Prachtvoll kolorierter Kupferstich Ansicht Schloss Dachau mit Hofgarten Michael Wening ~1701

Barocker prächtig handkolorierter und Gold staffierter Kupferstich auf Büttenpapier, Schloß Dachau von Michael Wening um 1701. Michael Wening (* 11. Juli 1645 Nürnberg - † 18. April 1718 München) war Hofkupferstecher bei Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern. Auflage aus zwei Teilen, von zwei Platten gedruckte Graphik, mittig zusammen gesetzt, vermutlich aus dem berühmten Ansichtenwerk "Topographia Bavariae" von Michael Wening. Malerischer Blick auf das Dachauer Schloss, links oben großes Titelschriftband "Das Churfürstliche Schloß zu Dachau". Links daneben das Bayern-Wappen. Wohl 2. Auflage mit Plattennummer "M69", die 1. Auflage erschien bereits 1701. Papierformat ca. 74,5x 29,5 cm, Plattengröße: ca. 70 x 27 cm. Papier der bisher gerollten Aufbewahrung wegen etwas wellig, was sich aber bei Rahmung unter Glas verliert. Gut erhaltener gebrauchter ungefalzt gerollter Zustand, prachtvolles Kolorit. Bitte beachten Sie auch meine Angebote mit Weiteren Wening Stichen. 

International Buyer very welcome!

Das Dachauer Schloss auf dem Schlossberg von Dachau war lange Zeit bevorzugte Sommerresidenz der Wittelsbacher. Aus der mittelalterlichen Burg war im 16. Jahrhundert ein Renaissanceschloss entstanden, das im Barock teilweise umgestaltet wurde, und von dessen vier Flügeln sich nur einer bis heute erhalten hat.Unter Siegmunds Neffen Wilhelm IV. und dessen Sohn Albrecht V. wurde 1546 bis 1577 die Dachauer Burg zu einem Schloss u. a. durch die Münchner Hofbaumeister Heinrich Schöttl und Wilhelm Egkl mit vier Flügeln ausgebaut. Der Saal im Südwestflügel wurde von Hans Wisreutter aus München in den Jahren 1564 bis 1566 mit einer prachtvollen Holzdecke ausgestattet, die bis heute erhalten ist. Er gilt als einer der herausragendsten Säle aus der Renaissance nördlich der Alpen. Das heutige Schloss stellt nur einen Teil der ursprünglichen Anlage dar, da König Max Joseph I. zu Beginn des 19. Jahrhunderts drei der vier Flügel abreißen ließ, die durch die Einquartierung napoleonischer Truppen schweren Schaden genommen hatten. Zudem fehlte dem König nach den napoleonischen Kriegen das Geld für eine aufwändige Instandsetzung. Lediglich der barocke Festsaaltrakt im Westen der ursprünglich vierflügeligen Anlage blieb erhalten. Die Renaissancedecke wurde 1868 ausgebaut und ins Nationalmuseum nach München verbracht. 1977 wurde sie jedoch an der ursprünglichen Stelle wieder angebracht. so dass der Saal der Renaissancezeit wiedererstand. Das Treppenhaus mit dem Oberen Vestibül ist dagegen seit Max Emanuels Umbau im Régence-Stil gestaltet. Ab 1907 wurde das Schloss zunächst für Ausstellungen der Dachauer Künstlervereinigung genutzt. Die Künstlerkolonie Dachau fand hier einen passenden Rahmen für ihre Exponate.

Suchhilfen: Churfürstliche Haubt- und Residenz Statt München, Ansichten Deutschland Bayern,