ANSICHTSKARTE - POSTKARTE - aus VILLACH mit einer Aussicht von der Draubrücke als Mondscheinkarte mit dem Mittagskogel im Hintergrund. Für Heimatsammler sicherlich ein interessanter Beleg. Lesen Sie bitte mehr darüber weiter unten! 

Hinweis: die Bilder können manchmal ein wenig abgeschnitten, schief abgebildet oder mit Streifen sein - das kommt vom Scannen. Die Karte ist aber komplett in Ordnung, ansonsten ist es unter Zustand beschrieben!

Note: pictures can sometimes be a little bit cut off, or mapped wrong or with some stripes - that comes from scanning. The postcard is completely fine, otherwise it is described under condition!

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Artikelzustand / condition:  gebraucht, gute Erhaltung, Ecken + Kanten leicht bestoßen + abgerieben / used, good condition, very light damages at the edges.

Postalisch verwendet / postally used:  von Villach Bahnhof nach Wien Hietzing am 21.08.1898

Verlag / Foto / publisher:  wie oben beschrieben / like described above

Ankunftsstempel / cancellation of arrival:  ja / yes

Zusatzstempel / cancellation:  nein / no

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Detaillierte Information / detailed information:     

Villach (slowenisch: Beljak)

ist die zweitgrößte Stadt Kärntens, siebtgrößte von ganz Österreich und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Österreich sowie im Alpen-Adria-Raum. Villach, eine Statutarstadt, ist auch die größte Stadt Österreichs, die nicht Hauptstadt eines Bundeslandes ist.

Villach wurde 1997 im Rahmen der Alpenkonvention zur ersten Alpenstadt des Jahres gekürt. Das Stadtgebiet liegt am westlichen Rand des Klagenfurter Beckens am Zusammenfluss der Drau mit der Gail. Das Gemeindegebiet von Villach grenzt an bzw. umschließt mehrere Seen, darunter Ossiacher See, Faaker See, Silbersee, Vassacher See, Grünsee, Magdalensee und St. Leonharder See.

 

Gliederung

Der politische Bezirk Villach (Stadt), das ist das Verwaltungsgebiet der Statutarstadt auf Bezirksebene, umfasst zahlreiche Orte im Umland, von denen nur einige eigentliche Stadtteile bilden:

Auen, Bogenfeld, Dobrova, Drautschen, Drobollach am Faaker See, Duel, Egg am See, Federaun, Goritschach, Graschitz, Gratschach, Greuth, Gritschach, Großsattel, Großvassach

Heiligen Gestade, Heiligengeist, Judendorf, Kleinsattel, Kleinvassach, Kratschach, Kumitz, Landskron, Lind, Maria Gail, Mittewald ober dem Faaker See, Mittewald ob Villach, Neufellach, Neulandskron, Obere Fellach, Oberfederaun, Oberschütt, Oberwollanig, Perau, Pogöriach, Prossowitsch, Rennstein, Seebach- Wasenboden, Serai, St.Agathen, St.Andrä, St. Georgen, St.Leonhard, St. Martin, St. Magdalen, St. Michael, St. Niklas an der Drau, St.Ruprecht, St. Ulrich, Tschinowitsch, Turdanitsch, Untere Fellach, Unterfederaun, Unterschütt, Unterwollanig, Urlaken, Villach-Innere Stadt, Völkendorf, Warmbad, Zauchen.

 

Eingemeindungen

Im Jahr 1905 wurde ein Teil des Gemeindegebiets von St. Martin eingemeindet. 1973 vergrößerte sich das Stadtgebiet durch die Eingemeindung von Landskron, Maria Gail und Fellach aufs Neue und hat damit die derzeitige Größe erreicht.

 

Frühe Geschichte

Die ältesten Funde von menschlichen Spuren im Raum Villach stammen aus der späten Jungsteinzeit. Vielfältige Funde stammen aus der Römerzeit (ab 15 v. Chr.), in der hier ein Ort namens Santicum bestand. Er wird meist nahe den Thermalquellen von Warmbad im Süden lokalisiert. Eine zeitweilig gleichfalls bei Villach vermutete römische Zollstation Bilachinium lag dagegen tatsächlich im Kanaltal/Val Canale bei Camporosso/Saifnitz. Um 600 wanderten slawische Stämme ein und gründeten das slawische Fürstentum Karantanien.

