Angeboten wird eine Zeichnung von Fritz Blum
TITEL: ohne Titel [Revolution – Sturm auf ein Gebäude]
TECHNIK: Tuschfeder auf Karton
JAHR: undatiert [um 1930]
SIGNATUR: unten
rechts signiert „F. Blum“
GRÖßE: 25,8 x 18,1 cm (Blatt) bzw. 23,6 x 16,2 cm (Zeichnung)
ZUSTAND: Ecken minimal bestoßen; in den Randbereichen leicht nachgedunkelt; verso leichte Lagerspuren, schwach fleckig
---Fritz Blum
wirkte in München als Maler, Grafiker und Konservator. Seine Ausbildung erhielt
er an der Münchner Kunstgewerbeschule und wohl auch an der dortigen
Kunstakademie. Seine damaligen Lehrer waren Hugo von Habermann und Julius Diez.
Bereits 1919 erhielt er den Kunstpreis der Stadt München und zehn Jahre später
(1929) wurde ihm der bedeutende Dürer-Preis der Stadt Nürnberg zugesprochen.
Ob es das von
Brigitte Huber für das Jahr 1934 angegebene Ausstellungsverbot [1] de facto gab
ist fraglich, lässt sich Blum doch zumindest für das Jahr 1935 auf jeweils
einer Ausstellung in München und Berlin nachweisen. Dies sind dann aber auch
die einzigen belegbaren Ausstellungsbeteiligungen während der Zeit des Dritten
Reichs. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte Fritz Blum u. a. als Restaurator von
Kirchen in beispielsweise Landshut und Altötting.
Diese vorliegende
Zeichnung wird der Ausführung und dem Motiv nach dem frühen Schaffen, das heißt
um 1930, zuzuordnen sein. Unter Umständen hat Blum das Werk als
Illustrationsvorlage geschaffen.
Das Werk lässt
sich als Motiv zum Themengebiet der Revolution verstehen. - Eine dichte, sehr
detaillierte und kraftvolle Komposition, die in ihrem schwungvoll expressiven
Strich und auch der Darstellung der Menschen, der Gesichter in Teilen an Albert
Birkle und weitere neusachliche Künstler der Zwischenkriegszeit erinnert.
In diesem Blatt stürmt eine wilde, bewaffnete Masse eine Treppe hinauf, an deren Ende bereits Männer damit beschäftigt sind das Portal aufzubrechen. Ganz markant und eindringlich ist hier das zum Betrachter gerichtete Gesicht unten links – weit aufgerissene Augen, ein zum Schrei geöffneter Mund und die nach vorne gereckten, angespannten Arme.---
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[1] Brigitte
Huber: Fritz Blum, in: „Artists of the World (AOW) / Allgemeines
Künstlerlexikon (AKL)“, De Gruyter-Verlag, Onlineversion.
Zu Fritz Blum (21.01.1901
München – 29.04.1994 ebd.):
Maler, Zeichner,
Restaurator, Grafiker.
Besuch der Münchner
Kunstgewerbeschule und wohl auch der dortigen Kunstakademie.
In München lebte
er in der Georgenstraße 83/4 (um 1935) und später in der Leopoldstraße 25/4.
Nach dem Zweiten
Weltkrieg wirkte Fritz Blum u. a. als Restaurator von Kirchen in beispielsweise
Landshut und Altötting.
1935 Beteiligung
an der „Großen Münchner Kunstausstellung“ (Neue Pinakothek, München); 1935
Beteiligung an der „Herbst-Ausstellung“ (Preußische Akademie der Künste,
Berlin).
Preise: 1919 Kunstpreis der Stadt München; 1929 Dürer-Preis der Stadt Nürnberg
Literatur: Brigitte Huber: Fritz Blum, in: „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, De Gruyter-Verlag, Onlineversion




















