Gerhard Janssen
Kalkar 1863 - 1931 Düsseldorf
Landschaft
Öl auf Karton
links unten signiert
Größe: 31 x 21,5 cm
Rahmen: 46,5 x 37,5 cm
originaler Zustand, leicht reinigungsbedürftig (siehe Fotos)
Besichtigung und Abholung nach vorheriger Terminvereinbarung gerne möglich
Echtheit wird schriftlich bestätigt.
Gerhard
Janssen wurde als Sohn des Seilers Theodor Janssen und der Johanna
Nienhuys in Kalkar am Niederrhein geboren. Von 1878 bis 1893
besuchte er die Kunstakademie Düsseldorf. Dort waren Franz Ittenbach, Hugo
Crola, Heinrich Lauenstein, Julius Roeting, Eduard von Gebhardt, Adolf
Schill und vor allem Peter Janssen der Ältere seine Lehrer. Weil
er sich anfangs dort nicht an die herrschenden Konventionen angepasst hatte,
wurde er als „erfolglos“ beurteilt, so dass man ihm um 1880 riet, das Studium
aufzugeben.
Studienreisen
unternahm er nach England, Frankreich, Belgien und in die Niederlande, wo er
sich an der Genremalerei des 17. Jahrhunderts schulte, vornehmlich der von Frans
Hals und Adriaen Brouwer, was ihm den Ruf „Frans Hals vom
Niederrhein“ eintrug. 1909 wurde er Professor der Kunstakademie Düsseldorf,
1911 deren außerordentliches Mitglied. 1920 berief ihn die Kunstakademie
Berlin als ordentliches Mitglied. Von 1896 bis 1931 gehörte er dem
Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten an. Seit 1899 war er auch
Mitglied des „St. Lukasclubs“, einer Künstlervereinigung mit den Protagonisten Heinrich
Hermanns, Olof Jernberg, Helmuth Liesegang, August Deusser, Otto
Heichert, Arthur Kampf und Gustav Wendling, deren Ziel die
Wiederbelebung der Druckgrafik war. Auch wurde er Mitglied im
„Kunstverband Düsseldorf“, einer Secessionsbewegung, die dem später von
August Deusser gegründeten Sonderbund nahestand. Auf der
Weltausstellung Paris errang er eine Bronzemedaille.Anfangs von der Kritik
heftig abgelehnt, gewann er im Lauf der Zeit immer größere Anerkennung. Er gilt
als Entdecker des niederrheinischen Volkstums für die Genremalerei
und schilderte das Leben des Kleinbürgertums in drastischer Weise. Zu seinen
Werken gehören Gemälde vom Leben einfacher Leute, insbesondere Kirmes- und
Kneipenszenen. Zahlreiche Motive fand er in der Düsseldorfer Altstadt.
Seine Malerei kennzeichnet eine Sicherheit in Zeichnung und Tonwirkung sowie
eine differenzierte Farbwahl mit breitem, kraftvollem und grob strukturiertem
Strich, voller Lebendigkeit, in zuweilen krassem Naturalismus. Besonders
interessierten ihn die Physiognomien lebensfroher, origineller Menschen. Einige
Werke sind heute Teil der Kunstsammlung des Städtischen Museums Kalkar.
Quelle
Wikipedia