Der Afrikanische Affenbrotbaum (
Adansonia digitata), auch bekannt als
Baobab, gehört zu den markantesten und widerstandsfähigsten Baumriesen der afrikanischen Savanne. Er zeichnet sich durch einen extrem massiven, wasserspeichernden Stamm und eine skurrile Krone aus, die in der Trockenzeit an ein freiliegendes Wurzelsystem erinnert.
Wissenschaftlicher Name: Adansonia digitataFamilie: Malvengewächse (Malvaceae), Unterfamilie Wollbaumgewächse (Bombacoideae)Herkunft: Tropisches Afrika (in über 30 Ländern heimisch)Lebensdauer: Kann ein biblisches Alter von bis zu 4.000 Jahren erreichen.Der Stamm: Er erreicht eine Höhe von bis zu 20 Metern und einen gewaltigen Umfang von bis zu 40 Metern. Der schwammartige Stamm dient als gigantischer Wasserspeicher, der in der Rinde und den Fasern bis zu 120.000 Liter Wasser für Trockenzeiten sichern kann. Die Blätter: Der Name digitata (lateinisch für „gefingert“) leitet sich von den handförmig geteilten Blättern ab, die aus fünf bis neun Einzelblättchen bestehen. Um Verdunstung zu vermeiden, wirft der Baum sie zu Beginn der Trockenzeit ab. Blüten & Früchte: Die großen, weißen Blüten hängen an langen Stielen, öffnen sich nur nachts und werden primär von Fledermäusen bestäubt. Die länglichen Früchte enthalten ein nahrhaftes, säuerliches Fruchtfleisch, das traditionell vielseitig genutzt wird. Obwohl er in Afrika ein Riese ist, lässt sich der Baobab im europäischen Raum hervorragend als exotische Zimmerpflanze oder Bonsai im Topf kultivieren.
Standort: Ganzjährig sehr hell und vollsonnig. Im Sommer gerne geschützt im Freien. Überwinterung: Absolut frostempfindlich. Im Winter benötigt er einen hellen Platz bei ca. 12 bis 15 °C. Wirft er im Winter seine Blätter ab, ist das ein normaler Schutzmechanismus. Gießen: Extrem sparsam gießen. Das Substrat muss zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen, da Staunässe schnell zu Wurzelfäule führt. Während der winterlichen Blattlosigkeit wird das Gießen fast komplett eingestellt.