Protestresolution der Mitarbeiter des Sportverlages Berlin (DDR) vom 2. April 1952. Format DIN A4, zweifach gefaltet.

Sie richtet sich gegen die Hinrichtung des griechischen Kommunisten und Widerstandskämpfers Nikos Belogiannis (im Text Belojannis) sowie seiner Mitstreiter Demetrius Batsis, Nikos Kalumenas und Elias Argiriadis.


Die Mitarbeiter des Sportverlages GmbH in Berlin brachten am 2. April 1952 in einer formellen Protestresolution ihre tiefe Entrüstung über die Hinrichtung von vier griechischen Patrioten in Athen zum Ausdruck. Das Schreiben, das an die Griechische Mission in Berlin-Wilmersdorf adressiert war, verurteilt die Exekution von Nikos Belojannis, Demetrius Batsis, Nikos Kalumenas und Elias Argiriadis als einen heimtückischen Mord durch das „monarcho-faschistische“ Regime Griechenlands.

In scharfem Ton wird in dem Dokument behauptet, dass die tapferen Friedenskämpfer auf direkten Befehl US-amerikanischer „Kriegsverbrecher“ sterben mussten. Die Verfasser werfen dem amerikanischen Statthalter in Athen vor, mehrfach auf die Vollstreckung der Todesurteile gedrängt zu haben. Die Resolution richtet ihren Blick mit Abscheu nach Washington, wo sie die eigentlichen Urheber dieses „schändlichen Verbrechens“ verortet.

Die Belegschaft des Verlages protestiert entschieden gegen diesen Akt und erklärt, dass sich ihre Stimmen gemeinsam mit denen aller „guten Menschen“ gegen die „USA-Imperialisten“ erheben. Das Schreiben warnt die USA-Kriegsbrandstifter vor dem gewaltigen Zorn der friedliebenden Völker und droht damit, dass die Schuldigen ihrer gerechten Strafe für die Hinrichtung der „heldenmütigen Patrioten“ nicht entgehen werden. Die Resolution schließt mit einem Fluch gegen die Mörder und dem Gelöbnis eines ewigen Gedenkens an Nikos Belojannis und seine für den Frieden gefallenen Kameraden. Unterzeichnet wurde das Dokument von über 60 Mitarbeitern des Verlages, deren Unterschriften den unteren Teil des Briefes und die Rückseite füllen.