Angeboten wird eine an Oskar Schwindrazheim zugeschriebene Zeichnung
TITEL: „Dorm“ [so u.r. in Blei bez.]
TECHNIK: Ölkreiden und Pastellkreiden auf sandfarbenem Velinpapier
ENTSTEHUNGSJAHR: o.A.
GRÖSSE: 25x18,5cm
SIGNATUR: verso u.m. (wohl) von fremder Hand in Blei bez. „Oskar
Schwindrazheim“ [+Die Arbeit wird als Oskar Schwindrazheim (1865-1952)
zugeschrieben angeboten.+]
ERHALTUNGSZUSTAND: partiell Druckstellen im Blatt; am Blattrand oben
links kleiner hinterlegter Einriss; am unteren und oberen Rand sehr
leicht wellig; in den oberen beiden Ecken kleine Einstichlöcher; verso
in den oberen beiden Ecken Reste früherer Befestigung (Klebestreifen);
verso etwas (farb-)fleckig und leicht beschmutzt
---Bei der vorliegenden Ansicht dürfte es sich um ein Motiv aus dem
niedersächsischen Höhenzug Dorm handeln. Unter dem leicht bewölkten
Himmel, zeigt sich eine beeindruckende farbliche Vielfalt. Die visuelle
Begrenzung zwischen Himmel und Erde bildet eine schwarze, in Teilen
Violett gezogene schwungvolle Linie. Darunter blicken wir als Betrachter
auf hellere Wege und leichte Abhänge.
Insbesondere farblich sehr schön
gestaltete Landschaftskomposition.---
Zu Oskar Schwindrazheim (16.04.1865 Hamburg-St. Georg – 22.04.1952 Hamburg-Altona):
Maler, Zeichner, Schriftsteller, Bibliothekar, Lehrer; Besuch der Höheren Bürgerschule zu Hamburg; Besuch der Kunstgewerbeschule Hamburg; 1887-89 durch ein Stipendium konnte er die Kunstakademie München besuchen; Rückkehr nach Hamburg und dort zunächst tätig als Atelierchef bei der Hamburger Kunst- und Gewerbe-Firma Georg Hulbe; später freischaffend tätig, sowie Dozent an einer privaten Malschule; 1891 Gründung des ersten deutschen Volkskunstvereins; Herausgabe der Zeitschrift „Beiträge zu einer Volkskunst“; 1907-24 tätig als Lehrer und Bibliothekar in der Altonaer Kunst- und Gewerbeschule, zeitweise auch Schulleiter; 1911 Verleihung des Professorentitels; Schwindrazheim veröffentlichte zahlreiche Schriften, in denen er sich insbesondere kunstpädagogisch den Lesern die im 19. Jahrhundert aufkommende ‚Volkskunst' nahebringen wollte --- LITERATUR: HEYDORN, Volker Detlef (1974): Maler in Hamburg 1966-1974; Christians; Hamburg; S. 142 --- JANSA, Friedrich (1912): Deutsche Bildende Künstler in Wort und Bild; Verlag F. Jansa; Leipzig; S. 556 --- Familie Kay Rump (Hrsg.) (2013): Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs (überarbeitet von Maike Bruhns); Wachholtz; Neumünster – Hamburg; S. 420 --- „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 00221236