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Antike / Römische Mythologie / Ludwig Preller / heinrich Jordan / Altertum / Jupiter / janus / Apollo / Minerva / Diana / Mars / Venus / Unterwelt / Alltagskultur / Römisches Reich / Altertum / Leder - angeboten wird die großformatige (21,5 x 15 cm), in zwei Bänden (hier in einem Buch) vollständige und in Halbleder gebundene Originalausgabe einer umfassenden Darstellung der römischen Mythologie aus den Jahren 1881 und 1883. Das Standardwerk des Altertumswissenschaftlers Ludwig Preller (1809-1861) erschien erstmals 1858 und liegt hier in der von Heinrich Jordan (1833-1886) bearbeiteten dritten Auflage vor. Preller beschreibt systematisch und philologisch fundiert die Götterwelt, Kulte und religiösen Vorstellungen des antiken Roms. Beleuchtet werden zunächst die frühen Epochen des römischen Glaubens (Faunus, Numa etc.), die stark von einer bäuerlichen Naturreligion und abstrakten Personifikationen geprägt waren. Preller untersucht weiterhin, wie Rom im Laufe der Jahrhunderte Einflüsse der Etrusker und Griechen übernahm und mit den eigenen Vorstellungen verschmolz. Zudem analysiert er, wie der sich daraus entwickelnde Götterglaube die Philosophie, das Staatswesen und das alltägliche Leben der Römer bestimmte.
Ludwig Preller: Römische
Mythologie [vollständig in 2 Bänden (hier in einem Buch)]. Dritte Auflage [bearbeitet]
von Heinrich Jordan. Berlin, Weidmann 1881 & 1883. XII, 455 & XI, 490
[1 Bl.] S. Goldgeprägtes Halbleder.
Ludwig Preller (15. September
1809 in Hamburg - 21. Juni 1861 in Weimar) war ein deutscher Altphilologe und
Altertumswissenschaftler. Nach dem Schulbesuch im Johanneum in Hamburg und dem
Katharineum zu Lübeck studierte Preller ab 1828 in Leipzig, Berlin und
Göttingen Philologie und anfänglich auch Theologie, unter anderem bei Gottfried
Hermann, August Boeckh und Karl Otfried Müller. 1832 wurde er bei Müller in
Göttingen mit einer Arbeit über Aischylos promoviert. Nach einer Zeit als
Privatlehrer in Hamburg war er ab 1833 Privatdozent an der Universität Kiel. 1838
erhielt Preller einen Lehrstuhl für Philologie an der Kaiserlichen Universität
Dorpat, von dem er 1843 aufgrund eines Konfliktes zwischen deutschen
Professoren und der russischen Regierung wieder zurücktrat. Er verbrachte
einige Zeit in Italien, bevor er 1844 nach Jena zog, wo er Vorlesungen hielt
und 1846 den Professorentitel erhielt. 1847 wurde er Leiter (Oberbibliothekar)
der Herzoglichen Bibliothek in Weimar, der jetzigen
Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek. 1852 unternahm er eine ausgedehnte Reise nach
Griechenland. Preller war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien und
Gesellschaften. Er schrieb mehrere Bücher über die Geschichte des Altertums und
trug darüber hinaus zu Grubers Allgemeiner Encyclopädie der Wissenschaften und
Künste und Paulys Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaft bei.
Seine Griechische Mythologie erschien in drei Auflagen, ihre echte Bedeutung
erlangte sie allerdings erst in der Bearbeitung von Carl Robert ab 1884. In
Weimar war er Mitglied der Freimaurerloge Anna Amalia zu den drei Rosen.
Heinrich „Henri“ Jordan (30. September 1833 in Berlin - 10. November 1886 in Königsberg) war ein
deutscher Philologe und Hochschullehrer, der aus einer Hugenottenfamilie
stammte, die nach ihrer Aufnahme durch den großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm
seit 1685 in Berlin lebte. Er studierte von 1852 bis 1854 an der Rheinischen
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und nach dem Tod des Vaters bis 1856 an der
Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin bei Moriz Haupt und Martin Hertz. Seine
Dissertation handelte von Marcus Porcius Catos Reden, die nur in Fragmenten
vorlagen. In Berlin wirkte er als Schulamtskandidat am Friedrichswerderschen
Gymnasium. Er beschäftigte sich weiterhin mit den Schriften, die zu Cato
vorlagen, und versuchte eine vollständige Sammlung der Bruchstücke zusammenzutragen.
Hierfür arbeitete er eng mit Haupt und Theodor Mommsen, aber auch mit
gleichaltrigen Studenten wie Emil Hübner, der später sein Schwager wurde,
Woldemar Ribbeck, Heinrich Degenkolb und Eduard Lübbert zusammen. Ostern 1861
habilitierte er sich mit einer Darstellung des literarischen Wirkens des Cato,
in dem er diesen als originellen, geist- und charaktervollen Mann darstellte,
der es geschafft habe, durch seine Persönlichkeit den Verfall der altrömischen
Sitten aufzuhalten. Vom Herbst 1861 bis Ostern 1863 hielt er sich in Italien
auf, wo er Rom besuchte. Dort sammelte er Materialien für die Scriptores
historiae Augustae, die er 1864 in zwei Bänden gemeinsam mit Franz Eyssenhardt
veröffentlichte, und wandte sich den Schriften Sallusts zu. Dazu ließ er sich
aus der Pariser Bibliothek den Codex Parisinus Sorbonicus N. 500 nach Berlin
übersenden und gab anschließend einen Essay Zur Kritik des Sallustius heraus. Er
wurde 1867 ordentlicher Professor der Klassischen Philologie an der
Albertus-Universität Königsberg. 1875/1876 war er Rektor der Albertina. Er
arbeitete eng mit Christian Hülsen und Rodolfo Lanciani zusammen. Er befasste
sich neben den antiquarischen Studien auch mit der Grammatik und den
Entwicklungsgesetzen der lateinischen Sprache. Er fasste seine Erkenntnisse in
dem Werk Kritische Beiträge zur Geschichte der lateinischen Sprache (Berlin
1879) zusammen. Er besuchte mehrfach Rom und verlegte seine Forschungsgebiete,
die anfänglich den Fragmenten von Texten gegolten hatten, auch auf andere
Themen. Sein Hauptwerk ist die 1870 bis 1885 in zwei Bänden erschienene
Topographie der Stadt Rom im Altertum, die unvollendet blieb. Seine letzte
Reise nach Rom unternahm er 1879, als er gemeinsam mit Franz Bücheler dorthin
entsandt wurde, um dem Instituto Archeologico zu dessen 50-jährigem Bestehen im
Namen der deutschen Universitäten die Glückwünsche der Gelehrtenwelt zu
überbringen. 1880 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Accademia
Nazionale dei Lincei gewählt; ab 1883 war er auswärtiges Mitglied.
ZUSTAND: Sehr
gutes, festes und sauberes Exemplar. Der ebenso stabile wie dekorative Einband
hat nur leichte Spuren der Zeit und ist nirgends defekt. Das Innenleben ist –
abgesehen von einem kleinen Namenszug auf dem Vorsatz und einem Stempel auf der
Rückseite des Titels des ersten Bandes - frei von Einträgen und auch ansonsten
in einem sauberen Zustand (Titel des ersten Teils an den Rändern schwach
gebräunt). Sehr attraktives Sammlerstück.
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