Friedrich Schiemann

Recklinghausen 1918 - 1991 Düsseldorf

Komposition, 1982

Öl auf Leinwand 

rechts unten signiert und datiert

Größe: 29 x 48 cm

Rahmen: 56 x 77 cm

guter Zustand (siehe Fotos)

Aufwendig gerahmt

Der originale Rahmen ist kein Bestandteil des Angebotes, wird aber mitgeschickt.

Besichtigung und Abholung nach vorheriger Terminvereinbarung gerne möglich

Echtheit wird schriftlich bestätigt.


Friedrich Schiemann war ein Enkel des Bildhauers Aloys Janik, der 1936 verstarb. Er war verheiratet mit der Goldschmiedemeisterin Bettina Schiemann-Cürten (1941–2001), der Tochter eines Arztes. Ihr Sohn Philipp Schiemann wurde 1969 geboren; er ist als Schriftsteller, Musiker und Filmschauspieler tätig.

Schiemann wuchs in Dortmund in einer Bergarbeiterfamilie auf. Nach dem Abitur und einer Lehrerausbildung – sowie nach Kriegsende und einer Zeit in Kriegsgefangenschaft – besuchte er von 1946 bis 1950 die Kunstakademie Düsseldorf. Dort war er Schüler von Hauser und später der erste Meisterschüler der Nachkriegsakademie unter Otto Pankok. Ab 1950 arbeitete er als freischaffender Künstler.

Am 19. Juni 1953 erhielt er einen von vier Cornelius-Preisen, verliehen von der Jury des Kunstvereins Rheinland und Westfalen. An dem Wettbewerb beteiligten sich 141 Künstler (Maler und Bildhauer) aus der damaligen Bundesrepublik Deutschland, die insgesamt rund 500 Werke einreichten. Schiemann zählte zu den jüngsten Preisträgern des Cornelius-Preises. Ein weiterer Preisträger im Bereich der Malerei war im Jahr 1953 Hermann Teuber von der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg.

Im Jahr 1975 war Schiemann als Gastdozent an der Universität Bochum tätig und unternahm Studien- und Arbeitsreisen nach Korsika, Frankreich, Spanien sowie – immer wieder – nach Griechenland. In den frühen 1980er Jahren präsentierte er seine Griechenland-Bilder im Rahmen einer Reihe von Einzelausstellungen. Sein Werk war unter anderem von der abstrakten Malerei Ernst Wilhelm Nays beeinflusst. Neben Gouachen und Ölgemälden schuf er vor allem Aquarelle, aber auch Porträts. Ein charakteristisches Merkmal seiner Malerei sind die zunehmend breiter werdenden Pinselstriche. Nach 1975 kehrte er zu einem abstrakteren Stil zurück, und seine Bilder wurden farbenfroher. Seine Spätwerke entstanden zwischen 1989 und 1991.