Angeboten wird eine Zeichnung von Sabine Ebel

TITEL: ohne Titel [minimalistische Abstraktion aus drei Einstrichzeichnungen]

TECHNIK: Tuschfeder auf dünnem Papier ("Gohrsmühle"), verso von der Künstlerin an den vier Ecken unter Passepartoutmaske geklebt

JAHR: undatiert [um 1965-70]

GRÖßE: 22,3 x 19,4 cm (Sichtgröße) bzw. 29,6 x 21,1 cm (Blatt) bzw. 32,1 x 29,1 cm (Passepartout)

SIGNATUR: unten rechts auf dem Passepartout in Blei signiert „Sabine Ebel“ 

ZUSTAND: Blatt verso von der Künstlerin an den vier Ecken unter Passepartoutmaske geklebt; durchgehend leicht (stock-)fleckig; leicht nachgedunkelt; Ecken / Kanten etwas bestoßen; Passepartoutmaske fleckig und bestoßen

 

 

Sabine Ebel (03.05.1945 Oldenburg – 12.06.2015 ebd.):
Malerin, Zeichnerin, (Gebrauchs-)Grafikerin, Schriftkünstlerin.
Tochter des Buchhändlers und Antiquar Rudolf Ebel (1907-1994) und dessen Ehefrau Annelies Ebel (1910-1975).
Besuch der Cäcilienschule. 1966 Abschluss mit dem Abitur.
Studium an der Kunsthochschule Kassel (bei Ernst Röttger (1889-1967).
In den 1970er Jahren kurzzeitig in Hamburg ansässig (Geibelstraße 42).
Später wieder in Oldenburg im Elternhaus ansässig (Hochhauser Str. 5).

Neben kalligrafischen Arbeiten, in denen Ebel u. a. Gedichte von Walter Helmut Fritz und Agnes Miegel eigenwillig umsetzte, entstanden vor allem Werke, die die Verbindung zwischen Bild und Buch bzw. Zeichnung und Schrift suchen. Ebel bewegt sich damit in einer Tradition des 20. Jahrhunderts, die geprägt wurde von Paul Klees „Schriftbildern“, Cy Twomblys „scribbles“ oder auch Arbeiten Anselm Kiefers. Mit ihrer schriftkünstlerischen Ausbildung gelingt es Ebel dabei einen eigenen Weg zu finden, bei dem oftmals das Schriftbild erhalten bleibt, ohne damit aber irgendeine sinnvolle Lesbarkeit zu vermitteln, so dass organische Abstraktionen zu entstehen scheinen.

Neben diesen Werken entstanden noch expressiv gegenständliche Arbeiten (Figuren, Blumen), Abstraktionen, die stärker ins Informelle gehen, sowie Collagen und auch Assemblagen.

Sammlungen: Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Leipzig; Klingspor-Museum, Offenbach am Main; Stadtmuseum Oldenburg

Quelle: Jürgen Derschewsky: Biografien Oldenburger Künstler (Online - derschy.de)