Theo Franz (1905 Augsburg - 1993 Zempin)

„Talsperre Pöhl bei Plauen“

Öl auf Hartfaser, unten rechts signiert und datiert, 1962, Maße: 50x58,5 cm, guter Zustand, etwas reinigungsbedürftig

Die Talsperre Pöhl im sächsischen Vogtland wurde zwischen 1958 und 1964 erbaut. Im Jahr 1962, genau in der Mitte der Bauphase, wurde der Teilstau offiziell begonnen. Im Februar 1962 erreichte der Stausee bereits eine Länge von zwei Kilometern und eine Tiefe von zwölf Metern. - Theo Franz erhielt zunächst eine 4 1/2jährige Ausbildung als Kirchenmaler in Bad Aibling. 1922 war er I.Preisträger der Bayrischen Malerfachausstellung in Passau. Es folgte ein Besuch der Kunstgewerbeschule in München und weitere autodidaktische Ausbildung. In den Jahren 1933 bis 1945 betätigte er sich aktiv im Widerstandskampf, mehrere Jahre war er im KZ Sachsenhausen interniert. Nach Kriegsende lebte und arbeitete er in Zempin auf Usedom. Otto Niemeyer-Holstein war er freundschaftlich verbunden. Viele Jahre war er als Zirkelleiter u.a. an der Peenewerft in Wolgast tätig. Neben Malerei und Grafik beteiligte er sich unter anderem an der Errichtung der Mahn- und Gedenkstätte Karlshagen. Für seine Verdienste erhielt er 1977 den Vaterländischen Verdienstorden.