Moderne Dekonstruktivisten bestreiten die Realität von Völkern, Nationen und kulturellen Identitäten. Doch beruht diese Sichtweise auf einem grundlegenden Denkfehler: Sie reduziert komplexe Gebilde auf ihre Einzelteile und übersieht, daß aus dem Zusammenwirken vieler Elemente etwas qualitativ Neues entstehen kann.
Die moderne Naturwissenschaft hat gezeigt: Aus dem Chaos des frühen Universums entstanden Sterne, Planeten und Leben. Aus einfachen Strukturen entwickelten sich immer komplexere Formen mit neuen Eigenschaften. Diesen Vorgang nennt man Emergenz.
Klaus Kunze verfolgt mit seinem Werk „Gestalt und Verfall der deutschen Nation“ diesen Prozeß von den Grundlagen der Physik über Evolution, Bewußtsein und Kultur bis hin zu Volk, Nation und Staat. Er entwickelt eine umfassende Ontologie der Formbildung und zeigt, daß soziale Gemeinschaften weder bloße Einbildungen noch metaphysische Wesenheiten sind, sondern reale emergente Strukturen mit eigenen Systemeigenschaften.
174 Seiten, einige Abb., Broschur