Heitere Geschichten aus Münchner Gerichtssälen

In diesem Buch wird die Sache des weiß-blauen Herzens ausgetra-gen: seiner echten und eingebil-deten Leiden, seines elementaren Zorns und seiner breitbeinigen Spitzfindigkeit. Und es zeigt sich, daß eines der gewichtigsten Ele-mente dieser heiteren Geschichten aus Münchner Gerichtssälen die weiß-blaue Sprachgewalt ist, de-ren Respektlosigkeit kein mora-lischer Fehler, sondern eher Zei-chen eines aufrecht-natürlichen Weltverständnissesist. (Mankann die bayerische Sprache ja fast als eine Weltanschauung verstehen!) So weht in diesen Geschichten bayerische Lebensluft, ein heiter-kräftiger Geschmack ist zu spü-ren, der eine gewisse Ähnlichkeit mit dem des Biers haben soll.


Das Buch ist entstanden aus der unmittelbaren Anschauung - es bewahrt ganz die Atmosphäre des teilweise hochnotpeinlichen oder auch des überschäumend grotesken Geschehens auf der weiß-blauen Anklagebank, die kein Möbel ist, sondern ein Stück bayerischen Lebens.