Um 740 wandte sich Borouth, Herzog von Karantanien, an Herzog Odilo von Bayern um Hilfe gegen die Awaren. Diese wurde auch gewährt, allerdings gegen Anerkennung der bayerischen bzw. fränkischen Oberhoheit. Der Karolinger König Karlmann schenkte 878 dem bayerischen Kloster Öttingen den Königshof Treffen. Dabei wurde die Villacher Brücke und der gleichfalls aus vorrömischer Zeit stammende Name Villach erstmals urkundlich erwähnt.

979 wurde der Königshof Villach vom Kaiser Otto II. an Bischof Albuin von Säben/Brixen als Lehen vergeben. Von 1007 bis 1759 war Villach im Besitz des Bistums Bamberg.

 

Hochmittelalter und Frühere Neuzeit

1060 erhielt Villach das Marktrecht, in der folgenden Zeit ist die Marktsiedlung zur voll entwickelten Stadt herangewachsen; als solche ist Villach mindestens seit 1240 urkundlich erwiesen. Bei Erdbeben am 25. Jänner 1348 und am 4. Dezember 1690 erlitt die Stadt schwere Schäden. Nachdem um 1526 die Reformation Einzug gehalten hatte, wurde Villach zum Kärntner Zentrum des Protestantismus. Während der Gegenreformation um 1600 sind viele evangelische Villacher ausgewandert, was zum zeitweiligen wirtschaftlichen Niedergang der Stadt beitrug.

1759 wurde Villach von Kaiserin Maria Theresia zusammen mit allen anderen bambergischen Besitzungen in Kärnten für Österreich gekauft. Die mit dem Fürstbistum Bamberg vereinbarte Kaufsumme hat 1 Million Gulden betragen. Entgegen einer verbreiteten Irrmeinung ist die Veranlagung und Zahlung des Kaufpreises genau erfolgt. Im Zuge der theresianischen Reformen wurde Villach neben Klagenfurt und Völkermarkt zum Sitz einer Kreishauptmannschaft.

Während der napoleonischen Zeit (1809 bis 1813) war Villach Kreisstadt innerhalb der französischen Illyrischen Provinzen. Die Stadt wurde 1813 von Österreich zurückerobert.

 

20. und 21. Jahrhundert

Während des Ersten Weltkrieges war Villach als Frontstadt zu Italien von 1915 bis 1917 der Sitz des Kommandos der 10. Armee.

Am 1. Januar 1932 wurde Villach zur autonomen Stadt mit eigenem Statut. Gleichzeitig übernahm Villach die Aufgaben der Bezirksverwaltung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden von den Alliierten 37 Luftangriffe gegen Villach durchgeführt. Durch den Abwurf von ca. 42.500 Bomben wurden 85 % der gesamten Gebäude der Stadt beschädigt. Villach zählte nach Wiener Neustadt zu den meist beschädigten Städten Österreichs.

Die Villacher Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime Heinrich Brunner, Valentin Clementin, Rosa Eberhard, Milan Jelic, Margarete Jessernig, Maria Peskoller, Erich Ranacher und Josef Ribitsch wurden am 18. Dezember 1944 von Roland Freisler, dem Präsidenten des Volksgerichtshofes, zum Tode verurteilt und am 23. Dezember 1944 in Graz mit dem Fallbeil hingerichtet.

 

Schienenverkehr

Villach ist einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte Österreichs. Hier laufen mehrere Eisenbahnlinien zusammen: Die Drautalbahn von San Candido-Innichen über Lienz, Spittal, Villach Hauptbahnhof, Klagenfurt Hauptbahnhof nach Maribor, die Rudolfsbahn von Amstetten bzw. Sankt Valentin, Bruck an der Mur über Sankt Veit an der Glan, Feldkirchen in Kärnten nach Tarvis sowie die Karawankenbahn nach Slowenien.

