Neues Theater - Kleines Theater. Werbebroschüre für die Spielzeit 1903/04.

Auflage
Berlin-Archiv. Faksimile der Ausgabe 1903.
Verlag / Jahr
Braunschweig: Archiv, 1984.
Format / Einband
25 S., 4 Bl. Tafeln, broschiert.
Sprache
Deutsch
Gewicht
ca. 550 g
Bestell-Nr
13773
Bemerkungen
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Das Heftchen führt in die Anfänge Max Reinhardts als Theaterleiter hinein. Als er mit Friedrich Kayßler und den anderen Mitgliedern des Ensembles seines Kabaretts "Schall und Rauch" den Theatersaal im Hause Unter den Linden 44 ausbauen ließ, war er noch vertraglich an Otto Brahms Deutsches Theater gebunden und konnte die Leitung seines Hauses nicht offiziell übernehmen, so daß Hans Oberländer als Direktor zeichnete. Reinhardts Interessen wurden durch seinen Bruder Edmund wahrgenommen, der als Bürochef fungierte. Das in Umbenennung des Kabaretts "Schall und Rauch" am 25. September 1902 eröffnete "Kleine Theater" verbuchte seinen großen Erfolg mit Maxim Gorkis "Nachtasyl" am 23. Januar 1903. Hierin spielte Max Reinhardt die Rolle des Luka, aber inszeniert, die Regie des Stückes geführt hatte Richard Vallentin, ein begabter Regisseur, der später nach Wien ging und schon 1911 starb. "Nachtasyl" erwies sich als Zugnummer und finanzielles Rückgrat des Unternehmens und wurde bis zum 5. Mai 1905 fünfhundertmal gespielt. Im gleichen Zeitraum kamen im Kleinen Theater die Erstaufführungen von "Märtyrer", "Die Raben" und "Elektra" von Hugo von Hofmannsthal heraus. Der Erfolg von "Nachtasyl" ließ keinen Raum mehr für weitere Erstinszenierungen.
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