Sie erwerben  vier Kunst Medaille von Kauko Räsänen  "Fyra Nordiska Tonsättare" (Vier nordische Komponisten) aus dem Jahr 1977.

Die Medaillen sind den vier bedeutendsten nordischen Komponisten gewidmet :
 
Edvard Grieg 1843-1907 für Norwegen
Carl Nielsen   1865-1931 für  Dänemark
Jean Sibelius  1865-1957 für Finnland
Wilhelm Stenhammar 1871-1827 für Schweden


Edvard Grieg

Auf der Vorderseite sehen wir eine abstrakte Darstellung ein Portrait von Grieg  horizontal geteilt linksseitig sein Bildnis - rechts die Darstellung einer norwegischen Landschaft als Symbol für den Einfluß der norwegischen Landschaft auf Griegs Musik.

Die Rückseite zeigt uns ein nacktes Paar ( männlich und weiblich ) als Symbol für die ursprüngliche Naturkraft in Griegs Musik.

"Edvard Hagerup Grieg (* 15. Juni 1843 in Bergen, Norwegen; † 4. September 1907 ebenda) war ein norwegischer Pianist und Komponist der Romantik, der deutlich von der Volksmusik seiner Heimat beeinflusst war. "Bekannt wurde er vor allem durch die von ihm komponierten Peer-Gynt-Suiten." *

Carl Nielsen

Auf der Vorderseite sehen wir das Portrait von Nielsen. Im Hintergrund ein perspektivisches Motiv als Symbol für die Bemühungen von Nielsen, neue musikalische Ansätze zu finden.

Die Rückseite zeigt zwei Gesichter eines jungen Paares -männlich und weiblich- ineinander kombiniert ( der mittlere Bereich vertieft )  als Symbol für die Gegensätze in der Musik von Nielsen.

"Carl August Nielsen (* 9. Juni 1865 in Sortelung bei Nørre Lyndelse auf Fünen; † 3. Oktober 1931 in Kopenhagen) war ein dänischer Komponist und Dirigent." **

Jean Sibelius

Auf der Vorderseite sehen Sie ein Portrait von Sibelius links unten sind Motive mit finnischen Landschaftsmotiven eingeprägt als symbol für den nationalen Charakter die in sibelus werk tragend ist.

Die Rückseite zeigt einen weiblichen Akt, ein Tuch tragend als Symbol für das erwachende Nationalbewusstsein Finnlands und die Kraft Musik von Sibelius.

"Johan Julius Christian („Jean“) Sibelius (* 8. Dezember 1865 in Hämeenlinna; † 20. September 1957 in Järvenpää bei Helsinki), auch genannt Janne Sibelius, war ein finnischer Komponist am Übergang von der Spätromantik zur Moderne."***


Wilhelm Stenhammar

Auf der Vorderseite sehen wir ein Portrait von Stenhammar links davor eine mittelalterliche Steinkirche darüber, eine Festungsanlage darunter ein See mit einem Segelschiff als Symbol für die nationale Prägung in Stenhammars Werken.

Die Rückseite zeigt uns vertikal zwei übereinander liegende weibliche Akte im Fluß, darüber sehen wir ein Landschaftsbild als Symbol des Friedens und der Harmonie sowie mit dem verschmelzen Mensch - Natur.

"Carl Wilhelm Eugen Stenhammar (* 7. Februar 1871 in Stockholm; † 20. November 1927 ebenda) war ein schwedischer Komponist, Pianist und Dirigent.
Stenhammar ist stilistisch in der Spätromantik verwurzelt. Zunächst stand er ganz im Einfluss Anton Bruckners und Richard Wagners und schrieb ausladende, klang mächtige Werke voll gewaltigem Pathos.
Beeinflusst durch seine Freunde Jean Sibelius und Carl Nielsen begann er jedoch, an dieser Ästhetik zu zweifeln und wandte sich allmählich von der deutschen Musik ab.
Um 1910 bildeten sich Stenhammars neue Ideale heraus. Er war von nun an besonders um einen „nordischen“ Tonfall bemüht und wollte eine „klare und ehrliche“ Musik schreiben, die ohne reißerische Effekte auskommen sollte. Tatsächlich sind seine Werke von dieser Zeit an durch eine volkstümliche Melodik, die Verwendung von Kirchentonarten und eine gewisse herbe Einfachheit geprägt, sodass ein unverkennbar „skandinavischer“ Tonfall entsteht.
Gleichwohl zeugen seine Werke von hoher Kunstfertigkeit, was besonders in der ausgeprägten Polyphonie zum Ausdruck kommt.
Ein typisches Werk dieses neuen Stils ist die zweite Symphonie, die über weite Strecken den dorischen Modus dominieren lässt und deren Finale als Doppelfuge komponiert ist.
Am häufigsten gespielt wird allerdings die Serenade op. 31 für großes Orchester (ungewöhnlich für eine Serenade), die noch romantisch klang sinnlich ist."****


Der Künstler:


Ein herausragender Künstler in der Blütezeit der  Medaillenkunst der 1960er bis 1970er Jahre war der Finne Kauko Kalervo Räsänen (* 23. Februar 1926  † 10. September 2015 ).


