Diese traditionelle ostkirchliche Holzikone aus der Zeit um 1900 entstammt dem balkanischen Raum, was durch die griechische Inschrift Η ΑΜΠΕΛΟΣ oben in der Mitte untermauert wird.
Das Motiv zeigt Jesus Christus als den Wahren Weinstock nach dem Johannesevangelium.
Im Zentrum der Komposition thront Christus mit aufgeschlagenem Evangelium und segnenden Armen direkt im Stamm der Pflanze, während in den umgebenden Ranken des Weinstocks die zwölf Apostel als Brustbilder dargestellt sind.
Die handwerkliche Ausführung erfolgte in Temperamalerei auf einer Holzplatte mit Vergoldung und einer markanten roten Randfassung.
Auf der Rückseite befinden sich zwei aufgesetzte Holz-Querleisten zur Stabilisierung gegen Verziehen sowie ein Metallaufhänger.
Der Erhaltungszustand ist deutlich gealtert und restaurierungsbedürftig, da das Werk markante Farbabplatzer, Fehlstellen in der Malschicht vor allem an den Apostelfiguren sowie sichtbare Bestoßungen an den Holzkanten aufweist (siehe Fotos).