Plakatmaler.
Die Kino-Fassadenmalerei (in Berlin) zeigt Hans Albers und Marieluise Claudius in dem Bavaria Film „Peer Gynt“ von 1934.
Originaler Fotodruck von 1935.
Nach einer Originalaufnahme von Heinz von Perckhammer.
Auf dunkelgrauem Karton aufgezogen.
Größe 200 x 273 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sehr guter Zustand.
Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!
100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!!
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Geboren am 30.03.1895 in Meran/Südtirol, gestorben am 03.02.1965 in Meran. Es sind kaum schriftliche Unterlagen des Fotografen Heinz von Perckhammer erhalten, sein Leben und seine Arbeit ist nur aus dem in Privatbesitz erhaltenen fotografischen Nachlass nachvollziehbar. Heinz von Perckhammer wurde als Sohn von Hildebrand von Perckhammer (1855-1911) und Johanna Fiala geboren. Der Vater betrieb seit 1878 in dem aufstrebenden Kur- und Fremdenverkehrsort Meran ein Fotoatelier. Er hatte aus erster Ehe zwei Söhne und aus zweiter Ehe einen Sohn und eine Tochter. Als er im Dezember 1911 unerwartet früh starb, ließ seine Frau das Atelier auf. Heinz (Heinrich) wollte wohl erst nach München auf die Kunstakademie und jedenfalls keine fotografische Laufbahn einschlagen. 1913 findet er sich aber doch beim "K. und k. Matrosenkorps 7. Kompagnie" als Steuermatrose an Bord des kleinen Kreuzers "S.M.S. Kaiserin Elisabeth" auf dem Weg von Pola in den fernen Osten. Im August 1914 nimmt das österreichische Schiff an deutscher Seite am Kampf gegen Japan teil und wird letztlich von der eigenen Mannschaft versenkt. Heinz von Perckhammer war nach bisherigen Erkundungen mit einem Rest der Besatzung im Dienst des Marine-Detachement Tientsin und erst von 1917 bis 1919 in einem chinesischen Lager interniert. In dieser Zeit beginnt seine fotografische Laufbahn, er bleibt in China und kehrt erst 1927/28 nach Europa zurück. In den späten 1920er Jahren fotografierte er Frauen in Südchina und in den Bordellen von Macau. Die Akte sind die Antithese zur sozialen Umgebung dieser Frauen. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland, veröffentlichte er einige seiner Studien in der Zeitschrift „Voila“ (Nr.76, 1932). Seine Aktfotografien aus China und Macau wurden 1928 auch in dem Buch „Edle Nacktheit in China“ im Eigenbrödler-Verlag in Berlin veröffentlicht. Weitere Aktstudien fertigte er für die Buchreihe "Das Deutsche Aktwerk" an, die in mehreren Versionen vom Bruno Schultz Verlag in den Jahren 1938 bis 1940 veröffentlicht wurden. Auch Porträts und Werbebilder gehörten zu seinen Aufnahmebereichen. In Berlin finden seine Bilder großen Anklang. Er eröffnet sein "Photo-Art-Studio" am Kurfürstendamm und beliefert die Presse mit Bildern aus dem Gesellschaftsleben und dem Motorsport, sowie seinen Aktbildern. Im Krieg ist er als Kriegsberichterstatter tätig. Als sein Atelier 1942 ausgebombt wird, verlegt er seinen Lebensmittelpunkt wieder zunehmend in seine alte Heimat. Er eröffnet ein Atelier am Theaterplatz in Meran und veröffentlicht seine Aufnahmen vorwiegend als Ansichtskarten. Heinz von Perckhammer stirbt kurz vor seinem 70. Geburtstag am 03.02.1965 in Meran an einem Herzinfarkt. Bibliographie: Peking, Albertus Verlag, Berlin 1928. Edle Nacktheit in China, Eigenbrödler-Verlag/Berlin W 8, 1928. China und die Chinesen, G. Routledge and Sons, London 1931. Hans Philipp August Albers (* 22. September 1891 in Hamburg; † 24. Juli 1960 in Kempfenhausen bei Starnberg) war ein deutscher Schauspieler und Sänger. Biografie Hans Albers wurde als Sohn des Schlachtermeisters Philipp Albers (genannt „Schöner Wilhelm“) und dessen Frau Johanna in der Langen Reihe 71 im Hamburger Stadtteil St. Georg als jüngstes von sechs Kindern geboren. Er besuchte die Uhlenhorster Oberrealschule, wurde allerdings nach einem tätlichen Konflikt mit einem prügelnden Lehrer als Quartaner der Schule verwiesen. Ähnliches erlebte er in der St. Georgs-Realschule. Mehr Anerkennung fand Albers als begeisterter Jungsportler im Schwimmklub Alster. Er begann in der Folge eine Kaufmannslehre und war in einer Seidenfirma in Frankfurt am Main tätig. Seine Theaterkarriere begann er am dortigen Neuen Theater, anfangs mit mäßigem Erfolg. Er hatte ohne Wissen seines Vaters mit heimlicher finanzieller Unterstützung seiner Mutter privaten Schauspielunterricht genommen. In der Spielzeit 1912/13 debütierte er am Stadttheather Güstrow, meist in der Rolle des jugendlichen Liebhabers. Nachdem er 1915 zur Armee eingezogen worden war, wurde Hans Albers als Soldat im Ersten Weltkrieg an der Westfront schwer verwundet. Ihm drohte eine Beinamputation, die er – so die Erzählung – energisch ablehnte. Nach dem Ersten Weltkrieg Nach dem Ersten Weltkrieg spielte Albers an verschiedenen Berliner Theatern und an der Komischen Oper vor allem komische Rollen. Sein erster großer Erfolg war die Rolle des Kellners Gustav Tunichtgut im Stück Die Verbrecher von Ferdinand Bruckner. Sein Lehrer und Förderer war der jüdische Schauspieler Eugen Burg. Nach über hundert Stummfilmrollen spielte er 1929 im ersten deutschen Tonfilm Die Nacht gehört uns und kurz darauf an der Seite von Marlene Dietrich in Der blaue Engel. Die Rolle des Artisten Mazeppa in diesem Film war seine einzige Nebenrolle nach Einführung des Tonfilms. Sein Schauspielerkollege und damaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats des Tobis-Tonbild-Syndikats Emil Jannings hatte dafür gesorgt, dass entscheidende Szenen mit Albers aus der fertigen Fassung herausgeschnitten wurden. 