Angeboten wird ein Werk von Egbert Bruckner

TITEL: ohne Titel [Abstraktion mit verschiedenen Formen und Strukturen, verso bezeichnet "Bleistift-Studie"]

TECHNIK: Bleistift auf dünnem Zeichenpapier, verso punktuell in Passepartout gesetzt

JAHR: verso datiert "März 1953", sowie darunter nochmals datiert "52/53"

SIGNATUR: unten rechts signiert "Egb. Bruckner", sowie verso nochmals mit Künstlernamen bezeichnet

GRÖßE: 19,7 x 29,5 cm (Sichtfeld) bzw. 30 x 42,5 cm (Passepartout)

ZUSTAND: Blatt verso punktuell in Passepartout gesetzt; im Sichtfeld nachgedunkelt und fleckig; Passepartout recto & verso nachgedunkelt und fleckig, sowie an Ecken / Kanten bestoßen


---Egbert Bruckner war Sohn des Rechtsanwaltes Dr. Alfred Klemens Bruckner und dessen Ehefrau Maria Hendrika, geb. Grasso. Das Paar lebte in der Bockumerstraße 21 in Krefeld.
Anfangs drei Semester Studium an der Werkkunstschule Köln (bei Friedrich Ahlers-Hestermann), sowie im Anschluss daran sechs Semester an der Kunstakademie Düsseldorf. In der Zeit um 1940 ist Bruckner in Düsseldorf ansässig und als Kunstmaler tätig (Kreuzstraße 54).
Bruckner schuf zudem Wandmalereien und Glasfenster in Süddeutschland und im Rheinland.
Durch Kriegszerstörung ging ein großer Teil seines damaligen Schaffens verloren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er anfangs in Obergrainau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) und verzog später als Maler und Grafiker nach München (Hildegardstraße 5). In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen, wohl zur Verarbeitung persönlicher Erlebnisse, in der Zurückgezogenheit des kleinen Ortes Obergrainau Bildzyklen und einzelne Tuschzeichnungen, die sich mit Leid, Tod und Schrecken auf eindringliche, drastische, mitunter albtraumhaft anmutende Weise befassen.
Ab etwa 1950 geht Bruckners Kunstschaffen in eine stärkere Abstraktion. Zudem zeigen sich auch Einflüsse von M.C. Escher, was auch zu surrealen Darstellungen führt. Etwas später, um 1960-65, hat Bruckner allem Anschein nach seine malerische und zeichnerische Tätigkeit reduziert und ist zumindest öffentlich nicht mehr mit seinen Werken greifbar.

Das vorliegende Werk hat der Künstler exakt auf den März 1953 datiert, wobei der Zusatz "52/53" darauf hindeutet, dass Bruckner die Arbeit bereits 1952 begann, später nochmals hervorholte und dann 1953 beendete.
In diesem Querformat zeigt er eine studienhafte Abstraktion mit verschiedenen Formen und Strukturen. Eng aneinanderliegende, teils geschwungene Striche bilden dabei eine Art Gitter oder Netz in welchem dann Kreise aber auch Dreieck eingefügt sind. Die Formen des dichten Netzes scheinen sich dabei den Kreisen und Dreiecken anzupassen, diesen Platz zu machen, um diese nicht zu überlagern.---


Zu Egbert Bruckner (03.03.1912 Krefeld – 08.09.2001 Haar):
Maler, Zeichner, Grafiker, Bühnenbildner.
Sohn des Rechtsanwaltes Dr. Alfred Klemens Bruckner und dessen Ehefrau Maria Hendrika, geb. Grasso. Das Paar lebte in der Bockumerstraße 21.
Anfangs drei Semester Studium an der Werkkunstschule Köln (bei Friedrich Ahlers-Hestermann), sowie im Anschluss daran sechs Semester an der Kunstakademie Düsseldorf.
In der Zeit um 1940 ist Bruckner in Düsseldorf ansässig und als Kunstmaler tätig (Kreuzstraße 54).
Bruckner schuf zudem Wandmalereien und Glasfenster in Süddeutschland und im Reheinland.
Durch Kriegszerstörung ging ein großer Teil seines damaligen Schaffens verloren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebt er anfangs in Obergrainau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) und verzieht später als Maler und Grafiker nach München (Hildegardstraße 5).
In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen, wohl zur Verarbeitung persönlicher Erlebnisse, in der Zurückgezogenheit des kleinen Ortes Obergrainau Bildzyklen und einzelne Tuschzeichnungen, die sich mit Leid, Tod und Schrecken auf eindringliche, drastische, mitunter albtraumhaft anmutende Weise befassen.
Ab etwa 1950 geht Bruckners Kunstschaffen in eine stärkere Abstraktion. Zudem zeigen sich auch Einflüsse von M.C. Escher, was auch zu surrealen Darstellungen führt.
Sammlungen: Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Staatliche Grafische Sammlungen, München
Ausstellungen: 1951 Ausstellung zum Domnick-Preis, Staatsgalerie Stuttgart; 1956 Große Kunstausstellung München
Literatur: Partsch, Susanna: Egbert Bruckern, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion