Angeboten wird eine an Wilhelm Friedrich Balmer zugeschriebene Zeichnung
TITEL: ohne Titel [Bildnis eines stehenden Jünglings im (Schul-)Anzug]
TECHNIK: Bleistift auf leichtem Karton
JAHR: unten rechts datiert „[19]04“
SIGNATUR: unten
rechts monogrammiert „B“ [Das Werk wird als an Wilhelm Friedrich Balmer zugeschrieben angeboten.]
GRÖßE: 27,3 x 19,4 cm
ZUSTAND: Ränder leicht uneben zugeschnitten; in den oberen beiden Ecken und in der Ecke unten links kleine Einstichlöchlein; linker Rand mittig mit kleinem Ausriss; am rechten Rand (wohl aufgrund früherer Rahmung) etwas berieben; insgesamt leicht nachgedunkelt und etwas fleckig; verso (stock-)fleckig
---Wilhelm
Friedrich Balmer war der Sohn des Künstlers und Kunsterziehers Wilhelm Balmer
(1837-1907). Der Künstler Paul Friedrich Wilhelm Balmer (1865-1922) war ein
Cousin.
Wilhelm Friedrich Balmer besuchte anfangs die Zeichen- und Modellierschule in
Basel (bei Albert Wagen und Fritz Schider), sowie hierauf die École des arts
industriels in Genf (bei Jean-Jules Salmson und Joseph Mittey). Balmer
unternahm Studienreisen nach Stuttgart und München.
1894 übernahm er von seinem Vater den Posten als Kunsterzieher in Waldenburg
und Therwil, da dieser sich aus gesundheitlichen Gründen etwas zurückziehen
musste. Ab 1895 kamen noch die Schulen in Liestal und Böckten, sowie 1897 jene
in Gelterkinden und Sissach hinzu.
Als engagierter
Lehrer verfasste Balmer zwei grundlegende Lehrwerke (“Vorlagen zum
Zeichenunterricht an Primar- und Mittelschulen” (Basel, 1898) und “Anleitung
zum Pinselzeichnen” (Zürich, o.J.)).
1899 heiratete er
Clara Seiler (1873-1953). 1901 kam die Tochter Dora zur Welt und 1904 zog die
Familie zusammen mit des Künstlers Vater in das gemeinsame Haus in Liestal
(Gartenstraße 6).
Bis 1937 war
Balmer im Schuldienst und widmete sich nach seinem Ausscheiden verstärkt der
Keramikkunst.
Die vorliegende Zeichnung zeigt vor einem diffusen Hintergrund einen schmalen Jüngling im (Schul-)Anzug. Er sitzt aufrecht hinter einem Holztisch, die Hände sind in den Schoß gelegt, der Kopf leicht geneigt und die Augen geschlossen. Der Jüngling wirkt in dieser Szenerie wie ein Schüler, der hinter der Schulbank auf den Unterricht wartet oder diesem gerade allzu andächtig lauscht. Biografisch würde dies gut zu der umfangreichen Lehrtätigkeit Balmers passen.---
Zu Wilhelm
Friedrich Balmer (05.03.1872 Lausen – 01.11.1943 Liestal):
Maler, Zeichner,
Keramiker, Kunsterzieher.
Sohn des Künstlers
und Kunsterziehers Wilhelm Balmer (1837-1907), Cousin des Künstlers Paul
Friedrich Wilhelm Balmer (1865-1922).
Besuch der Zeichen-
und Modellierschule in Basel (bei Albert Wagen und Fritz Schider) und der École
des arts industriels in Genf (bei Jean-Jules Salmson und Joseph Mittey).
Studienreisen nach
Stuttgart und München.
Ab 1894
Kunsterzieher (Waldenburg und Therwil, später kommen noch hinzu Liestal, Böckten,
Gelterkinden und Sissach hinzu).
W.F. Balmer lebte
mit Frau, Tochter und seinem Vater in einem gemeinsamen Haus in Liestal.
1937 schied er aus
dem Schuldienst aus und widmete sich der Keramik.