1930 drehte er unter der Regie des späteren Präsidenten der Reichsfilmkammer, Carl Froelich, die Komödie Hans in allen Gassen. In den letzten Jahren der Weimarer Republik war Hans Albers neben sehr erfolgreichen Filmen wie Bomben auf Monte Carlo (1931) oder F.P.1 antwortet nicht (1932) erneut in großen Theaterrollen zu sehen, wie z.B. zusammen mit Fritz Kortner in Rivalen oder in Ferenc Molnárs Liliom. Letzteres wurde zu seiner Paraderolle, die er bis zur Absetzung des Stücks durch die N. (da Molnár Jude war) und dann wieder nach dem Zweiten Weltkrieg spielte; hier singt er das Rummelplatz-Ausruferlied Komm auf die Schaukel, Luise. Nach der M. durch die N. drängte man ihn zur Trennung von seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Hansi Burg, die die Tochter seines jüdischen Mentors Eugen Burg war. Nach einiger Zeit gab Albers nach und trennte sich offiziell von ihr, lebte jedoch weiter mit ihr am Starnberger See. Dort besaß er seit 1933 in Garatshausen bei Tutzing eine Villa mit einem 27.000 m² großen Grundstück. Albers drehte weiterhin erfolgreich Filme, wenngleich er bis 1945 nicht mehr ans Theater ging, um sich dem Einfluss der N. zu entziehen. Für Hansi Burg wurde Deutschland indes zu gefährlich. Albers wollte seine Lebensgefährtin in Sicherheit wissen und sorgte dafür, dass sie 1939 über die Schweiz nach England emigrierte. Sie kehrte 1946 nach Garatshausen zurück. Albers trennte sich von seiner zwischenzeitlichen Freundin und lebte bis zu seinem Tod 1960 mit Hansi Burg in Garatshausen bei Tutzing am Starnberger See. Albers blieb Zeit seines Lebens ledig. 1943 hatte der zum 25-jährigen Jubiläum der Universum Film (UFA) mit großem Aufwand produzierte Farbfilm Münchhausen einen außergewöhnlichen Publikumserfolg. Zu den N. hatte Hans Albers einerseits ein sehr distanziertes Verhältnis: er zeigte sich nie an der Seite hochrangiger N.-Funktionäre und verzichtete auf die Entgegennahme eines Schauspielpreises aus der Hand von J. G.. Dennoch war er bei G. als Publikumsmagnet sehr geschätzt und konnte daher sehr hohe Gagen fordern und erhalten. Andererseits beteiligte er sich 1941 an einem N.-P.film über den brutalen Afrikakolonialisten Carl Peters, indem er die Hauptrolle und sogar die Produktion übernahm. Weitere Propagandafilme unter Mitwirkung von Hans Albers waren Flüchtlinge (1933) und Henker, Frauen und Soldaten (1935). 1943 drehte er gemeinsam mit Ilse Werner unter der Regie Helmut Käutners den Farbfilm Große Freiheit Nr. 7. Die Dreharbeiten mussten wegen der Bombenangriffe auf Potsdam (Babelsberg) und Berlin, wo die Dreharbeiten begonnen hatten, in Prag fortgesetzt werden. Der Film wurde jedoch wegen seiner düsteren Stimmung – abgesehen von seiner Ur- und weiteren Aufführungen in Prag – erst nach Kriegsende öffentlich vorgeführt. Die deutsche Uraufführung im September 1945 in Berlin war die erste Filmpremiere nach dem Zweiten Weltkrieg. Kurz vor Kriegsende begannen die Dreharbeiten zu Shiva und die Galgenblume, einem Kriminalfilm in Farbe, der nicht mehr fertiggestellt werden konnte. Unter der Regie des Regisseurs Hans Steinhoff wurde in Prag gedreht. Aufstände und das Heranrücken der Roten Armee führten zum Abbruch der Dreharbeiten und zur Flucht von Stab und Schauspielern in Richtung Westen. Hans Steinhoff kam dabei ums Leben. Nach dem Zweiten Weltkrieg Albers' erste Produktion nach Kriegsende war der 1947 gedrehte und in Berlin spielende Film … und über uns der Himmel, der ihn als Kriegsheimkehrer zeigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Albers seine Filmkarriere fortsetzen, unter anderem in dem sehr erfolgreichen Streifen Auf der Reeperbahn nachts um halb eins mit Heinz Rühmann. Ein Höhepunkt seines Filmschaffens in den 50er Jahren war die 1956 gedrehte Literaturverfilmung Vor Sonnenuntergang nach Gerhart Hauptmann mit Annemarie Düringer und Claus Biederstaedt an seiner Seite. Es folgten Filme wie Der tolle Bomberg oder Das Herz von St. Pauli. Auch mit seinen Liedern hatte er großen Erfolg. In ihnen stellte er sich schon seit 1932 als Haudegen (Flieger, grüß mir die Sonne), als Seemann (Der Wind und das Meer) und als Kavalier (Komm auf die Schaukel, Luise) dar. Ein großes Problem in den 1950er Jahren war seine Alkoholkrankheit, die er stets zu verschleiern wusste. 1957 spielte er im Staatstheater am Gärtnerplatz in München den alten Karl Knie in der Musical-Version des Seiltänzerstücks Katharina Knie von Carl Zuckmayer. Mit dieser Rolle verabschiedete er sich von der Bühne. 