Unter alten Seeleuten in Rotterdam erzählte man sich früher eine seltsame Geschichte über den Maler und ehemaligen Steuermann Cornelis van Aardenburg (1837–1908).

Er war viele Jahre auf Handelsschiffen unterwegs und kannte die Meere zwischen Europa, Afrika und der Karibik besser als seine eigene Heimatstadt. Doch eines Nachts, so erzählte er später, sah er etwas, das kein anderer Mensch seiner Besatzung wahrgenommen hatte.

Das Schiff lag ruhig vor Anker, der Mond spiegelte sich im Wasser – als plötzlich aus der Tiefe eine Gestalt auftauchte.
Ein Seepferd mit dem Horn eines Einhorns, dessen Körper wie aus Muscheln, Perlmutt und uralten Meeresschalen gewachsen schien.

Es schwamm lautlos neben dem Schiff, als würde es den Kurs bewachen.

Van Aardenburg behauptete später, dieses Wesen sei ein Hüter der Meere, der nur denjenigen erscheine, die dem Meer mit Respekt begegnen.

Nach dieser Nacht begann er, immer wieder von diesem Wesen zu träumen. In seinen Träumen sah er es zwischen Muscheln, Korallen und alten Schiffen, während am Horizont Segelschiffe vorbeizogen.

Diese Vision ließ ihn nie mehr los.

Als er schließlich das Leben zur See aufgab und nach Rotterdam zurückkehrte, begann er zu malen. Immer wieder entstand dieses geheimnisvolle Geschöpf – halb Einhorn, halb Seepferd – umgeben von Muscheln, Spiralen und den stillen Gewässern der alten Handelsrouten.

Viele seiner Bilder sollen auf Träumen und Erinnerungen beruhen.

Dieses Motiv gilt unter Sammlern maritimer Fantasiekunst als eines der rätselhaftesten Werke, die ihm zugeschrieben werden.


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