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Adenia perrieri ist eine seltene, sammlerbegehrte Caudexpflanze aus der Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae). Ihr auffälligstes Merkmal ist der stammartig verdickte, wasserspeichernde Caudex, der mit den Jahren an Umfang und Charakter gewinnt und einen Durchmesser von rund 20 Zentimetern erreichen kann. Aus diesem knolligen Fuß treiben in der Wachstumszeit schlanke, rankende Triebe, die mehrere Meter lang werden können und die Pflanze zwischen lebender Skulptur und botanischer Rarität ansiedeln. Der Artname ehrt den französischen Botaniker Perrier de la Bâthie, der die Pflanzenwelt Madagaskars erforschte.
Die tief eingeschnittenen, fast filigran wirkenden Blätter erreichen nur wenige Zentimeter und variieren in Form und Größe je nach Standort. Während die Grundform rein grüne Blätter zeigt, bringt die in Kultur verbreitete Form eine unregelmäßige weiße Zeichnung hervor, die dem Laub ein schneeflockenartiges Muster verleiht. Im Sommer erscheinen kleine, grünlich-weiße Blüten. Bei der Adenia handelt es sich um eine zweihäusige, laubabwerfende Art, die einen natürlichen Rhythmus aus Wachstum und Ruhe durchläuft.
Beheimatet ist Adenia perrieri in den saisonal trockenen Wäldern Madagaskars, wo sie in sandigen Böden sowie auf Basalt- und Kalkfelsen der Regionen Ambongo und Boina wächst. In diesem Lebensraum speichert der Caudex Wasser, um lange Trockenperioden zu überdauern. Aus diesen Ansprüchen leitet sich die Pflege ab: Die Pflanze möchte einen sehr hellen Platz, verträgt milde Morgensonne, sollte aber vor praller Mittagssonne geschützt werden, damit das Laub nicht verbrennt.
Entscheidend ist ein äußerst durchlässiges, mineralisches Substrat, das den Caudex zuverlässig vor Fäulnis schützt. Während der aktiven Wachstumsphase wird durchdringend gegossen und das Substrat anschließend gut abtrocknen gelassen. Im Winter geht die Pflanze in die Ruhe über, wirft ihre Blätter ab und wird nur noch sehr sparsam gegossen. Ein Laubfall in dieser Zeit ist völlig normal, solange Caudex und Triebe fest bleiben. Überwässerung, gerade in der Ruhephase, ist die häufigste Ursache für Wurzel- und Caudexfäule.
Vermehrt wird Adenia perrieri am zuverlässigsten über Samen, wofür aufgrund der Zweihäusigkeit eine männliche und eine weibliche Pflanze nötig sind; Stecklinge bilden in der Regel keinen ausgeprägten Caudex aus. Als Solitärpflanze setzt die Art auf einem hellen Fensterbrett, im Wintergarten oder in einer Sammlung ungewöhnlicher Sukkulenten und Caudexpflanzen einen markanten, skulpturalen Akzent.
Wie viele Vertreter der Gattung Adenia enthält auch diese Art giftige Inhaltsstoffe. Alle Pflanzenteile sowie der austretende Saft gelten als giftig; der Saft kann bei direktem Hautkontakt, etwa beim Schneiden, Reizungen hervorrufen, und der Verzehr von Pflanzenteilen ist für Menschen wie für Haustiere schädlich. Aus diesem Grund sollten Pflanzenteile grundsätzlich nicht verzehrt werden.
Mit ihrem charaktervollen Caudex, dem fein gezeichneten Laub und dem ausgeprägten Jahresrhythmus ist Adenia perrieri ein eindrucksvolles Sammlerstück, das mit Geduld und der richtigen Pflege über die Jahre immer individueller wird.
Lieferung ohne Übertopf.
Unser Tipp: Mit unserem selbstbewässernden NatureHolic Junglepot System in Kombination mit unserem NatureHolic Jungle Mix wird die Pflege wesentlich erleichtert und die Pflanze optimal versorgt. Ideal für ein Semi-Hydroponic Set-up ist die Verwendung unseres NatureHolic Sphagnum Moos.
Achtung: Anders als unsere NatureHolic Green Label Pflanzen sind diese Pflanzen nicht speziell für den Einsatz im Terrarium gezüchtet. Unser Tipp: Beim Einsatz im Terrarium das Substrat vollständig entfernen und die Pflanze mehrfach gut abspülen.