HAKATA, FUKUOKA


Hakata-ori ca. 220 X 10 cm kann such als Obi getragen werden. Reinste Seide.


Seidentextilien auf dem Weg nach China.


Hakata-ori entstand erstmals 1241 während der Kamakura-Periode, als Yazaemon Mitsuta, ein Kaufmann aus Hakata, zusammen mit dem buddhistischen Zen-Priester Enni (Shoichi Kokushi) eine Reise ins China der Song-Dynastie unternahm. Bei seiner Rückkehr war er mit einer Fülle chinesischer Webtechniken bewaffnet, darunter Karaori".


Dies war der Beginn der Hakata-ori-Geschichte.


Zu jener Zeit war Hakata Teil der alten Provinz Tsukushi und eine lebhafte Hafenstadt, in der der Handel florierte. Als Eingangstor zum asiatischen Festland wurde eine Fülle von kulturellen Importen durch die Stadt geschleust. Neben exotischen Textilien machte Yazaemon die Menschen auch mit verschiedenen Artefakten und handwerklichen Techniken bekannt - mit karminroter Glasur, dem Auftragen von Blattgold, Somen-Nudeln und der Herstellung von Moschuskügelchen.


Von all diesen Dingen, die Yazaemon den Menschen in Hakata nahebrachte, wurden nur die Textilien und Webwaren in die Kultur und Tradition der Region aufgenommen.

Die Weberinnen und Weber haben diese traditionellen Techniken bis heute weitergegeben und dabei immer wieder eigene, originelle Akzente gesetzt.


Ursprünglich war der Hakata-ori ein dünnes, schmales Band. Es hieß, dass diese Bänder als Obi an männlichen Kimonos verwendet wurden. Doch im Laufe der Zeit wurde der Obi immer breiter, bis er in der Mitte der Edo-Periode der heutigen Obi-Dicke ähnelte. Da für die Herstellung von Hakata-ori stets Seidenfäden verwendet wurden, galten sie schon immer als äußerst kostbare und wertvolle Gegenstände