Dr. Thomas M.J.Möllers o.Professor an der Universität Augsburg

10.Auflage 2021

Das vorliegende Werk erschien erstmals vor 20 Jahren und wollte eine Lücke schließen. Es gab zwar Bücher zur Juristischen Recherche, aber es fehlten Standards zum wissenschaftlichen Arbeiten, etwa dem richtigen Zitieren und der Vermeidung eines Plagiats. Inzwischen haben sich Maßstäbe etabliert, ja durch die Studienre-form hat das wissenschaftliche Arbeiten für das Jurastudium nochmals deutlich an Relevanz gewonnen (§ 1 Rn. 30 ff.). Auch dass ein Plagiat den Doktortitel kosten oder eine steile politische Karriere beenden kann, ist seit der Guttenberg-Affäre wohlbekannt (§ 5 Rn. 1 ff.). Im Jahr 2018 erschien dieses Buch bei Peking Universi-ty Press in chinesischer Übersetzung und wurde mehr als 15.000 mal verkauft. An-scheinend besteht für den chinesischen Markt mit rund 600 juristischen Fakultäten ein großes Interesse an den (deutschen) Standards des wissenschaftlichen Arbeitens.


Die jetzige 10. Auflage will als Jubiläumsausgabe wieder eine Reihe von neuen Entwicklungen aufnehmen, die für den Juristen relevant sind. Neu sind Ausführun-gen zu den Grundbedingungen akademischen Arbeitens und Lerntechniken (§ 1). So finden sich auch neue Gedanken, wie man sein Juristisches Denken schulen kann (§ 3). Vertieft wurde die Juristische Recherche, Ausführungen zur Quellenkritik und das Arbeiten mit Internetquellen wie Open Access oder Blogs und Lesetechniken (§ 4). Neben neueren Urteilen zum Plagiat wurde ein Abschnitt zum unredlichen wissenschaftlichen Arbeiten eingefügt (§ 5). Der Juristische Stil verlangt Schreib-techniken (§ 6). Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehören bereits die Haus- und llen auszuwerten und in