Vom Schreibtisch und aus der Werkstatt.
Meine Puppen.
Von Käthe Kruse.
Fünfseitiger Originaldruck von 1925.
Mit acht Illustation im Text.
Journalausschnitt in der Größe 168 x 249 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.
Extrem selten!!!
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September 1883 in Breslau als Katharina Simon; † 19. Juli 1968 in Murnau am Staffelsee) war eine der weltweit bekanntesten Puppenmacherinnen. Ihre Puppen sind heute beliebte Sammlerstücke, die zu exorbitanten Preisen gehandelt werden. Leben der Käthe Kruse Die uneheliche Tochter des Stadthauptkassenbuchhalters Robert Rogaske und der Näherin Christiane Simon erhielt eine Ausbildung als Schauspielerin und spielte 1900 bis 1902 am Lessingtheater in Berlin, daneben in Warschau und Moskau. 1902 lernte sie den Berliner Bildhauer und Bühnenbildner Max Kruse kennen und wurde mit ihm Mutter einer Tochter. Auf dem Monte Verità bei Ascona, wohin Max Kruse sie 1904 gebracht hatte, fing sie an, Puppen für ihre Kinder zu basteln. Kruse hatte sich geweigert, eine der damals handelsüblichen Puppen zu kaufen, da sie ihm nicht gefielen: „Ick koof euch keene Puppen. Ick find se scheißlich. Macht euch selber welche.“ – Max Kruse Erst 1909 heiratete das Paar, das inzwischen bereits drei Töchter hatte. 1910 wurden Käthe Kruses Puppen im Berliner Warenhaus von Hermann Tietz erstmals öffentlich ausgestellt. Da diese so schön gelungen waren, musste sie die Puppen auch für andere Interessenten herstellen. Zu Anfang waren sie noch schlicht und einfach. Da Käthe Kruse aber kreativ und kunstfertig war und hohe Ansprüche an ihre Arbeit stellte, wurden die Puppen immer schöner. Als Kruse ihre Herstellung perfektioniert hatte, entwarf und fertigte sie Puppen, die ihren eigenen Kindern nachempfunden waren. Die Natürlichkeit der kleinen Geschöpfe machte Käthe Kruse schon bald bekannt und berühmt. Zwei Aufträge aus den Vereinigten Staaten von Amerika, einer über 150 Stück, der andere kurze Zeit später über 500 Puppen, erforderten eine eigene Werkstatt mit Angestellten. Die Familie zog 1912 von Berlin nach Bad Kösen, wo in Zukunft die bald weltberühmten Puppen in Handarbeit hergestellt wurden und ihren Siegeszug antraten. Doch die Einzigartigkeit war in Gefahr. Die damals übliche Art, Produkte zu kopieren, blühte auch den Käthe-Kruse-Puppen. Doch ihre „Mutter“ war eine Kämpferin, und 1925 gewann sie, zum Entsetzen der Spielzeugindustrie, den Prozess um die Urheberschaft ihrer Puppen. Der Betrieb wurde immer größer, und so wurden auch die in der Zwischenzeit sieben Kinder der Familie Kruse in die Produktion oder den Haushalt eingespannt. 1934 begann Käthe Kruse, auch Schaufensterpuppen herzustellen. Ein weiterer Höhepunkt in ihrem Schaffen war die Teilnahme an der Pariser Weltausstellung 1937. Käthe Kruse war an Politik eher desinteressiert, passte sich an, soweit sie es für (geschäftlich) geboten hielt. So stellte sie unter anderem auch Soldatenpuppen her und begrüßte den Besuch Hjalmar Schachts an ihrem Stand im deutschen Pavillon bei der Weltausstellung. Sie hielt daneben aber z. B. brieflichen Kontakt zu emigrierten jüdischen Freunden und weigerte sich, „halbjüdische“ Angestellte zu entlassen. Während des Krieges wurde es schwieriger, das Material für die Herstellung ihrer Puppen in Deutschland zu bekommen, auch das Auslandsgeschäft kam praktisch zum Erliegen. Sie verlor im Zweiten Weltkrieg zwei ihrer Söhne, 1942 starb ihr Mann. Nach dem Krieg war die Puppenproduktion in der sowjetisch besetzten Zone kaum mehr möglich. 