Im Nahverkehr ist Villach im Rahmen der S-Bahn Kärnten ein zentraler Knotenpunkt. Seit 12. Dezember 2010 bietet die Linie S1 wochentags einen Halbstundentakt nach Klagenfurt und einen Stundentakt nach Spittal an der Drau. Ab Dezember 2011 wird Villach von der Linie S2, welche von Feldkirchen über Villach nach Rosenbach führt, stündlich bedient.

Im Stadtgebiet gibt es folgende Bahnhöfe und Haltestellen:

Villach Hauptbahnhof, Villach Westbahnhof, Villach Hauptbahnhof-Ostbahnhof-Autoverladestelle (für Autoreisezüge nach Südosteuropa und Deutschland), Villach Warmbad, Villach Seebach, Villach St. Magdalen (in Planung), Villach St. Ruprecht

Am meisten frequentiert wird der Villacher Hauptbahnhof, die anderen Bahnhöfe und Haltestellen sind wichtige Stationen für den Nahverkehr. Von der Autoverladestelle am Ostbahnhof gehen vor allem Verbindungen nach Südosteuropa (etwa der Optima-Express nach Edirne in der Türkei oder Autoreisezüge ins europäische Ausland, vor allem nach Deutschland).

Im Bereich Fürnitz liegt der Großverschiebebahnhof Villach-Süd. Dieser ist nach dem Zentralverschiebebahnhof Wien der zweitgrößte Verschiebebahnhof Österreichs. Traditionellerweise ist ein nicht unerheblicher Anteil der Villacher Bevölkerung bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) beschäftigt. In Villach befindet sich das zentrale Bahnbüro für Südösterreich.

Außerdem befindet sich die neue Betriebsführungszentrale für Kärnten und die Steiermark derzeit in Errichtung. Über diese soll ab dem Jahr 2012, von 150 Personen geleitet, die Fernsteuerung des ÖBB-Hauptnetzes in den beiden Bundesländern (rund 870 Schienenkilometer) erfolgen.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptplatz

Er ist ein großzügig angelegter Straßenplatz im Verhältnis Eins zu Acht. Die Anlage datiert aus dem 12. Jahrhundert, mit leicht geschwungenen Baulinien und geschlossen wirkender Platzwand, unterbrochen durch schmale Gassen, letztere zum Teil mit Schwibbögen (Ankershofen- und Karlgasse).

Pranger

Am Unteren Hauptplatz ist dieser Steinpfahl aufgestellt, in unmittelbarer Nähe vor dem damaligen Rathaus. Bereits im 15. Jahrhundert stand der Pranger ungefähr an dieser Stelle, die so zentral gewählt wurde, dass beinahe jedermann daran vorbei gehen musste. Um 1800 wurde er entfernt, in der Uferschutzmauer der Draulände eingemauert und galt rund 150 Jahre als verschollen. Erst beim Abbruch dieser Mauer am 12. Oktober 1959 gelangte die sechsseitige Bekrönung des ehemaligen Prangers wieder ans Tageslicht. Der heutige Villacher Pranger stellt eine Kopie dar, das Original steht im Hof des Museums in der Widmanngasse.

Einzigartig unter den vielen erhalten gebliebenen österreichischen Prangern ist die bildhafte Darstellung der möglichen Strafen bei bestimmten Vergehen. Am pyramidenförmigen Aufsatz sind vier drakonische Strafen als drastische Abschreckung in Stein gemeißelt: Das Stäupen (Auspeitschen), Hand abhacken, Augen ausstechen und das Abschneiden eines Ohres. Neben den vier Darstellungen der Körperstrafen zeigen zwei weitere Felder Rechtssymbole: die Waage als Sinnbild der Gerechtigkeit und der Schwertarm als Ausdruck der Marktgerechtigkeit und des Friedegebots.

Die mittelalterliche Bestrafung eines Delinquenten sollte seine Wirkung nicht verfehlen, stellte doch das Prangerstehen eine schlimme Strafe dar. Der an diesen Pfahl gebundene Täter sollte eine Tafel umgehängt bekommen, auf der sein Vergehen geschrieben stand und wäre somit den Beschimpfungen und dem Spott der Vorbeigehenden schutzlos ausgesetzt gewesen. Besonders häufig mussten Ehebrecher und Diebe das Prangerstehen über sich ergehen lassen. Die Androhung der Strafen dürften in Villach ihre abschreckende Wirkung nicht verfehlt haben, denn es gibt keine Aufzeichnungen oder Meldungen über den Vollzug einer solchen.

