Angeboten wird ein interessantes Konvolut aus Dokumenten, Schreiben und einem Aquarell zur sog. „Reichert-Säule“
TITEL: Konvolut aus Dokumenten, Schreiben und einem Aquarell zur sog. „Reichert-Säule“:
1) 3 Kopien von
Zeitungsberichten zur „Reichert-Säule“. Berichte stammen aus
„Ruhr-Nachrichten“, „Hamburger Volkszeitung“, „Westdeutsches Tageblatt“
2) Darstellung
einer „Reichert-Säule“ (Aquarell & Tuschfeder)
3) 3
maschinenschriftliche Produktbeschreibungen der „Verkehrshilfe und Zeitdienst
Hans Reichert GmbH“ (Hamburg), sowie eine maschinenschriftliche Preisliste.
Beschrieben werden: a) Hauptuhr, b) Vierseitige Nebenuhr, c) Stark- und
Schwachstrom-Anschalte-Relais.
4) gedruckte
„Innenansicht der Reichert-Säule“
5) kopiertes
Schreiben des Magistrats von Gross-Berlin an Berliner Ausstellungen bzgl. der
„Reichert-Säulen“
6)
maschinenschriftliches Schreiben von Adolf Berger (Gendarmerie-Inspektor,
Lehrer an der Hess. Landespolizeischule) vom 26.08.1949 an Hans Reichert.
Berger lobt die „Reichert-Säule“, da diese „in ihrer jetzt entwickelten Form
das Beste darstellt, was man als Hilfsmittel für den Rettungsdienst im
öffentlichen Verkehrsleben finden kann.“
7) Beispielhafte
Darstellung „Ziffernblätter und Zeiger für elektrische Haupt- und Nebenuhren“
der „Verkehrshilfe und Zeitdienst Hans Reichert GmbH“ (Hamburg)
8) Darstellung der
„Telefon Zelle ‚Antimembran‘“ der „Verkehrshilfe und Zeitdienst Hans Reichert
GmbH“ (Hamburg)
9) „Preisliste
über Luftsauerstoff-Elemente“ (v. Mai 1951) der „Verkehrshilfe und Zeitdienst
Hans Reichert GmbH“ (Hamburg)
TECHNIK: Zumeist Kopien, daneben auch ein Brief, sowie Aquarell (mit Tuschfeder). Alles eingesteckt in Plastikfolien in originaler Mappe (auf dem Vorderdeckel das Logo der „Verkehrshilfe und Zeitdienst Hans Reichert GmbH“ (Hamburg))
JAHR: 1949-51
GRÖßE: Blattgrößen bis 29,7 x 21 cm bzw. 31,5 x 25,7 cm (Mappe)
ZUSTAND: Mappe
etwas berieben und leicht bestoßen
die einzelnen
Blätter mitunter mit Druckstellen und leicht bestoßen, sowie mitunter etwas
fleckig
---Die sog. „Reichert-Säule“ wurde von dem Hamburger Hans Reichert entwickelt. In der frühen Nachkriegszeit wurde diese Säule für den Straßenverkehr mehrerer deutscher Städte interessant und es kam auch zu tatsächlichen Aufstellungen.
Das Äußere der
Säule hat Werbeflächen, sowie eine große Uhrenanzeige. Im Inneren finden sich
dann Feuermelder, Telefon, Polizeiruf, Krankentrage, Verbandszeug, sowie
Medizinfläschen. Zusätzlich wird ein Blinklicht aktiviert, wenn man den
Feuermelder oder den Polizeiruf bedient.
Durch diese
„Reichert-Säule“ sollte Passanten die Möglichkeit gegeben werden bei Unfällen
sofort Hilfe leisten zu können bzw. unmittelbar Hilfe holen zu können.
Insbesondere 1949
scheint diese Säule eine hohe Popularität gehabt zu haben und viele setzten
Hoffnungen hierein. So heißt es bspw. in einem Artikel der „Ruhr Nachrichten“:
„Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden auch an den gefährlichsten Plätzen unserer Stadt [i.e. Dortmund] die ersten Reichert Säulen stehen. Aber nicht nur Dortmund interessiert sich für die Säulen, die schon vor dem Kriege in Berlin und anderen Städten bekannt waren – mehrere deutsche Städte interessieren sich für sie, und auch im Ausland – sogar in Amerika – liebäugelt man mit den hier gebauten Säulen, die die Hamburger Firma Reichert konstruierte.“
Anhand des schönen Aquarells lässt sich konkret sehen, wie die Reichert-Säule im Betrieb aussehen sollte.---





