1958, zwei Jahre vor seinem Tod, war Hans Albers noch in drei Filmen zu sehen: Der Greifer (ein Kriminalfilm), Der Mann im Strom (eine Literaturverfilmung nach Siegfried Lenz) und 13 kleine Esel und der Sonnenhof. Sein letzter Film Kein Engel ist so rein kam 1960 in die Kinos. Er schließt mit dem von Hans Albers gesprochenen Satz: „Das ist das Ende“. Tod [Bearbeiten] Im Alter von 68 Jahren brach Hans Albers während einer Theateraufführung mit schweren inneren Blutungen zusammen und starb drei Monate später am 24. Juli 1960 in einem Sanatorium in Kempfenhausen am Starnberger See. Er wurde eingeäschert und die Urne auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in seiner Geburtsstadt Hamburg beigesetzt. Sonstiges Kaum jemand wusste, dass die berühmten blonden Haare von Hans Albers nicht echt waren. Über Jahrzehnte hinweg trug er in der Öffentlichkeit stets ein Toupet. Um ein wenig jünger zu wirken, behauptete Hans Albers in späteren Jahren gerne, er sei nicht 1891, sondern 1892 geboren. Hans Albers erwarb 1951 einen dunklen Cadillac Typ 62 (5,4-Liter-V8-Motor, 165 PS), der im Automobilmuseum von Fritz B. Busch in Wolfegg ausgestellt ist. Kurz vor seinem Tod ließ er sich von seinem Chauffeur Paul Schraml in dem Wagen noch einmal um den Starnberger See fahren. „Ich glaube, das war meine letzte Ausfahrt“, sagte er danach. Auszeichnungen Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1956 wurde Albers mit dem Goldenen Bären (Bester Darsteller) für Vor Sonnenuntergang ausgezeichnet. Am 23. Juni 1960, einen Monat vor seinem Tode, erhielt Albers das große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland aus der Hand von Bundespräsident Heinrich Lübke. Nahe der Hamburger Reeperbahn gibt es einen Hans-Albers-Platz und gleich daneben die Hans-Albers-Klause, eine bekannte Kiez-Kneipe. Filmografie Stummfilme 1915: Jahreszeiten des Lebens, (Regie:) Franz Hofer 1917: Die Tochter der Gräfin Stachowska, Otto Rippert 1918: Der Mut zur Sünde; Heinrich Bolten-Baeckers, Robert Leffler 1918: Liebe und Leben, Walter Schmidthässler 1918: Leuchtende Punkte, Georg Alexander 1918: Halkas Gelöbnis, Alfred Halm 1918: Der Fluch des Nuri / Das Lied der Nisami, Carl Boese 1919: Aus eines Mannes Mädchenjahren; Karl Grune, Paul Legband 1920: Das Grand Hotel Babylon, Ewald André Dupont 1920: Die 999. Nacht, Fred Sauer 1922: Der böse Geist Lumpaci Vagabundus, Carl Wilhelm 1922: Menschenopfer, Carl Wilhelm 1922: Der falsche Dimitri, Hans Steinhoff 1923: Irene d'Or; Karl Sander, Friedrich Zelnik 1923: Fräulein Raffke, Richard Eichberg 1923: Inge Larsen, Hans Steinhoff 1924: Das Testament des Joe Sivers / Ive Sievers, Conrad Wiene 1925: Ein Sommernachtstraum, Hans Neumann 1925: Der König und das kleine Mädchen, Nunzio Malasomma 1925: Vorderhaus und Hinterhaus; Richard Oswald, Carl Wilhelm 1925: Das Mädchen mit der Protektion, Max Mack 1926: Es blasen die Trompeten / Husarenliebe, Carl Boese 1926: Die Gesunkenen; Rudolf Walther-Fein, Rudolf Dworsky 1926: Der Mann aus dem Jenseits, Manfred Noa 1926: An der schönen blauen Donau, Friedrich Zelnik 1926: Nur eine Tänzerin (Bara en danserska), Olof Molander 1926: Die Warenhausprinzessin, Heinz Paul 1926: Die versunkene Flotte, Manfred Noa 1927: En perfekt gentleman; Vilhelm Bryde, Gösta Ekman 1927: Die Frau, die nicht nein sagen kann; Fred Sauer 1927: Eine Dubarry von heute, Alexander Korda 1927: Die Villa im Tiergarten, Franz Osten 1927: Primanerliebe, Robert Land 1927: Üb' immer Treu' und Redlichkeit, Reinhold Schünzel 1927: Der goldene Abgrund / Schiffbrüchige des Lebens, Mario Bonnard 1928: Frauenarzt Dr. Schäfer; Jacob Fleck, Luise Fleck 1928: Herr Meister und Frau Meisterin, Alfred Theodor Mann 1928: Saxophon-Susi, Karel Lamač 1928: Weib in Flammen, Max Reichmann 1929: Der rote Kreis, Friedrich Zelnik 1929: Asphalt Joe May 1929: Mascottchen, Felix Basch 1929: Vererbte Triebe: Der Kampf ums neue Geschlecht / Erbsünde, Gustav Ucicky 1929: Drei machen ihr Glück / Teure Heimat, Carl Wilhelm Tonfilme bis 1945 1929: Die Nacht gehört uns; Carl Froelich, Henry Roussel 1930: Der blaue Engel, Josef von Sternberg 1930: Der Greifer, Richard Eichberg 1930: Hans in allen Gassen, Carl Froelich 1931: Drei Tage Liebe, Heinz Hilpert 1931: Bomben auf Monte Carlo, Hanns Schwarz 1931: Der Draufgänger, Richard Eichberg 1932: Der weiße Dämon / Das Rauschgift, Kurt Gerron 1932: Der Sieger; Hans Hinrich, Paul Martin 1932: Monte Carlo Madness, Hanns Schwarz (englische Version von Bomben auf Monte Carlo) 1932: Quick, Robert Siodmak 1932: F.P.1 antwortet nicht, Karl Hartl 1933: Heut kommt's drauf an, Kurt Gerron 1933: Ein gewisser Herr Gran, Gerhard Lamprecht 1933: Flüchtlinge, Gustav Ucicky 1934: Gold, Karl Hartl 1934: Peer Gynt, Fritz Wendhausen 1935: Henker, Frauen und Soldaten, Johannes Meyer 1935: Varieté, Nicolas Farkas 1936: Unter heißem Himmel, Gustav Ucicky 1936: Savoy-Hotel 217, Gustav Ucicky 1937: Die gelbe Flagge, Gerhard Lamprecht 1937: Der Mann, der Sherlock Holmes war, Karl Hartl 1938: Fahrendes Volk, Jacques Feyder 1938: Sergeant Berry, Herbert Selpin 1939: Wasser für Canitoga, Herbert Selpin 1939: Ein Mann auf Abwegen, Herbert Selpin 1940: Trenck, der Pandur, Herbert Selpin 1941: Carl Peters, Herbert Selpin 1943: Münchhausen, Josef von Báky 1944: Große Freiheit Nr. 7, Helmut Käutner 1945: Shiva und die Galgenblume, Hans Steinhoff (1945 unvollendet, 1992 von Hans Georg Andres und Michaela Krützen fertiggestellt) Nachkriegsfilme Der Greifer, Filmplakat (1958) von Helmuth Ellgaard 1947: …und über uns der Himmel, Josef von Báky 1950: Föhn / Sturm in der Ostwand, Rolf Hansen 1950: Vom Teufel gejagt, Viktor Tourjansky 1951: Blaubart, Christian-Jaque 1952: Nachts auf den Straßen, Rudolf Jugert 1953: Jonny rettet Nebrador, Rudolf Jugert 1953: Käpt'n Bay-Bay, Helmut Käutner 1954: An jedem Finger zehn, Erik Ode 1954: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, Wolfgang Liebeneiner 1955: Der letzte Mann, Harald Braun 1956: Vor Sonnenuntergang, Gottfried Reinhardt 1957: Die Verlobten des Todes (I fidanzati della morte), Romolo Marcellini 1957: Der tolle Bomberg, Rolf Thiele 1957: Das Herz von St. Pauli, Eugen York 1958: Der Greifer, Eugen York 1958: Der Mann im