 

Lederergasse

Sie liegt im Nordwestteil an der ehemaligen Stadtmauer in der Villacher Innenstadt. Sie gehört zum Viertel westlich des Hauptplatzes. Die alte Gasse erhielt ihren Namen von den Handwerkern, die hier ihre Manufakturen hatten. Heute ist sie Teil der Fußgängerzone.

 

Hochwassermarken

Die drauseitig gelegenen Gebäude wurden im Laufe von Jahrhunderten mehrere Male von Überflutungen in Mitleidenschaft gezogen. In der Gasse angebrachte Tafeln mit den jeweiligen Pegelständen des Hochwassers bezeugen dies auf eindrucksvolle Art und Weise. Im Speziellen ist die Hochwassermarke aus dem Jahre 1567 am Haus Nummer 12 besonders sehenswert. Die beiden letzten großen Wasserschwälle suchten Villach in den Jahren 1966 und 1967 heim. Allfälligen künftigen Hochwässern kann man mit Zuversicht entgegenblicken: durch den Bau des Flusskraftwerkes Villach hat man bessere Regulierungsmöglichkeiten.

 

Das Hegerhaus

ist als spätgotisches Handwerkerhaus neben dem oberen Tränktor unter Einbeziehung der ehemaligen Stadtmauer (Nordseite) errichtet worden. Nach schweren Kriegsbeschädigungen verfiel das Haus fast bis zur Abbruchsreife. In den Jahren 1977-1978 wurde es von Hilda Heger durch Architekt DI Peter H. Kulterer vor dem Verfall gerettet, innen und außen in Stand gesetzt und revitalisiert.

 

Gerbergasse

Waren es die Lederer auf der Westseite, so waren es auf der Ostseite die Gerber, die für die Namensgebung der Gasse parallel zum Draufluss Pate standen

 

Bauwerke

Pfarr- und Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau“ in Maria Gail

Stadtpfarrkirche St. Jakob (Gotische Hallenkirche)

Nikolaikirche – neugotische Kirche (1896 eingeweiht) mit angeschlossenem Franziskanerkloster.

Kirche „Zum Heiligen Kreuz“, barocke Wallfahrtskirche

Evangelische Kirche im Stadtpark wurde in den Jahren 1901 bis 1903 erbaut.

Burgruine Landskron

Congress Center Villach (Veranstaltungsort des Villacher Faschings)

Historischer Stadtkern mit Hauptplatz, Dreifaltigkeitssäule und Teilen der früheren Stadtmauer

Römerweg – Eine in den hier anstehenden Kalkfels eingetiefte sog. Gleisstraße, die in römischer Zeit angelegt wurde. Sie ist oberhalb von Warmbad nahe der sogenannten Napoleonswiese nach Süden gegen Oberfederaun hin auf einigen hundert Meter Länge sichtbar und dient auch als Wanderweg.

St. Johanner Kirche

St. Michaeler Kirche

Hügelgräber aus der Hallstattzeit nahe der Ruine Landskron

Paracelsushof – Das Haus Hauptplatz Nr. 18 und sein Renaissance-Arkadenhof gilt gemäß einer historisch unzutreffenden Erzähltradition als Wirkungsstätte des Paracelsus und seines Vaters Wilhelm v. Hohenheim; seit 1896 gibt es hierzu einen Gedenkstein an der Fassade und seit 1941 im Hof zwei Marmor-Porträts, geschaffen vom Bildhauer Josef Dobner Theophrast von Hohenheim (Paracelsus).

Stadthalle Villach

 

Denkmäler

Denkmal der Namen – Das Denkmal der Namen in der Widmanngasse erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus in Villach. Initiiert vom Verein Erinnern, wurde es 1999 erstmalig enthüllt. Nach zahlreichen Erweiterungen und Akten des Vandalismus, die zu Neugestaltungen führten, wurde es zuletzt 2008 erneut eingeweiht.

Standbild des Kaisers Joseph II. mit dem Toleranzpatent in der Rechten auf dem Kaiser-Josef-Platz

 

Hans Gasser Platz

Die Geschichte des Namensgebers des frisch gepflasterten Platzes in Villach. Und das Rätsel um seine richtige Schreibweise.

