Das Bestiarium von Peterborough
Fabelhafte, heimische und exotische Tierwelt in Bildern der Gotik
Entstanden: Um 1300
Abtei Peterborough, Ostengland, um 1300
Umfang: 44 Seiten
Format: ca. 34,8 x 23,6 cm
Miniaturen: 104 Miniaturen, 108 mehrzeilige und farbige Zierinitialen
Einband: Blindgeprägter brauner Ledereinband in Schmuckkassette
Auflage: 1480 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Die Beschreibung von mehr als 100 Landtieren, Vögeln, Reptilien und Wassertieren macht aus dem Bestiarium von Peterborough eines der vollständigsten Tierkomponenten dieser Art. Es beginnt mit dem Löwen als dem König der Tiere, aber auch Fabelwesen wie Phönix, Einhorn und Greif werden abgehandelt.
Eine besondere Herausforderung lag für den englischen Buchmaler in den vielen exotischen Tieren wie Antilope, Elefant und Krokodil, die er meist nur aus Musterbüchern oder Reisebeschreibungen kennen konnte. Die Ablösung der romanischen Kunst durch die Gotik, ausgehend von Frankreich, bedeutete auch in England die Herausbildung eines neuen Malstils. Der Wunsch, den Figuren mehr Plastizität zu verleihen, führte generell zu einer grazileren und schwungvolleren Linienführung. Natürlich beeinflusste die neue Ästhetik auch die Tierdarstellung.