Strom, Eugen York 1958: 13 kleine Esel und der Sonnenhof, Hans Deppe 1960: Kein Engel ist so rein, Wolfgang Becker Schallplattenaufnahmen 1959 Es ist egal Trippel, trippel, trapp (aus dem musikalischen Bühnenstück Katharina Knie) Mein Junge, halt' die Füße still (aus dem Film 13 alte Esel) 1958 Ja, das Leben (aus dem Film Das Herz von St. Pauli) 1957 Der Mensch muß eine Heimat haben (aus dem musikalischen Bühnenstück Katharina Knie) Das Herz von St. Pauli (aus dem gleichnamigen Film) Das letzte Hemd (aus dem Film Das Herz von St. Pauli) Weine nicht (aus dem Film Das Herz von St. Pauli) 1956 Zwischen Hamburg und Haiti 1954 In einer Sternennacht am Hafen (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins) Einmal noch nach Bombay (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins) 1953 La Paloma Käpt'n Bay-Bay aus Shanghai (aus dem Film Käpt'n Bay-Bay) 1952 In jedem Hafen gibt's den Blauen Peter (Tango), 11. Juni In Hamburg an der Elbe (Seemanns-Choral, Lied und Marsch), 11. Juni Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (aus dem gleichnamigen Film) O Signorina-rina-rina (aus dem Film Käpt'n Bay-Bay) Kleine weiße Möwe (aus dem Film Käpt'n Bay-Bay) Komm' auf die Schaukel, Luise (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins) Kleine Möve, flieg nach Helgoland (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins) Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise (Text: Fritz Graßhoff, aus dem Film Käpt'n Bay-Bay) 1951 Kleine Nordseeschwalbe (mit den Geschwistern Burgstaller) Kokosnüsse und Bananen (Foxlied) Kapitän hieß Jack (Marschfox) 1950 Bohemien (langsamer Walzer), Dezember Föhn (Lied aus dem gleichnamigen Film), Dezember Rummelplatz (Walzerlied), Oktober Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (Walzerlied, rare Version), Juni La Paloma (rare Version), Juni Das gibt es nur in Texas (Deep In The Heart Of Texas, mit Evelyn Künneke) In Arizona und Arkansas (Foxtrott und Duett mit Evelyn Künneke) Sag, wie heißt du (Seemannslied und Slowfox) Ich kam aus Alabama (Oh, Susanna, aus dem Film Rivalen) Der Wind und das Meer Hafenlied (Beguine) Wenn du mein Schatz wärst (aus der Operette 3x Georges) Ich frag' nicht, ob du Geld hast (aus der Operette Hopsa) Das Lied vom Nigger Jim (aus der Operette Hopsa) Das Lied vom Kolumbus (aus der Operette Hopsa) Nic ist braun wie eine Kaffeebohne (Marschfox mit den Geschwistern Burgstaller) Fünf kleine Affen (mit dem Trio Fitzett) Mein Onkel hat Plantagen Lieder und Schlager mit Hans Albers auf Emi Electrola 1947 Sehnsuchtsmusik (Lied der Ferne), 4. Dezember Lied der Flüchtlinge, 28. Mai Goodbye Johnny (aus dem Film Wasser für Canitoga), 28. Mai Hein Mück (aus Bremerhaven), 23. April Zwischen Hamburg und Haiti (aus dem gleichnamigen Film), 23. April Und über uns der Himmel (aus dem gleichnamigen Film) 1944 La Paloma (aus dem Film Große Freiheit Nr. 7), 19. Dezember Beim ersten Mal, da tut's noch weh (aus dem Film Große Freiheit Nr. 7), 19. Dezember Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (aus dem Film Große Freiheit Nr. 7) 1939 Good bye, Jonny (aus dem Film Wasser für Canitoga) 1937 Jawohl, meine Herr’n (aus dem Film Der Mann, der Sherlock Holmes war), 2. Juli Ich hab' eine kleine Philosophie, 2. Juli 1936 Unter heißem Himmel (aus dem gleichnamigen Film), 15. Dezember Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, 1. April In meinem Herzen, Schatz, da ist für viele Platz (aus dem Film Savoy-Hotel 217), 1. April Und über uns der Himmel (aus dem gleichnamigen Film), 1. April (Der gleichnamige Film wurde jedoch erst 1947 produziert) 1934 Nun muß ich fort, ade, mein Kind (aus dem Film Peer Gynt), 13. Dezember Ases Tod (aus dem Film Peer Gynt), 13. Dezember 1933 Hans im Glück (Potpourri der beliebtesten Albers-Film- und Bühnenschlager), 4. März Mein Gorilla hat 'ne Villa im Zoo (aus dem Film Heut kommt's darauf an), 13. Februar Immer, wenn ich glücklich bin (aus dem Film Heut kommt's darauf an), 13. Februar Ich bin der Hans im Glück (aus dem Film Heut kommt's drauf an), 9. Februar In 24 Stunden (aus dem Film Heut kommt's darauf an), 9. Februar 1932 Gnädige Frau, komm' und spiel' mit mir (aus dem Film Quick), 11. August Flieger, grüß mir die Sonne (aus dem Film F.P.1 antwortet nicht), 7. Juli Ganz dahinten, wo der Leuchtturm steht (aus dem Film F.P.1 antwortet nicht), 7. Juli Ich kam aus Alabama (Oh, Susanna, aus dem Film Rivalen), 13. Februar Hoppla, jetzt komm' ich (Erfolgssong aus dem Film Der Sieger), 9. Februar Komm' auf die Schaukel, Luise (aus dem Bühnenstück Liliom), 9. Februar Das ist die Liebe der Matrosen (aus dem Film Bomben auf Monte Carlo) In Hamburg an der Elbe (Seemannschoral) Kind, du brauchst nicht weinen (aus dem Film Der Draufgänger), 23. November Ich will Sie küssen, wenn Sie es verlangen Hamburger Kedelklopper (nach der Melodie von Der Stiefelputzer) Fast alle von Albers eingespielten Schlager entstammen den Soundtracks seiner Filme; insbesondere die Musik zu Große Freiheit Nr. 7 (1943/1944), Wasser für Canitoga (1939) und F.P.1 antwortet nicht (1932) verhalf ihm zu Popularität als Sänger. Albers' größter musikalischer Erfolg war seine für Große Freiheit Nr. 7 aufgenommene, mit einem deutschsprachigen Text von Helmut Käutner versehene Version des alten südamerikanischen Liedes La Paloma. Peer Gynt ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1934, frei nach der gleichnamigen Vorlage von