Die Dauerbaustelle am Hans Gasser Platz, wo ein Geschäftsgebäude errichtet und der gesamte Belag erneuert wurde, nervte viele Villacher. Doch nun erstrahlt das Areal in neuem Glanz. Bleibt nur eine Frage: Wer war eigentlich dieser Hans Gasser?

 

Bekannter Bildhauer

Er wurde 1817 in Gmünd geboren und ist seit 1871 auf dem Villacher Platz verewigt. Der Sohn eines Tischlers war einer der bekanntesten Bildhauer Europas. Er fertigte Werke in Wien, Graz und Triest an. Sein märchenhafter Aufstieg fand jedoch ein jähes Ende, als er an den Folgen einer Handverletzung 1868 in Budapest starb. Zur selben Zeit suchte man in Villach einen Namen für einen neuen Platz. Zwar gab es im Stadtrat Widerstand, mit der Begründung Gasser sei zu unbekannt. Letztlich einigte man sich jedoch auf ihn.

 

Statue auf Wanderschaft

Das Standbild, aus der Hand des Kärntners Josef Messner, zählt zu einem der frühesten Künstlerdenkmäler Österreichs und ist nicht so unbeweglich, wie man glauben mag. Als man 1930 beschloss, einen Busbahnhof zu errichten, musste es in den Stadtpark hinter der Evangelischen Kirche weichen.

Als der Bahnhof 1986 aufgelassen wurde, kehrte es an seinen Platz zurück und blickt seitdem Richtung Tirolerstraße. Im Zuge der aktuellen Bauarbeiten wurde die Statue restauriert. „Die Arbeit dauerte zweieinhalb Wochen“, sagt Restaurator Sigmund Eschig. Das Denkmal kehrte aber nicht an die alte Stelle zurück, sondern übersiedelt – erneut – ein paar Meter.

 

Die richtige Schreibweise

Warum Hans Gasser auf der Gedenktafel mit zwei "n" geschrieben ist, erklärt Stadtmuseumsdirektor Kurt Karpf: „Da gibt es keine richtige Schreibweise. In der Zeit war die Verwaltung noch nicht so fixiert, der hat vielleicht selbst manchmal mit einem n und dann vielleicht wieder mit zwei unterschrieben“

Quelle: meinbezirk.at (Daniel Hochmüller).

 

Bundesbahn-Bereichsdirektion

Die wichtige Funktion Villachs innerhalb des österreichischen Eisenbahnnetzes hatte dazu geführt, dass 1882 ein „Betriebsamt“ der Rudolfsbahn hier eingerichtet wurde. Daraus ist die Villacher Bundesbahn-Bereichsdirektion hervorgegangen. Den Erfolg, eine wichtige Bahnverwaltungsstelle hier am Ort zu haben, ließ man sich nicht wenig kosten, auch für die Bereitstellung von vielen Kanzleiräumen hatte vorerst die Stadt zu sorgen. Diese befanden sich vor allem in der Postgasse, bis um 1900, neuerlich unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde, ein großes Direktionsgebäude in der „Schulstraße“ (10.-Oktober-Straße) errichtet wurde. Die ständige Ausweitung der Bahnanlagen bei gleichzeitigem Wachstum der Stadt wurde bald zum Problem. Besonders vor den Bahnhofneubauten von 1908 hatte sich Villach sehr bemüht, die mächtige Barriere der Bahnhof- und Gleisanlagen in eine stadtplanerisch weniger störende Richtung zu dirigieren. Sowohl von der Südbahn wie von der Staatsbahn waren allerdings kaum Zugeständnisse zu erreichen. Die mächtigen Organisationen dachten nicht daran, auf Entwicklungspläne der Stadt einzugehen. Von der Staatsbahn wurde mehrfach gedroht, man werde die Direktion von hier abziehen. Zur „Durchgängigmachung“ des Hauptbahnhofes und zur Schaffung eines großen Zentralbahnhofes im Südosten in den Gailauen ist es daher nie gekommen, obwohl diese Entwicklungsvorhaben zumindest am Papier bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen blieben.


(aus Wikipedia)