Johann Gottfried Pulian
Meißen 1809 - 1875 Düsseldorf
Bacharach, Marktplatz mit Kamel und Schaustellern
Aquarell
rechts unten monogrammiert und unleserlich datiert
Größe: 21,5 x 27 cm
Rahmen: 47,5 x 56,5 cm
guter Zustand (siehe Fotos)
Aufwendig gerahmt, Museumsglas
Besichtigung und Abholung nach vorheriger Terminvereinbarung gerne möglich
Echtheit wird schriftlich bestätigt.
Gottfried Johann Pulian war der Sohn eines Seilmachers
aus Meissen. Er erhielt zunächst Unterricht bei Heinrich Gotthelf Schaufuß und
besuchte ab 1826 die Staatliche Zeichenschule in Meißen, wo er auch von 1828
bis 1829 Schüler von Adrian Ludwig Richter war. Anschließend studierte er bis
1832 an der Kunstakademie Dresden bei Carl August Richter. Von 1838 bis 1842
setzte er seine Studien an der Kunstakademie Düsseldorf bei Johann Wilhelm
Schirmer fort.
Pulian heiratete Hubertina Clara Gertrud, geborene
Morschheuser, und wirkte bis zu seinem Tod 1875 in Düsseldorf. Er war
Gründungsmitglied des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten, mit dem er
zwischen 1848 und 1875 gemeinschaftlich ausstellte. Außerdem zählte er zu den
Gründern des Vereins der Düsseldorfer Künstler. Dort engagierte er sich in der
„Bilderversendungscommission“.
Er schuf Ansichten vom Mittel- und Niederrhein, der belgischen
Niederlande, Oberbayerns und des Salzburger Landes. Wie es für Vertreter der Düsseldorfer
Schule üblich war, malte Pulian hauptsächlich in plein-air, meistens
Ölskizzen, auf deren Basis er in seinem Atelier später das einzelne Werk
ergänzte. Sein Gemälde Das Rathaus von Gent, Amtseinführung eines
Bürgermeisters in der Zeit der spanischen Herrschaft, zu dem Carl Clasen
die Figuren malte, war ein Exponat der Düsseldorf Gallery in New York.
Die
Werke Pulians sind u. a. im Besitz des Düsseldorfer Kunstmuseums,
von Museen in Aachen, Bonn, Kiel, Mönchengladbach sowie in der Nationalgalerie
Berlin und im Kunsthaus Zürich. Das vermutlich größte Konvolut an
Werken Pulians bewahrte bis 1942 das Suermondt-Ludwig-Museum Aachen. Zum
Schutz vor Bombenangriffen ab 1942 in die Albrechtsburg nach Meißen
ausgelagert, gelangten sie nach dem Zweiten Weltkrieg auf unbekannten Wegen in
die Sowjetunion und galten bisher als verschollen.
Quelle Wikipedia