kempten u. a. 1918
Mit dem Fiedelbogen, Essen 1919
Der wandernde Sonntag, Kempten 1919
Der Leuchtturm, Würzburg 1920
Der kleine Umweg, Kempten 1921
Ursula Bittgang, Warendorf 1921
Mit Federkiel und Tintenklecks, Warendorf 1922
Lieder vom Rhein, Warendorf 1923
Der Tag in Blüten, Warendorf 1923
Theodor Körners Liebesfrühling, Berlin-Lichterfelde 1923
Bad Elster, mit Künstleraugen gesehen, Bad Elster 1933
Die heimliche Fürstin, Freiburg im Br. 1933
Hörnerklang der Frühe, Leipzig 1933
Jugend von Langemarck, Leipzig 1933
Anna und Sigrid, Berlin 1934 (eine Neuausgabe von "Osternothafen" 1931)
Der Arbeit die Ehr’, Berlin-Schöneberg 1934
Die kulturpolitische Sendung der deutschen Zeitung, Leipzig 1934
Melodie des Blutes, Leipzig 1934
Sächsische Königsschlösser, Bielefeld 1934
Der arme Kumpel Doris, Berlin 1935
Beethoven in Amsterdam, München 1935
Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden und seine kulturelle Bedeutung im In- und Ausland, Dresden 1935
Die Elfenbeinfigur und andere Erzählungen, Berlin 1935
Gesegneter Tag, München 1935 (pathetische Kriegslyrik)
Der Sprung aus dem Alltag, Leipzig 1935
Unrast und Ziel, Leipzig 1935
Blau ist das Meer ..., Leipzig 1936
Miniaturen in weiß und grün, Dresden 1936
Der Reiter, Leipzig 1936
Wunder unterwegs, Leipzig 1936
Zwischen zwei Herzen, Berlin u. a. 1936
Fahrten mit der Kriegsmarine, Leipzig 1937
Heinrich Zerkaulen, Hamburg 1937
Kriegsfreiwilliger von anno 14, Berlin u. a. 1937
Der Strom der Väter, Leipzig 1937 (eine überarb. Neuausg. von "Die Welt im Winkel", Niederrhein-Roman)
Herr Lukas aus Kronach, Leipzig 1938
Der Spiegel im Herzen, Fulda 1938
Brommy, Leipzig 1939
Erlebnis und Ergebnis, Leipzig 1939
Komm mit nach Madeira, Dresden 1939
Die Dramen, Leipzig 1940
Das Köln-Aachener Land, Düsseldorf 1940
Narren von gestern - Helden von heute!, Berlin 1940
10 Jahre NS-Verlag für den Gau Sachsen, Dresden 1940
Straße 50, Berlin 1941
Der Tag von Eckernförde, München 1941
Die Brücke, Berlin 1942
Heimat und Weite, Leipzig 1942
Die Begegnung zu Teplitz. Volk und Reich, Prag 1942
Die burgundische Hochzeit, Berlin 1943
Der feurige Gott, Leipzig 1943
Die Reise nach Prag und andere Erzählungen, Prag 1943
Das Pelzchen, Bautzen 1944
Zwischen Nacht und Tag, München 1951
Herausgeberschaft
Wilhelm Hauff: Märchenreich, München u. a. 1922
Das Deutsche Hygiene-Museum und die Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1930, Dresden 1930
Erinnerung an Dresden 1930, Leipzig 1930
Das Buch Hans Christoph Kaergel, Schweidnitz 1933
Zehn Dichter, zehn Landschaften, Leipzig 1937 (→ Bamberger Dichterkreis)
Tafelrunde bei E. T. A. Hoffmann, Leipzig 1939
Dichter grüßen die Front, München 1940
Deutschland und sein Reiter, München 1943
Literatur
Literaturlexikon, Hg. Walther Killy, Bd. 12, ISBN 3-570-04682-6, S. 480 (im Online-Handel einsehbar, weitere Lit.)
Heinrich Zerkaulen. Eine Dichterstunde. Zusammengestellt von Heinz Grothe. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1937.
Hermann Wanderscheck: Heinrich Zerkaulen. Deutscher Volksverlag, München 1939.
Heinz Grothe: Die Feier des Lebens. Ein Buch der Freundschaft für Heinrich Zerkaulen. Huyke, Leipzig 1942.
Günther Rühle: Zeit und Theater. Vom Kaiserreich zur Republik. 3 Bde. Propyläen, Berlin 1972ff. ISBN 3-549-05331-2.
Josef Niesen: Bonner Personenlexikon. 3., verbesserte und erweiterte Auflage. Bouvier, Bonn 2011, ISBN 978-3-416-03352-7.
Nachlass
Handschriften, Autographen, Nachlässe in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Mscr.Dresd.App.Zerkaulen-Bd.1, Mscr.Dresd.App.Zerkaulen, Mscr.Dresd.App.Zerkaulen-Bd.2, Mscr.Dresd.App.Zerkaulen-Bd.3, An Heinrich Zerkaulen Ottomar Enking 6. März 1940 Mscr.Dresd.Aut.2302.a, Mscr.Dresd.App.Zerkaulen-Bd.4.