Auch wenn es heute seltsam erscheinen mag, war „Moonflower“ fast 15
Jahre lang Santanas erste und einzige in den USA veröffentlichte
Live-Platte. Und das, obwohl etwa die Hälfte des Doppelalbums aus neuen
Studioaufnahmen besteht, darunter eine pikante Coverversion des
Zombies-Klassikers „She's Not There“, die es in die Top 30 der
Single-Charts schaffte. So unkonventionell die „Split“-Strategie auch
war, sie kam hervorragend an. „Moonflower“ erreichte die Top 10 der
Billboard Top 200 und erhielt Doppel-Platin – ein Erfolg, den die Gruppe
22 Jahre lang nicht wiederholen konnte. Die hohe musikalische Qualität
des Programms ist einer der Gründe, weswegen das Album von 1977 von
Kritikern und Fans gleichermaßen als „Must-have-Santana“ angesehen wird.
„Moonflower“ ist ein Triumph, stellt das Album doch eine
Greatest-Hits-Sammlung bis 1977 dar.
„Moonflower“
ist deutlich in den Stilen und Ansätzen verwurzelt, die die ersten drei
Alben der Band geprägt haben und fängt die letzten Auftritte des
legendären Perkussionisten Jose „Chepito“ Areas und des
Stamm-Keyboarders Tom Coster auf einem Santana-Album ein. Wie in den
Jahren zuvor spielt Coster auch hier eine große Rolle, indem er sich die
Songwriting-Credits für die meisten der neuen Stücke teilt und dabei
hilft, die Arrangements in eine Richtung zu lenken, die Latin-, Rock-
und Blues-Elemente umfasst. Die Titel stammen aus dem gleichnamigen
Debütalbum der Gruppe, „Abraxas“, „Santana III“ sowie „Amigos“ und
„Festival“ – eine repräsentative und beispielhafte Auswahl, die die
außergewöhnliche Bandbreite der Gruppe zeigt. Man erliegt schnell dem
Zauber von „Black Magic Woman/Gypsy Queen“ und verfällt der geradezu
epischen Dynamik von „Soul Sacrifice/Head, Hands & Feet“ sowie der
mitreißend brillanten Interpretation von „Europa (Earth's Cry Heaven's
Smile)“. Die Wärme der Sonne ist auf dem R&B-angehauchten „I'll Be
Waiting“, das von Carlos Santanas gleitender Fingerarbeit und Greg
Walkers cremigem Gesang getragen wird, förmlich spürbar – genauso wie
das kosmische Universum von „Zulu“, auf dem Costers flinke Phrasierung
das Tor zu polyrhythmischen Beats, knorrigen Grooves und hypnotischem
Funk öffnet.
Die im kalifornischen Studio von MoFi liebevoll
gemasterte und bei Fidelity Record Pressing auf 180-Gramm-Vinyl (33
U/min) gepresste Doppel-LP ist streng auf 3.000 nummerierte Exemplare
limitiert und ist Teil der Santana-Reissue-Serie von Mobile Fidelity.
Das neue, audiophile Klangbild von "Moonflower" erstreckt sich nicht nur
auf Santanas Saiten-Zaubereien, sondern auch auf die rhythmischen,
melodischen und vokalen Elemente, die sowohl in den Studio- als auch in
den Live-Aufnahmen zu hören sind. Die Griffigkeit und Tiefe der
Basslinien, der Klang der Orgel, die Tragweite und Tragfähigkeit des
Gesangs, die reichhaltigen Texturen der Schlaginstrumente und Keyboards:
All dies erscheint inmitten einer breiten und realistisch
dimensionierten Klangbühne, die nicht nur Santana-Fans ein Lächeln ins
Gesicht zaubern wird.
Die MoFi-Neuauflage kommt standesgemäß im
aufwendigen Klappcover von Stoughton Printing und beweist, warum Santana
eine der beeindruckendsten Bands dieser Ära war!
Wir empfehlen
die Verwendung von „L’Art du Son“- LP-Reiniger für die Nasswäsche Ihres
Vinyls. Auch neue Platten aus hochwertiger Fertigung profitieren davon
noch einmal.
Titel:
Side A
1. Dawn/Go Within
2. Carnaval
3. Let the Children Play
4. Jugando
5. I’ll Be Waiting
6. Zulu
Side B
7. Bahia
8. Black Magic Woman/Gypsy Queen
9. Dance Sister Dance (Baila Mi Hermana)
10. Europa (Earth’s Cry Heaven’s Smile)
Side C
11. She’s Not There
12. Flor d’Luna (Moonflower)
13. Soul Sacrifice/Head, Hands & Feet
Side 4
14. El Morocco
15. Transcendence
16. Savor/Toussaint L’Overture