Henrik Ibsen aus dem Jahre 1867. Unter der Regie von Fritz Wendhausen spielte Hans Albers die Titelrolle. Handlung Peer ist ein junger, kraftvoller, norwegischer Bauernbursche und Frauenheld, oftmals übermütig und voller Flausen im Kopf. Eines Tages begegnet er auf einer Hochzeitsfeier Solveig. Das junge Mädchen ist genau das Gegenteil von ihm: leise, zurückhaltend und sanftmütig. Gegensätze ziehen sich an, und der junge Tunichtgut, der den väterlichen Hof verfallen lässt, ist sofort für Solveig entflammt. Als eines Tages Peers Mutter Aase in seinen Armen stirbt, ist Solveig an seiner Seite und tröstet ihn. Doch nun hält ihn nichts mehr an diesem abgeschiedenen, einsamen Ort. Die Gelegenheit, endlich der bäuerlichen Enge zu entfliehen und die weite Welt kennenzulernen, ist jetzt da: Peer Gynt zieht es nach Amerika, schon immer sein Traum. Selbst die Zuneigung Solveigs kann ihn nicht zurückhalten. Doch die treue Seele lässt Peer ziehen und verspricht, auf ihn zu warten. Wenig später hat Gynt ein Schiff gefunden, das ihn als Jungmatrosen aufzunehmen bereit ist. Besitzerin ist die vornehme Baronin Agga, die mit ihrem Begleiter Parker einen Schatz heben will. Keinem Abenteuer abgeneigt, umgarnt Peer die Baronin und taucht bald selbst nach dem Schatz. Zum Missvergnügen Parkers wird Peer Gynt bald als dritter Geschäftspartner aufgenommen. Die Baronin ermöglicht ihm damit nicht nur Macht und Geld, sondern führt ihn auch bald in die so genannten „besseren Kreise“ ein. Wenig später besitzt der norwegische Parvenu seine eigene Peer-Gynt-Company und eine Reihe von Schiffen, die Waren über die sieben Weltmeere befördern. Der Zeitpunkt ist gekommen, dass Peer Gynt sich seiner zunehmend als lästig empfundenen, beiden Partner entledigt. Peer Gynts Charakter beginnt sich zu ändern; das Streben nach Geld, Ruhm und Macht bestimmt sein Handeln. Und noch immer kann er es nicht lassen, jedem Frauenrock hinterherzurennen. Affären bestimmen sein Privatleben, während er bald auch in anderen Wirtschaftsfeldern aktiv wird: so lässt er beispielsweise in Afrika nach Kupfer graben und gründet ganze Städte. Einen seinen Besitz bedrohenden Araber-Aufstand schlägt er dort eigenhändig nieder. Bald kontrolliert er wirtschaftlich weite Teile des schwarzen Kontinents. Erst nachdem Peer Gynt einem im Sandsturm dem Tode geweihten Arabermädchen namens Anitra das Leben rettet, kommt er zur Besinnung. Wirkliche Gefühle, die seit seinem Abschied von Solveig verschüttet waren, werden freigelegt. Dies bemerkt Peer spätestens dann, als während einer ihm zu Ehren abgehaltenen Feier sein Haus von wütenden Einheimischen, die weder Araber noch ein arabisches Mädchen mögen, zerstört wird. Dann entführen die Vandalen auch noch Anitra. Unmittelbar zuvor hatte Peer Gynt eine Entscheidung getroffen, die eine totale Kehrtwende in seinem Leben bedeuten sollte: er wollte angesichts einer weitgreifenden Erkenntnis – „Ich habe die Welt erobert und mich dabei verloren“ – all seine Habe an seine Mitarbeiter verschenken. Nun steht er mit nichts da – aber gänzlich anders als geplant. Um seine neue Liebe zu retten, irrt Peer nachts durch die Wüste, immer auf der Suche nach Anitra. Er verirrt sich und wird ausgeraubt. Abgerissen und am Boden, erreicht er schließlich eine Hafenkneipe. Dort begegnet er Matrosen aus seiner Heimat, und Peer wird klar, dass ihn hier, in Afrika, nichts mehr hält. Die Seeleute nehmen ihn mit auf ihr Schiff – Ziel: Norwegen. Als Gynt auf den elterlichen Hof heimkehrt, ist er alt und müde geworden, ein gebrochener Mann. Doch wider Erwarten ist der Hof nicht völlig verkommen – die Äcker sind bestellt, das Haus in Schuss gebracht. Davor sitzt eine Frau: es ist Solveig. Sie erkennt ihn sofort. Wie einst versprochen, hat sie auf ihn gewartet. Erst jetzt weiß Peer Gynt wahres Glück und Treue und die unbedingte Liebe zur heimatlichen Scholle wirklich zu schätzen. Produktionsnotizen Bei Peer Gynt handelt es sich um einen besonders in Deutschland beliebten, literarischen Stoff. Die Nationalsozialisten forcierten schon aus rassisch-ideologischen Gründen ihre große Zuneigung zu „nordischen“ Stoffen und verfilmten bis kurz vor Kriegsende (Harald Brauns Nora-Verfilmung von 1943) eine Reihe von weiteren Ibsen-Vorlagen. Nach Victor Barnowskys zweiteiligem Peer Gynt-Stummfilm von 1918 war dies bereits die zweite deutsche Gynt-Adaption. Zuvor hatte es lediglich eine (US-amerikanische) Verfilmung aus dem Jahre 1915 gegeben. Peer Gynt wurde ab der zweiten Augusthälfte bis Anfang November 1934 gedreht. Die Außenaufnahmen entstanden im norwegischen Gudbrandstal sowie in Kairo, London und im Hamburger Hafen. Die Uraufführung war am 7. Dezember 1934 in Berlin. In Wien lief der Film am 20. Dezember 1934 in den Kinos an. Bis zum Januar 1936 konnte man Peer Gynt auch noch in Finnland, Frankreich, der Türkei und in Dänemark sehen. Die Produktionsleitung hatte Adolf Essek. Hermann Warm und Karl Vollbrecht schufen die Filmbauten. Günther Anders diente als einfacher Kameramann dem Chefkameramann Carl Hoffmann, Heinz Ritter war Standfotograf. Wilhelm Sperber war einer von zwei Aufnahmeleitern. Bei der im deutschen Film auf Exotinnen festgelegten, dunkelhäutigen Zehra Achmed, die im afrikanischen Filmabschnitt auftrat, handelte es sich um eine schauspielernde Tänzerin. Die Rolle der Tatjana wurde extra für die österreichische Sängerin Lizzi Waldmüller hineingeschrieben. Für Richard Révy