Zum Verkauf steht eine originale 1000-Kronen-Banknote aus dem Jahr 1902 aus der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie:
Gebiet: Österreich-Ungarn
Nennwert: 1000 Kronen
Jahr: 1902
Katalognummer: P.59
Ausgebende Institution: Österreichisch-Ungarische Bank
Währung: Krone
Material: Papiergeld
Epoche: Österreich-Ungarn / Kaiser Franz Joseph I.
Erhaltung: VF (sehr schön)
Diese historische 1000-Kronen-Banknote aus dem Jahr 1902 stammt aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie und gehört zu den hohen Nominalen des damaligen Währungssystems. Sie entstand während der langen Regierungszeit von Kaiser Franz Joseph I. (1830–1916) und dokumentiert die Wirtschafts- und Geldgeschichte eines der bedeutendsten europäischen Großreiche vor dem Ersten Weltkrieg.
Die Österreichisch-Ungarische Monarchie entstand 1867 durch den sogenannten Ausgleich zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Ungarn. Beide Reichshälften verfügten über eigene Regierungen und Parlamente, waren jedoch unter Franz Joseph als österreichischem Kaiser und ungarischem König miteinander verbunden.
Auch das Geldwesen musste dieser besonderen staatlichen Konstruktion Rechnung tragen. Eine zentrale Rolle spielte die Österreichisch-Ungarische Bank, die für die Ausgabe der gemeinsamen Banknoten verantwortlich war.
Charakteristisch für viele Banknoten der Doppelmonarchie war ihre mehrsprachige Gestaltung. Sie spiegelte die außergewöhnliche ethnische und sprachliche Vielfalt eines Reiches wider, zu dem unter anderem deutsch-, ungarisch-, tschechisch-, slowakisch-, polnisch-, ukrainisch-, slowenisch-, kroatisch-, serbisch-, rumänisch- und italienischsprachige Bevölkerungsgruppen gehörten.
Die Krone war zu diesem Zeitpunkt noch eine vergleichsweise junge Währung. Sie wurde im Zuge der Währungsreform von 1892 eingeführt und löste den zuvor verwendeten Gulden beziehungsweise Forint ab. Dabei entsprach ein Gulden zwei Kronen. Eine Krone wurde wiederum in 100 Heller beziehungsweise Fillér unterteilt.
Die Reform führte Österreich-Ungarn zu einer modernen, goldbasierten Währungsordnung und war Bestandteil der wirtschaftlichen Modernisierung des Habsburgerreiches gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Der Nennwert von 1000 Kronen stellte zur damaligen Zeit eine außerordentlich hohe Geldsumme dar. Der Schein gehörte daher nicht zu den typischen kleinen Nominalen des täglichen Einkaufs, sondern war vor allem für größere geschäftliche und finanzielle Transaktionen von Bedeutung.
Das Ausgabejahr 1902 fällt in eine Phase intensiver Industrialisierung und Urbanisierung. Städte wie Wien, Budapest und Prag entwickelten sich zu bedeutenden europäischen Wirtschafts- und Kulturzentren. Eisenbahnnetze, Industrie, Banken und internationaler Handel expandierten erheblich.
Gleichzeitig bestanden innerhalb des Vielvölkerreiches zunehmende nationale und politische Spannungen. Nur zwölf Jahre nach dem Ausgabejahr dieser Banknote begann 1914 der Erste Weltkrieg, nachdem der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet worden war.
Der Krieg belastete die Währung massiv. Die Finanzierung der enormen Kriegsausgaben führte zu einer starken Ausweitung der Geldmenge und einem erheblichen Kaufkraftverlust der Krone.
Mit der militärischen Niederlage und dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns 1918 zerfiel schließlich auch der gemeinsame Währungsraum. Aus der ehemaligen Monarchie entstanden beziehungsweise erweiterten sich mehrere Staaten, darunter Österreich, Ungarn, die Tschechoslowakei und das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.
Die 1000-Kronen-Banknote von 1902 stammt somit aus der Vorkriegszeit und der Hochphase der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. Sie dokumentiert eine europäische Geldordnung, die nur wenige Jahre später durch Krieg, Staatszerfall und Inflation grundlegend verändert wurde.
Durch ihr hohes Nominal, ihr Alter von weit über 100 Jahren und ihren unmittelbaren Bezug zur Habsburgermonarchie stellt die Banknote ein interessantes numismatisches und zeitgeschichtliches Originaldokument Österreich-Ungarnsdar.
Sie eignet sich insbesondere für Sammler österreichischer und österreichisch-ungarischer Banknoten, historischer Kronen-Ausgaben, Papiergeld der Habsburgermonarchie sowie für Sammlungen zur europäischen Wirtschafts- und Geldgeschichte vor dem Ersten Weltkrieg.
Zustand:
Erhaltung VF (sehr schön). Die Banknote befindet sich in ansprechender sammelwürdiger Erhaltung mit den für eine umlaufene Banknote typischen Gebrauchsspuren. Leichte Knicke, Faltungen sowie geringfügige Lagerungs- oder Altersspuren können vorhanden sein. Der genaue Zustand ist den Bildern zu entnehmen.
Versand:
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