Berlin 1931 - ADLER zeigt Qualität.
Höchste Vollendung in Konstruktion und Form.
Adlerwerke Aktiengesellschaft, vorm. Heinrich Kleyer, Frankfurt am Main.
Großformatiger, originaler Reklamedruck von 1931.
Mit schöner Illustration (Adler Primus Cabrio 2türig) von Ernst Zoberbier.
In der Platte signiert.
Reklame für die 22. IAA, die im Frühjahr 1931 in Berlin stattfand.
Journalausschnitt in der Größe 250 x 330 mm.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, etwas fingerknittrig, im unteren Bereich leicht fleckig, sonst sehr guter Zustand.
Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!
100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!!
Besichtigung jederzeit möglich.
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Geboren am 22. März 1893 in Magdeburg, gestorben am 16. Januar 1965 in Wiesbaden. Besuch der Kunstschule in Magdeburg, dort Ausbildung zum Graphiker und Illustrator. Darauf folgte ein Studium in Berlin und Leipzig. Läßt sich zunächst in Wiesbaden nieder, später lebte und arbeitete er in der Reichshauptstadt Berlin. Ab 1913 hauptsächlich als Pressezeichner tätig. Radierungen zum Thema Technik sowie zahlreiche Zeichnungen und Plakate, für die Automobilindustrie (vor allem für die Automobilhersteller Opel und Adler). Außerdem malt er Landschaften, allegorische Figuren und weibliche Akte in romantischer Manier. Kunstberater bei der Bauleitung für die Reichsautobahnen. Ist mit mehreren Werken auf der Großen Deutschen Kunstausstellung vertreten. Der Adler Primus, ein PKW mit Hinterradantrieb der Adlerwerke in Frankfurt am Main, kam 1932 auf den Markt. Er war das Schwestermodell des frontgetriebenen Trumpf, für den dieselben wassergekühlten Vierzylinder-Reihenmotoren mit 1,5 bzw. 1,65 Litern Hubraum verwendet wurden. Für die klassische Konstruktion zeichnete Otto Göckeritz verantwortlich. Bis 1936 konnten 6713 Primus A (1,5/1,65 l) verkauft werden. Der 1937 vorgestellte Primus E mit 1,65-Liter-Motor wurde 990 mal gebaut. Technische Daten Typ 1,5 Liter A 1,65 Liter A 1,65 Liter E Bauzeitraum 1932–1934 1933–1936 1937–1938 Aufbauten L2, Cb2 L2, L4, Cb2 L2 Motor 4 Zyl. Reihe 4 Takt 4 Zyl. Reihe 4 Takt 4 Zyl. Reihe 4 Takt Ventile stehend (sv) stehend (sv) stehend (sv) Bohrung x Hub 71 mm x 95 mm 74,25 mm x 95 mm 74,25 mm x 95 mm Hubraum 1504 cm3 1645 cm3 1645 cm3 Leistung (PS) 32-33 38 38 Leistung (kW) 23,5-24,2 28 28 Verbrauch 10 l / 100 km 11 l / 100 km 11 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 90 km/h 95 km/h 100 km/h Leergewicht 990 - 1030 kg 990 - 1030 kg 1030 kg Zul. Gesamtgewicht 1340 - 1380 kg 1350 - 1390 kg 1380 kg Elektrik 6 Volt 6 Volt 6 Volt Länge 4000 mm 4000 mm 4225 mm Breite 1500 mm 1500 mm 1560 mm Höhe 1600 mm 1600 mm 1600 mm Radstand 2700 mm 2700 mm 2700 mm Spur vorne / hinten 1250 mm / 1250 mm 1250 mm / 1250 mm 1250 mm / 1250 mm Wendekreis 11,8 m 11,8 m 12,0 m Adler Primus Produktionszeitraum: 1932–1936 Klasse: Untere Mittelklasse Karosserieversionen: Limousine, Cabriolet Motoren: Ottomotoren: 1,5–1,65 Liter (23,5–28 kW) Länge: 4000–4225 mm Breite: 1500–1560 mm Höhe: 1600 mm Radstand: 2700 mm Leergewicht: 990–1030 kg Siehe auch: 1931, 20. Jahrhundert, 30er – Jahre, Advertisement, Advertising, Antriebsmaschinen, Antriebstechnik, Apparatebau, Art Deco, Ästhetik, Auto, Autofahren, Automarken, Automobil, Automobilbranche, Automobile, Automobilgeschichte, Automobilismus, Automobilisten, Avantgarde, Betriebskraftmaschine, Betriebsmaschinen, Branchen, Cabrio, Cabriolet, D-10178 Berlin, D-60311, D-60326 Frankfurt am Main, Design, deutsche Automobil-Geschichte, Deutsche Geschichte, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Deutsches