war die Rolle des Gunarson der letzte Filmauftritt in Hitler-Deutschland; anschließend emigrierte er in die USA. Der Film erhielt das Prädikat „künstlerisch wertvoll“. Kritiken Die Reaktionen auf diese ambitionierte Literaturverfilmung waren überaus geteilt. Nachfolgend einige Beispiele: In der Österreichischen Film-Zeitung vom 22. Dezember 1934 heißt es auf Seite 3: Hans Albers habe „Gelegenheit zur Gestaltung einer ganz außerordentlich wirksamen Rolle gefunden, die seine schauspielerischen Fähigkeiten zu vielfacher Geltung bringt. Ob er jetzt den jungen Peer Gynt als übermütigen, lebensfrohen, prahlerischen Bauernjungen spielt, der sich in die weite Welt hinaussehnt, oder später Peer Gynt als Wirtschaftsdiktator und vollendeten Weltmann, und endlich den heimkehrenden weltmüden, gealterten Mann, der zu spät erkennt, wo das Glück auf ihn wartete – Hans Albers wird seine zahlreichen Anhänger in keiner Phase dieser Rolle enttäuschen. (…) Dr. Fritz Wendhausen hat den Film sehr wirkungsvoll, bunt und abwechslungsreich inszeniert, dessen prachtvoll photographierte Aufnahmen von der Musik Griegs begleitet sind.“ Die Wiener Zeitung vom 23. Dezember 1934 verriss diesen Versuch, Dichtung und Zelluloid künstlerisch miteinander zu vereinen: „Angesichts dieser grausamen Verstümmelung ist ein gerechtes Verhalten schwer. (…) Hätte doch wenigstens einmal, nur einmal in einer Szene ein Hauch aus den Gefilden der Dichtung herübergeweht. In dem Takt einer bewußten Bescheidung einem kaum zu bewältigenden Original gegenüber, hätte sich eine Form finden können, die, nach den Gesetzen ihrer Möglichkeiten, geziemend verfährt. Aber da ist der Leerwahn der Branche, der von jenem Erhabenen der Größe nur die ausschweifende Phantasie abzulesen vermag, und nun einfach meint, es genüge die sprunghafte Raumweite des Films, um das wechselnde Glück Peer Gynts schauplatzmäßig vorzuführen. Der Schauspieler, gehetzt vom Objekt, verlischt ganz als Person. Oder ist, wie in unserem Fall, in der laufenden Illustration nur eine immer wiederkehrende Photographie, bald nah, bald fern.“ Oskar Kalbus’ Vom Werden deutscher Filmkunst stellte in seiner im Dritten Reich abgegebenen Wertung die aus rassisch-ideologischen Gründen konstatierte Nähe zu diesem „nordischen“ Stoff heraus und kam zu unterschiedlichen Bewertungen einzelner Abschnitte dieses Gynt-Filmes: „Pulsiert dieses nordische Blut auch in dem Film „Peer Gynt“? Nicht im ganzen Film! Und deswegen fällt auch das Filmwerk in mehrere Teile auseinander: Der erste Teil, Peer Gynts Sehnsucht nach der Welt in der engen und ärmlichen Hütte der Mutter und auf den umliegenden Bergen, Wiesen und Flüssen, atmet die nordische Phantastik Ibsens, vielleicht auch noch der Schluß des Films, die Heimkehr Peer Gynts zur Solveig und zur Heimat. Alles andere ist so ibsenfremd, dass von der ursprünglichen Peer-Gynt-Gestalt nicht mehr viel übrig bleibt. Der zweite Teil, Peer Gynts Kampf um Geld und Macht, zeigt einen neuen „Peter Voß, der Millionendieb“ vom Stile des „Hoppla, jetzt komm‘ ich!“ und ist deshalb weit entfernt von ernster, tiefer Kunst; auch der afrikanische Teil, der die Resignation bringt, ist schwach und blaß, wie allerdings auch schon im Originalwerk. (…) So ist Hans Albers auch nur im ersten Teil und am Schluß des Films herrlich und überwältigend, so gut wie wohl noch nie, über sich selbst hinausgewachsen. Ein Prachtkerl sein junger Gynt, urwüchsig in seiner Kraft und in seinem Humor, und als Schiffbrüchiger des Lebens eindringlich und unvergeßlich, wie auch die Kunst der Lucie Höflich in ihrer berühmten Sterbeszene (Ases Tod). (…) Mag man auch dem Unterfangen, Ibsens gewaltigen nordischen Faust im Film wiederzugeben, mit tausend Vorbehalten gegenüberstehen, so bleiben doch immer weite Strecken des Filmwerkes eine Meisterleistung, und zwar in erster Linie des Schauspielers Hans Albers und des Regisseurs Dr. Fritz Wendhausen.“ – Vom Werden deutscher Filmkunst 2. Teil: Der Tonfilm. Berlin 1935. S. 116 f. Bogusław Drewniak analysierte die im Dritten Reich forcierte Vorliebe für skandinavische Autoren anhand des Gynt-Films aus der Nachkriegssicht: „In Deutschland herrschte traditionell großes Interesse an skandinavischer Literatur. Mit Recht beanspruchte Deutschland, zur Weltgeltung der skandinavischen Literatur entscheidend beigetragen zu haben. Im Zeichen der „Blutsgemeinschaft“ suchte das Dritte Reich dieses Faktum für seine politischen und rassischen Ziele auszunutzen. So. galt z.B. Henrik Ibsen als ein „Künder der nordischen Seele“ und „Verherrlicher des Führer-Ideals“. Ibsen-Verfilmungen gab es zur Zeit des Dritten Reiches fünf: eine Rekordzahl. Ibsens besonders hoch geschätztes Drama „Peer Gynt“ – in Deutschland nicht selten mit Faust verglichen – erlangte damals auch dadurch einen besonderen Platz, weil einer der Übersetzer, Dietrich Eckart, Hitlers einziger intimer Freund gewesen war. Nicht selten gerieten „Peer Gynt“-Aufführungen zu einer direkten NS-Propagandaveranstaltung. Die im Grunde undramatische Struktur dieses im Epischen wurzelnden Gedichtes und die Fülle seiner kurzen Einzelbilder den Gesetzen des Films (ähnlich war es im Theater) gefügig zu machen, verlangte nicht nur starke Impulse vom Darstellerischen und der Regie her, sondern ein filmisch gut gestaltetes Drehbuch. […] Die Kritik (…) war geteilt in ihren Äußerungen, das Publikum eher zurückhaltend.