Außergewöhnliche historische Gitarre – ein faszinierendes Instrument für Kenner und Sammler
Zum Verkauf steht eine außergewöhnliche und äußerst interessante Gitarre unbekannter Herkunft und unbekannten Erbauers.
Das Instrument weist zahlreiche konstruktive Besonderheiten auf, die mich zu der Vermutung geführt haben, dass es sich möglicherweise um eine frühe romantische Gitarre des 19. Jahrhunderts handeln könnte. Eine eindeutige Zuschreibung ist bislang jedoch nicht erfolgt.
Gerade deshalb richtet sich dieses Angebot ausdrücklich auch an Sammler, Restauratoren, Gitarrenbauer und Kenner historischer Zupfinstrumente, die vielleicht anhand der Konstruktion einen entscheidenden Hinweis zur Herkunft oder zum Erbauer geben können.
Auffällige konstruktive Merkmale:
• Mensur: 63,5 cm
• Gesamtlänge: ca. 97 cm
• Korpuslänge: ca. 46 cm
• Oberbug: ca. 24,5 cm
• Taille: ca. 18,5 cm
• Unterbug: ca. 31 cm
• zweiteiliger Boden
• stark taillierter, relativ großer Korpus
• geschlitzte Kopfplatte mit ungewöhnlicher historischer Mechanikkonstruktion
• auffällige bernsteinfarbene/gelbliche Mechanikknöpfe
• Nullbund mit dahinterliegendem Sattel bzw. Saitenführung
• besonders bemerkenswerte historische Bundkonstruktion: Jeder Bund besitzt über die gesamte Griffbrettbreite einen hinterschnittenen, schwalbenschwanzartig verbreiterten Bundfuß. Die Bünde können daher nicht einfach von oben eingesetzt worden sein, sondern wurden konstruktiv seitlich bzw. mechanisch in das Griffbrett eingefügt.
• ungewöhnlicher hölzerner Saitenhalter/Cordier
• Befestigung des Saitenhalters mittels Schnur über den Endknopf, konstruktiv sehr ähnlich dem Prinzip bei Violine und Cello
• aufwendig gestaltete, geschwungene Elemente am Saitenhalter/Stegbereich
• insgesamt eine ungewöhnliche Verbindung von Elementen aus dem Gitarren-, Lauten- und Streichinstrumentenbau
Besonders interessant ist die Kombination aus 63,5-cm-Mensur, Nullbund, geschlitzter Kopfplatte, historischer Mechanik, Holz-Cordier und der außergewöhnlichen hinterschnittenen Bundierung.
Die Konstruktion erinnert in verschiedenen Details an den französischen und italienischen Gitarrenbau der frühen Romantik, wobei auch Einflüsse der Wiener Schule denkbar sind.
Eine Zuschreibung zu Lacôte, Pons, Roudhloff, Fabricatore, Stauffer o.ä. wird ausdrücklich NICHT behauptet. Genau diese Frage möchte ich offenlassen.
Ich suche deshalb ausdrücklich Fachwissen!
Sollte jemand diese Konstruktion kennen, eine vergleichbare Gitarre besitzen oder Hinweise auf Erbauer, Werkstatt, Region oder Entstehungszeit geben können, freue ich mich sehr über eine Nachricht.
Vielleicht befindet sich unter den Interessenten genau derjenige, der dieses außergewöhnliche Instrument identifizieren kann.
Das Instrument befindet sich in sehr schönem und außergewöhnlich gut erhaltenem Zustand. Weitere Detailfotos der Kopfplatte, Mechanik, Bundierung, Saitenhalterbefestigung und des Innenlebens können bei ernsthaftem Interesse gerne zur Verfügung gestellt werden.
Ein wirklich ungewöhnliches Instrument für den Liebhaber historischer Gitarren und Zupfinstrumente.