In jener Zeit wuchs in Finnland und Schweden eine neue Generation von kreativen Köpfen wie Laila Pullinen,Eila Hiltunen,Heikki Häiväoja, Raimo Heino für Finnland aber auch Berndt Helleberg,Axel Wallenberg,Rune Karzon und  Elsie Dahlberg  in Schweden heran von denen  sich Räsänen mit einer neuen Methode der Medaillenprägung entscheidend abhob.

Die Werke von Räsänen zeichnen sich nicht nur durch eine neue Art des Modellierens, mit teils  mehrteilige Medaillen die passgenau ineinander versetzt, mit Erhebungen und Vertiefungen spielend ein Ganzes ergeben, sondern vor allem durch ihre vielschichtige Symbolik und ihre besondere plastische Gestaltung aus.

Dabei entsteht eine neue Ästhetik, die bis heute von ihrer Faszination nichts verloren hat.

Zudem greift Räsänen immer wieder politische und gesellschaftliche Themen auf und setzt sie wie kein Zweiter mit, auch heute noch sehr aktuelle Thematiken, um.

Dem Thema  Umweltschutz widmet er sich im Jahr 1972 zur Umweltschutzkonferenz in Stockholm und kreiert eine zweiteilige Medaille mit der er die Verletzlichkeit von Mutter Erde aufzeigt (UN-Umweltkonferenz in Stockholm im Jahr 1972 mit dem Titel  "ONLY ONE EARTH").

Im Jahre 1973 setzt er sich mit der Medaille zum Vietnamkrieg mit dem Thema Krieg auseinander " Look at a Person " und im Jahr 1975 kreierte er zum Internationalen Jahr der Frau eine ebenfalls dreiteilige Medaille " Internationales Frauenjahr 1975".

Immer wieder aktuelle Themen aufgreifend  wie bei  der Medaillenserie " Nobelpreis 1974 " bei der er in herausragender Weise die Nobelpreisträger und ihr Schaffen aus dem Jahr 1974 würdigt oder aber auch " Zehn Weltentdecker 1973 " bei denen er die Erforscher der Welt von Marco Polo bis Sven Hedin porträtierte zeigt Räsänen seine einzigartig künstlerische Begabung.

Daneben widmete er sich den bildenden Künsten und ehrt mit jeweils einer dreiteiligen Medaille sowohl Leonardo da Vinci "Gedenkmedaille zum Todestag 455. Todestag von Leonardo da Vinci 1974 " als auch Michelangelo " Gedenkmedaille auf Michelangelo 1977 "aber auch Musiker wie die" Medaillenserie auf 4 skandinavische Komponisten 1976" oder das "Kammermusikfestival in Kuhmo " im Jahr 1983 zeigen.

Zudem porträtierte er  im Laufe seines Schaffens immer wieder große Staatsmänner von " König Gustav VI. Adolf 1973"  -  "Carl Gustav Mannerheim 1977"  - "Urhu Kekkonen 1980 " bis zu " Lech Walesa 1981".

Es gäbe noch viel über Kauko Räsänen zu schreiben und vieles davon ist in dem Werkverzeichnis " Neue Wege in der Medaillenkunst " ( Hackl und Klose 2011 Staatliche Münzsammlung München) veröffentlicht.

Was mir zu schreiben bleibt  ist meine Bitte  " look at these men " schauen sie sich Kauko Räsänen an .
Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei.

And last but not least : Viele in diesem Text genannten Werke ( und die Werke vieler anderer skandinavischer Künstler ) finden Sie in meinem Angebot.



"Ladoga Karelien Räsänen wurde in Suistamo im Dorf Loimola geboren und studierte von 1946 bis 1950 an der Finnischen Akademie der Bildenden Künste.Er ist bekannt für Medaillen und großformatige, teils relief förmige Skulpturen.


Räsänen wurde 1963 mit der Pro-Finlandia-Medaille ausgezeichnet. Von 1979 bis 1984 arbeitete Räsänen als Künstlerprofessor.Räsänens Atelier in Souka, Espoo, ist zu einem Cluster von fünf Ateliers angewachsen, von denen aus Räumlichkeiten an junge Künstler vermietet werden.

Räsänen war zweimal verheiratet und zog zehn Kinder groß. Seine erste Frau, die Malerin Anna Räsänen, starb 1969. Im Jahr 2000 ließ er sich von seiner zweiten Frau, der Friseurin Kaija Räsänen, scheiden. 1986 erhielt Räsänen eine staatliche Künstlerpension. "Er starb 2015 im September im Alter von 89 Jahren." *



Zur Medaille:


Medaillen für nordische Kunst.HK 80-83
Herkunftsland: Finnland.

Metall:       Bronze.
Produziert: 2000 Serien
Exemplar Nr. 41 ( Erstabschlag )
Durchmesser:  ca. 45 mm.
Gewicht:         ca. 95 Gramm.

Künstler: Kauko Räsänen.

*Quelle:      
Edvard Grieg – Wikipedia
**Quelle:     Carl Nielsen (Komponist) – Wikipedia
***Quelle:   Jean Sibelius – Wikipedia
****Quelle:  Wilhelm Stenhammar – Wikipedia
***** Quelle: Kauko Räsänen – Wikipedia

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