“ – Der deutsche Film 1938–1945 Ein Gesamtüberblick. Düsseldorf 1987, S. 563 f. Das Lexikon des Internationalen Films befand kurz und knapp: …nur ein klischeehaft blasser Abenteuerfilm. Film Titel Peer Gynt Produktionsland Deutschland Originalsprache Deutsch Erscheinungsjahr 1934 Länge 113 Minuten Altersfreigabe FSK 12 Produktions¬unternehmen Bavaria Film Stab Regie Fritz Wendhausen Drehbuch Josef Stolzing-Czerny Richard Billinger Fritz Reck-Malleczewen nach dem gleichnamigen Drama von Henrik Ibsen Produktion Guido Bagier Musik Giuseppe Becce unter Verwendung von Motiven Edvard Griegs Kamera Carl Hoffmann Schnitt Carl Otto Bartning Ella Ensink Besetzung Hans Albers: Peer Gynt Lucie Höflich: Aase, Peers Mutter Marieluise Claudius: Solveig Ellen Frank: Ingrid Olga Tschechowa: Baronin Agga Lizzi Waldmüller: Tatjana Zehra Achmed: Anitra Richard Révy: Gunarson Hans Schultze: Aslak, der Schmied F. W. Schröder-Schrom: Solveigs Vater Leopoldine Sangora: Solveigs Mutter Friedrich Kayßler: Kinsley Otto Wernicke: Parker Fritz Odemar: Silvan Fred Döderlein: Mats Moen Minna Höcker-Behrens: Frau Rink Philipp Veit: Landstreicher Magda Lena: Bäuerin Willem Holsboer: John Bless Armand Zaepfel: Kapitän O. E. Hasse: Steuermann Viktor Bell: Ben, der Diener Emilie Kurz: alte Frau bei Aase Elise Aulinger: Ingrids Mutter Max Bayrhammer: Bankdirektor Cornelius Booth: Journalist Walter Gross: Journalist Wolfgang Fritsch: Waldaufseher Kurt Hagen: Maharadscha Ferdinand Marian: Scheich Willy Rösner: Wirt Ludwig Schmitz: Juwelier Walter Schuller: Rennbahnbesucher Alfons Teuber: Schiffsjunge Marieluise Claudius (* 6. Januar 1912 in Meiningen; † 1. August 1941 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin. Leben Marieluise Claudius war die Tochter des Hofschauspielers, Regisseurs, Produzenten und Filmfirmenmanagers Erich Claudius und der Schauspielerin Lisbeth Reschke (1887–1971). Bereits in ihrer Kindheit stand sie mehrmals auf der Bühne des Meininger Theaters. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1932 in Düsseldorf unter Walter Bruno Iltz. Ihr Filmdebüt gab sie als Abiturientin in dem tendenziösen Zeitstück Reifende Jugend. Man sah sie unter anderem als Preußenprinzessin Wilhelmine in Der alte und der junge König und als polnische Mätresse von August dem Starken in dem gleichnamigen Film. Zweimal, in Peer Gynt und in Der Mann, der Sherlock Holmes war, war sie Partnerin von Hans Albers. Schon im Alter von 29 Jahren starb Claudius an einer Herzmuskelschwäche und wurde auf dem Neuen Friedhof Wannsee in Berlin beigesetzt. Das Grab ist nicht mehr auffindbar. Filmografie 1933: Reifende Jugend 1933: Die Stimme der Liebe 1934: Das verlorene Tal 1934: Krach um Jolanthe 1934: Peer Gynt 1935: Der alte und der junge König 1935: Der rote Reiter 1935: Ich war Jack Mortimer 1935: Der Ammenkönig 1936: August der Starke 1936: Die Entführung 1937: Der Mann, der Sherlock Holmes war 1937: Pan 1937: Einmal werd’ ich Dir gefallen 1938: Maja zwischen zwei Ehen 1938: Schatten über St. Pauli 1940: Ein Robinson Die Bavaria Film sitzt im Nordosten Grünwalds (Landkreis München) im Ortsteil Geiselgasteig. Sie ist eines der größten deutschen Filmstudios. Das Gelände umfasst ca. 356.000 m². Die Bavaria Film Gruppe erschließt mit ihren mehr als 20 Tochterunternehmen alle Segmente der audiovisuellen Industrie. Die Studios wurden 1919 gegründet. Hier waren Regisseure wie Alfred Hitchcock, Billy Wilder, Orson Welles, John Huston, Ingmar Bergman, Stanley Kubrick, Claude Chabrol, Fritz Umgelter, Rainer Werner Fassbinder, Wolfgang Petersen und Wim Wenders sowie viele berühmte Schauspieler wie Sophia Loren, Heinz Rühmann oder Elizabeth Taylor tätig. Geprägt wurde die Bavaria nach 1945 vor allem von den Geschäftsführern Helmut Jedele und Günter Rohrbach. Geschichte Emelka (1919–1932) Die Bavaria Film geht auf die Münchener Lichtspielkunst AG zurück, die am 1. Januar 1919 aus Peter Ostermayrs Firma Münchener Lichtspielkunst GmbH entstand. Bekannt wurde die neue Aktiengesellschaft unter dem Namen „Emelka“ (wegen der Abkürzung „M.L.K.“). Im Juni 1919 erwarb Ostermayr in Geiselgasteig, einem südlichen Vorort von München, ein großes Gelände, auf dem nach und nach umfangreiche Filmateliers entstanden. Als Reaktion auf die Gründung der UFA wurde die Emelka ab 1920 zum „Emelka Konzern“ ausgebaut. Weitere Firmen und Kinos wurden angegliedert, und 1921 erwarb der Konzern mit den Süddeutschen Filmwerken Geyer eine eigene Kopieranstalt. Vom 24. September 1930 produzierte die Emelka neben den Filmen auch eine vertonte Wochenschau („Tönende Emelka-Wochenschau“). Weil ihre Theaterkette die Umrüstung auf Tonfilm finanziell nicht verkraftete, musste die Emelka im November 1932 Konkurs anmelden. Bavaria Film AG und Bavaria Filmkunst GmbH (1932–1945) Das Geiselgasteiger Filmgelände wurde von Wilhelm Kraus ersteigert, der bereits im Oktober 1930 einen großen Teil der Emelka-Aktien gekauft hatte und am 21. September 1932 die Bavaria Film AG gründete. Nach der n. M. im Januar 1933 verließen eine Reihe langjähriger Emelka-Mitarbeiter das Land, darunter die Regisseure Ewald André Dupont, Karl Grune, Max Ophüls, der Kameramann Franz Planer und die Schauspieler Therese Giehse, Kurt Horwitz, Fritz Kortner. Nachdem die Bavaria 1936 in Schwierigkeiten geriet und im Frühjahr 1937 ihre Zahlungen einstellen musste, wurde mit politischer Unterstützung aus Berlin am 11. Februar 1938 die „Bavaria Filmkunst GmbH“ gegründet. Gesellschafter