Angeboten wird eine Photolithographie von Wolfgang von Websky
TITEL: ohne Titel [Bildnis eines Mädchens auf einem Stuhl / Sessel sitzend]
TECHNIK: Photolithographie (nach Ölkreidezeichnung) auf leichtem strukturiertem
Karton
ENTSTEHUNGSJAHR: unten links im Druck datiert „[19]76“
GRÖßE: 32,2 x 40,7 cm (Blatt)
AUFLAGE: ohne Angaben
SIGNATUR: unten rechts in Blei signiert „Websky“, sowie unten links im Druck monogrammiert "WvW"
ZUSTAND: Ecken sehr leicht bestoßen; schwach (stock-)fleckig; sehr leichte Druckstellen im Blatt; verso leicht fleckig
Zu Wolfgang von Websky (29.09.1895 Berlin – 12.03.1992 Wangen im Allgäu):
Maler, Zeichner, Grafiker; 1900 Umzug der Familie auf das Familiengut
Schwengfeld bei Schweidnitz in Niederschlesien; 1911 Besuche im Atelier von
Wilhelm Herberholz in Düsseldorf, der von Webskys Vater porträtierte; 1914
Abitur in Schweidnitz; bei Kriegsbeginn Offiziersanwärter; 1915 Fronteinsatz,
schwere Verwundung und zweijähriger Lazarettaufenthalt; Beschäftigung mit
Malerei; 1917 Besuch der Kunstakademie Breslau (Porträtklasse von Eduard
Kaempffer); 1920 Verabschiedung aus dem Militär wegen dauernder Frontuntauglichkeit;
auf Empfehlung von Kaempffer Studium an der privaten Kunstschule von Arthur
Wasner in Breslau; 1921 Studium bei Moritz Heymann in München; Freundschaft mit
Konrad Kardorff; 1922 erste Einzelausstellung in der Galerie Lichtenberg in Breslau;
1922-23 Besuch der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (bei Adolf Strübe,
Peter Fischer); 1924 neunmonatige Italienreise; 1925 dreimonatiger Aufenthalt
in Paris bei Wilhelm Uhde; 1925-30 Atelier in Berlin und während dieser Zeit
auch immer wieder in Schlesien; 1928 erneuter Studienaufenthalt in Paris; 1930
Aufgabe des Berliner Ateliers und vollständiger Umzug auf Gut Schwengfeld;
Heirat mit Wita von Nimptsch; Mitglied im „Künstlerbund Schlesien“; 1934-39
Vorsitzender des Künstlerbundes Schlesien; 1936 wird er zu militärischen
Übungen abberufen und muss in der Folge dann das Amt als Vorsitzender aufgeben;
1938 Studienreise nach Ägypten und in den Vorderen Orient; 1939 Einberufung als
Reserve-Offizier; 1939-45 Kriegsdienst im Westen und Osten; 1945-50 sowjetische
Kriegsgefangenschaft; 1950 Neubeginn in Steingaden/Oberbayern; 1952 Umzug der
Familie nach Wangen im Allgäu in die dort neu erbaute Siedlung („Am Atzenberg“)
für schlesische Künstler; 1955 Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik
Deutschland; 1957 Begegnung und Freundschaft mit Anne von Molo (Ehefrau Walter
von Molos); 1961-68 zahlreiche Studienreisen nach Italien, Frankreich; 1969
Schlesischer Kulturpreis; 1972-72 Studienaufenthalte in Portugal an der
Algarve; 1978-79 Studien auf Kreta; 1981 Kulturpreis Schlesien des Landes
Niedersachsen; 1982 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg; 1985
Ehrenprofessur des Landes Baden-Württemberg; 1985 Pro-Arte-Medaille der
Künstlergilde Esslingen --- LITERATUR: Muzeum Miejskie Wroclawia (Hrsg.) (2009):
Wolfgang von Websky (1895-1992) Realnosc i impresja. Realität und Impression;
Drukarnia Panda, Wroclaw -- Stiftung Schlesien (Hrsg. ) (1985): Wolfgang von
Websky. Zeichnungen [Schriftenreihe der Stiftung Schlesien/Hannover Bd II];
Schertgens; Köln -- Freundeskreis Bildende Kunst e.V., Kißlegg (Hrsg.) (1995):
Wolfgang von Websky. Ein Maler des Expressiven Realismus; Robert Gessler;
Friedrichshafen -- JESSEWITSCH, Rolf / SCHNEIDER, Gerhard (Hrsg.) (2008):
Entdeckte Moderne; Kettler; Bönen; S. 524 -- SCHNEIDER, Erich (Hrsg.) (2009):
Expressiver Realismus. Die Sammlung Joseph Hierling [Schweinfurter
Museumsschriften 166/2009]; Schweinfurt; S. 343 -- ZIMMERMANN, Rainer (1994):
Expressiver Realismus. Malerei der verschollenen Generation; Hirmer; München;
S. 459