Reich, Deutschland, Eleganz, Fahren, Fahrer, Fahrzeug, Fahrzeugbau, Fahrzeuge, Fahrzeuglenker, Firma, Firmengeschichte, Firmenzeichen, Formen, Gebrauchsgraphik, Gerätebau, Gesellschaftsleben, Gestaltung, Gewerbe, Wirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Zeitgeschehen, Zeitgeschehen, Zwanziger Jahre Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG ist der Name eines ehemaligen deutschen Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmens mit Sitz in Frankfurt am Main, das Fahrräder, Autos, Motorräder und zuletzt bis 1992 Büromaschinen herstellte. Geschichte Die Adler-Fahrradwerke, die ihre Fahrräder zunächst in Frankfurt am Main, Gutleutstraße 9 (das Haus ist nicht erhalten), produzierten, wurden 1880 von Heinrich Kleyer als Heinrich Kleyer GmbH gegründet. 1889 entstand im Frankfurter Gallusviertel zwischen Höchster Straße (heutige Kleyerstraße) und Weilburger Straße auf einem Areal von 18.000 Quadratmetern eine Fabrik mit 600 Arbeitsplätzen. Dort wurden auch Dreiradwagen und Voiturette-Autos produziert, die mit Motoren von De Dion ausgerüstet waren. Ständige Betriebserweiterungen führten 1895/1896 zur Umwandlung in die Aktiengesellschaft Adlerwerke vorm. H. Kleyer AG, die ein Grundkapital von 2,5 Millionen Mark aufwies, auf das bereits 1898 eine Dividende von 20 Prozent gezahlt werden konnte. 1898 wurde auch die Produktion von Schreibmaschinen in einem siebengeschossigen Fabrikhochhaus an der Weilburger Straße begonnen. Ab 1901 kamen auch Motorräder mit De-Dion-Motoren hinzu. 1902 unternahm der Schriftsteller Otto Julius Bierbaum mit einem Adler 8-PS-Wagen eine Italienreise, die er in dem Buch Eine empfindsame Reise im Automobil beschrieb. 1903 übernahm der Ingenieur Edmund Rumpler das Konstruktionsbüro von Adler und entwickelte die ersten eigenen Motoren, die 1904 in Produktion genommen wurden. Adler war 1905 der erste deutsche Autohersteller, der Motor und Getriebe miteinander verblockte. Von 1907 bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden keine Motorräder mehr hergestellt. Auf der Internationalen Luftfahrt-Ausstellung 1909 stellte das Unternehmen Prototypen von Luftschiffmotoren vor. Zwischen 1910 und 1912 wurde in drei Bauabschnitten eine monumentale Fabrikanlage in historisierenden Formen errichtet, deren zinnenbewehrte Türme auch heute noch bereits von weitem zu sehen sind. Im Jahre 1914 stammten 20 Prozent der in Deutschland zugelassenen Personenwagen von Adler. Vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigte das Unternehmen mit Zweigwerken in weiteren zehn Städten 10.000 Arbeiter und Angestellte. 1930 war die Zahl auf 3.000 gesunken, um bis zum Zweiten Weltkrieg wieder auf 7.000 zu steigen. In der ersten Hälfte der 1930er-Jahre lagen die Adlerwerke (nach Opel und Auto Union) meist an dritter Stelle der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland und wurden 1936 endgültig von Mercedes-Benz auf Rang 4 verdrängt. 1926 erschien das Erfolgsmodell Standard 6, von dem bis 1934 etwa 20.000 Exemplare gebaut wurden. Das Modell war am Chrysler orientiert und konnte so den damaligen Entwicklungsvorsprung der seinerzeit in Europa sehr erfolgreichen amerikanischen Fahrzeuge aufholen. 1928 kam auf der gleichen technischen Basis das Achtzylindermodell Standard 8 und 1929 der Vierzylinder Favorit hinzu. 1930 entwarf der ehemalige Leiter des Bauhauses, Walter Gropius, neue Karosserien, renovierte das Markenzeichen und fungierte als Berater der Firmenleitung. Eine Zusammenarbeit, die wegweisend war und die die 'Kubuslimousine' zum neuen Paradigma machte, sich aber nicht zuletzt wegen der Weltwirtschaftskrise ebenso schwierig erwies wie die zeitgleiche Liaison von Gropius-Freund Le Corbusier mit der französischen Auto-Entrepreneur Voisin. Von 1931 bis 1935 war nach dem Konkurs seines eigenen Unternehmens Hans Gustav Röhr Konstrukteur bei den Adlerwerken. Er entwickelte den 1932 vorgestellten Adler Trumpf, ein Mittelklassefahrzeug, das sich durch Einzelaufhängung aller Räder und den damals noch ungewöhnlichen Frontantrieb auszeichnete. 