waren die Cautio Treuhand GmbH und die Allgemeine Film-Treuhand (AFT), eine reichseigene Gesellschaft, die ihre Anteile treuhänderisch für die Cautio hielt, am 19. Februar 1941 jedoch an die Berliner Film Finanz GmbH abtrat. Die Produktionseinrichtungen blieben in München, gesteuert wurde die Firma nun jedoch von Berlin aus. Am 10. Januar 1942 trat auch die Cautio ihre Bavaria-Anteile ab, und die Film Finanz GmbH, die nun alle Anteile der Bavaria Filmkunst besaß, wurde gleichzeitig in den Ufa-Film GmbH (UFI) umgewandelt. Im staatseigenen Monopolkonzern UFI besaß die Bavaria von 1942 an nur noch formale Selbstständigkeit. Geschäftsführer bzw. Produktionschefs der Bavaria Film AG und der Bavaria Filmkunst GmbH war u. a. Hans Schweikart (1938–42), Erich Walter Herbell, Helmut Schreiber und Helmut Keil. Herstellungsgruppenleiter waren u. a. Hans Abich, Fred Lyssa, Oskar Marion, Ottmar Ostermayr, Ernst Rechenmacher und Gerhard Staab. Bavaria Filmkunst GmbH (1945–1956) Die im Krieg unbeschädigt gebliebenen Studios der Bavaria Film wurde am 10. Mai 1945 der amerikanischen Armee unterstellt, die der Bavaria Filmkunst zunächst jede eigene Produktionstätigkeit verbot. Lediglich das Kopierwerk, das 1952 auch eine Farbabteilung einrichtete, und das Synchronstudio durften weiter betrieben werden und nahmen ihre Arbeit bald wieder auf. Auf dem Filmgelände wurde außerdem eine Verleihfirma – die Allgemeine Filmverleih (AFI) – gegründet. Die amerikanische Militärregierung hatte der Bavaria Filmkunst allerdings erlaubt, ihre Ateliers an andere Produktionsfirmen zu vermieten. So entstanden hier ohne direkte Mitwirkung der Bavaria u. a. Filme wie „Zwischen Gestern und Morgen“ (Harald Braun, 1947, Produktion: Neue deutsche Filmgesellschaft), Film ohne Titel (Rudolf Jugert, 1948, Camera), Der Herr vom andern Stern (Heinz Hilpert, 1948, Comedia), „Der Apfel ist ab“ (Helmut Käutner, 1948, Camera), “Hallo Fräulein“ (Rudolf Jugert, 1949, Camera), “Geliebter Lügner“ (Hans Schweikart, 1950, Camera), Das doppelte Lottchen (Josef von Báky, 1950, Carlton), “Illusion in Moll“ (Rudolf Jugert, 1952), Nachts auf den Straßen (Rudolf Jugert, 1952), „Maske in Blau“ (Farbfilm von Georg Jacoby, 1952/53, Röja-Film) „Johnny rettet Nebrador“ (Rudolf Jugert, 1953, Meteor) Sauerbruch – Das war mein Leben (Rolf Hansen, 1953/54, Corona), Lola Montez (Max Ophüls), Ludwig II. (Helmut Käutner, 1954, Aura), 1955, deutsch-französische Koproduktion mit Gamma Film, und Ich denke oft an Piroschka (Kurt Hoffmann, 1955, Georg Witt-Film). 1949 nahm die Bavaria auch ihren eigenen Produktionsbetrieb wieder auf. Mit Ausnahme des Debütfilms – Die seltsame Geschichte des Brandner Kaspar (Spielfilm von Josef von Báky) – wurden bis 1960 allerdings lediglich Kurz-Dokumentarfilme produziert. Peter Ostermayr gründete 1950 eine eigene Firma, die Münchner „Peter Ostermayr-Film GmbH“. Bavaria Filmkunst AG (1956–1959) Der Reprivatisierung der Bavaria gingen langwierige Komplikationen voraus. Die Alliierte Hohe Kommission schrieb die Firma zum Verkauf aus, worüber die Bundesregierung sich getäuscht fühlte, da sie mit Zustimmung der Kommission kurz zuvor einen Gesetzentwurf vorbereitet hatte, der die Entflechtung des Ufi-Vermögens in Bundeshand legen soll. Die Reprivatisierung und Umbenennung der Bavaria in „Bavaria Filmkunst AG“ erfolgte schließlich im Februar 1956. Aktionäre waren die Süddeutsche Bank, Commerzbank, Credit-Bank, Agfa, neue deutsche Filmgesellschaft und der Verleih Schorcht. 1957 erwarb die neue Bavaria den Schorcht-Verleih und nannte ihn am 15. Juni 1958 in „Bavaria Film-Verleih GmbH“ um. Bavaria Atelier GmbH (1959–1987) Am 1. August 1959 folgte mit der Gründung der „Bavaria Atelier GmbH“ die Wiederauferstehung des Studios. Neue Anteilseigner wurden neben der Bavaria Filmkunst AG die SDR-Tochter Rundfunkwerbung Stuttgart GmbH und die WDR-Tochter Westdeutsche Werbefernsehen GmbH Köln. Von zentraler Bedeutung ist der Einstieg der Bavaria in die Produktion von Fernsehfilmen, -serien und -shows. Unter dem neuen Geschäftsführer, dem vormaligen Fernsehdirektor des SDR, Helmut Jedele kamen viele Talente wie Michael Pfleghar, Oliver Storz oder Franz Peter Wirth nach Geiselgasteig. Den Auftakt der neuen Schule machte das Fernsehspiel „Der eingebildete Kranke“ (Michael Kehlmann, 1959/60). Publikumserfolge waren Die Marika-Rökk-Show, Hotel Victoria (mit Vico Torriani) oder die Science-Fiction-Serie Raumpatrouille. Die Bavaria Film entwickelte sich unter Jedeles Führung zum größten deutschen Fernsehlieferanten und zum international anerkannten Filmstudio. Gleich zwei Mal wählte Billy Wilder das „bayerische Hollywood“ als Drehort: 1961 mit Eins, Zwei, Drei und 1978 mit Fedora. Jedele produzierte unter anderem den Robert Aldrich Film „Das Ultimatum“ und „Deep End“ von Jerzy Skolimowski. Auch im Fernsehbereich wurde Geschichte geschrieben – mit Produktionen wie „Tatort“ (Kommissar Horst Schimanski dargestellt von Götz George), „Das blaue Palais“, „Auf Achse“, „Berlin Alexanderplatz“ (von Rainer Werner Fassbinder), „Der Fahnder“, „Rote Erde“ und „Marienhof“. Ab 1990 produzierte die Firma in erheblichem Umfang auch für die Privatsender wie RTL (darunter die Show „Gottschalk“). 1965 ging das Filmgelände in Geiselgasteig in den Besitz der Bavaria Atelier GmbH über, die seitdem auch eigene Kinospielfilme produziert, unter denen der erfolgreichste bisher „Das Boot“ (1979/81) war.