1952 wurde ihr Unternehmen in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt. So gründeten zwei von Käthes Söhnen, darunter der Kinderbuchautor Max Kruse, Werkstätten in Bad Pyrmont und Donauwörth. Sie selbst ging 1954 in die Bundesrepublik Deutschland. Die von Käthe Kruse entworfenen Modelle blieben erhalten, und immer noch waren die Puppen handgearbeitet. Doch ihre Erfinderin war aus Altersgründen nicht mehr an der Produktion beteiligt. Zusammen mit ihrer ältesten Tochter Maria verbrachte sie ihre letzten Jahre in München. Sie starb am 19. Juli 1968 in Murnau/Obb. und wurde in Ebenhausen im Isartal begraben. Max Kruse, auch Carl Max Kruse (* 14. April 1854 in Berlin; † 26. Oktober 1942 ebenda), verheiratet mit der Puppenmacherin Käthe Kruse (1883–1968), war Mitglied der Künstlergruppe der Secession und der Akademie der Künste in Berlin. Leben Kruse studierte nach Absolvierung der Höheren Schule von 1874 bis 1877 an der Hochschule in Stuttgart Architektur. Nebenbei besuchte er die dortige Kunstschule, gab 1877 das Architekturstudium auf und wechselte zur königlich akademischen Hochschule der bildenden Künste nach Berlin, an der er das Studium der Bildhauerei unter Fritz Schaper und Albert Wolff 1879 abschloss. Seine Statue Siegerbote von Marathon („NENIKHKAMEN“ - „Wir werden siegen“) brachte Kruse 1881 auf der Akademieausstellung den Rompreis ein, sodass er 1881–1882 und 1900 Romaufenthalte anschließen konnte. Als Mitglied im Verein Berliner Künstler (1883–1891) entstand 1887 für das Grab seines Vaters die Grabmalsskulptur Die Liebe legt den Leichnam eines Greises in den Schoß der Natur zurück. Auch als Erfinder war Kruse erfolgreich. Sein Verfahren zur Vervollkommnung von Lithopanien und ein Bildhauerkopiergerät wurden 1897 auf seinen Namen patentiert. Für Max Reinhardt (1873–1943) entwarf Kruse ab 1902 moderne Bühnenbilder und gestaltete den ersten Rundhorizont für Theaterbühnen mit plastischen Versatzstücken. 1907 erhielt Kruse die königliche Professur und trat ein Jahr später der Berliner Secession bei, in dessen Vorstand er mitwirkte. 1913 wurde er Mitglied der Akademie der Künste. 1925 veröffentlichte er das Buch „Ein Weg zu neuer Form“, das die Entwicklung einer modernen Plastik im Sinne Henry Moores vorwegnahm. Kruse lebte vorwiegend in Berlin und in Kloster auf Hiddensee, war viel auf Reisen, seltener in Bad Kösen. Er starb in Berlin, wo er auch begraben wurde. [3] Der Kinderbuchautor Max Kruse ist ein gemeinsamer Sohn von Max und Käthe Kruse. Werke Kruse schuf in seinem Berliner Atelier, zunächst in der Hagelberger Straße, dann in der Fasanenstraße, Statuen, Figurengruppen und hauptsächlich Bildnisbüsten. Seine bekanntesten Werke sind: Der Siegesbote von Marathon, 1881, Original in der Alten Nationalgalerie, Kopien u.a. am Theater des Westens und Krefeld Nietzschebüste und Uhlandherme für den Viktoriapark, 1900, Original heute in der Leibniz-Oberschule in Berlin. Mehrere Figuren des Frontgiebels am Theater des Westens, Berlin Figur der Persephone auf dem Parkfriedhof Berlin-Neukölln, 1915 Portraitbüstengruppe Eva und Peter Kruse, 1890 Gruppe Junge Liebe, 1895/97 Fontane-Denkmal, 1907, Neuruppin.