1934 folgte ebenfalls mit Frontantrieb der Kleinwagen Adler Trumpf Junior, von dem bis 1939 über 100.000 Exemplare produziert wurden. Insgesamt stellten die Adlerwerke etwa 210.000 Automobile her. 1935 trennte sich Adler von dem Luftfahrtbetrieb Flugzeugbau Max Gerner. Ab November 1935 war der von Steyr Daimler Puch kommende Karl Jenschke Chefkonstrukteur und entwickelte den Adler 2,5 Liter Autobahnwagen in der damals neuartigen Stromlinienform. Am 22. März 1944 wurden die Adlerwerke bei einem Luftangriff schwer beschädigt. In der Folge wurden große Teile der Produktion ausgelagert. Die Fertigung von Schützenpanzerfahrgestellen und Motoren verblieb aber vor Ort. Arbeitskräfte fehlten, selbst Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen standen nicht mehr zur Verfügung. Daher beantragte die Unternehmensleitung von Wirtschaftsverwaltungshauptamt die Zuweisung von KZ-Häftlingen. Dies wurde auch umgesetzt, die Häftlinge wurden auf dem Gelände im Werk I an der Weilburger Straße untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die erhaltenen Anlagen der Frankfurter Automobilfertigung durch die amerikanische Besatzungsmacht beschlagnahmt und durften nicht benutzt werden. Bis 1948 hoffte man, wieder mit der Produktion von Autos beginnen zu können. Diese Hoffnung zerschlug sich als Generaldirektor Ernst Hagemeier nach seiner Rückkehr aus der Internierung 1948 die Wiederaufnahme des Automobilbaus verhinderte. Nach dem Verlust der Automobilfabrik wurde das Produktprogramm grundlegend geändert. Neben Fahrrädern und Büromaschinen sollten auch Motorräder und Werkzeugmaschinen hergestellt werden. Mit eigenen Motorrädern kam Adler 1949 auf den Markt. In den 1950er-Jahren baute Adler sehr beliebte und sportliche Motorräder. Das Topmodell war die MB 250 S (Sportversion) mit einem Zweitakt-Zweizylinder-Motor, der im Straßenbetrieb 18 PS leistete. 1955 kam mit dem Adler Junior auch ein 100-cm³-Motorroller ins Programm, um den nachlassenden Motorradabsatz aufzufangen. Nach dem Zusammenschluss mit Triumph entstand die Triumph-Adler AG. 1957 wurde das Unternehmen von Grundig übernommen, was das Aus für die Motorradproduktion bedeutete. Auch die späteren Eigentümer Volkswagen und Olivetti beschränkten sich auf Büromaschinen. Gebäudekomplex in Frankfurt am Main Von dem ursprünglichen Gebäudekomplex der Adler-Werke in Frankfurt am Main sind heute noch der westliche und östliche Teil erhalten. Dazwischen wurden in den 1990er-Jahren Neubauten errichtet, die sich in das Gesamtbild einfügen. Derzeitige Mieter sind neben Anderen das Gallus-Theater, eine Eventagentur ein Restaurant (inzwischen geschlossen) die Eisenbahner-Gewerkschaft Transnet die Werbeagenturen Wunderman und Young & Rubicam mehrere Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, darunter DB Systel, DB Station & Service, DB Fahrzeuginstandhaltung, DB Gastronomie, sowie eine Repräsentanz des Vorstandsressorts Infrastruktur der DB AG. Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main und Hannover ist neben dem Pariser Autosalon und der Tokyo Motor Show eine der größten und international bedeutendsten Automobilfachmessen der Welt. Sie ist terminlich getrennt nach Fachbesucher- und Publikumstagen. Ausgerichtet wird die IAA vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Geschichte Die Anfänge: 1897–1911 Am 30. September 1897 fand im Berliner Hotel Bristol die Gründungsveranstaltung des Mitteleuropäischen Motorwagenvereins (MMV) statt. Dabei waren acht „Motorwagen" der Gründungsmitglieder zu sehen: vier Benz, zwei Lutzmann, ein Kühlstein sowie ein Daimler. Entsprechend der Zählung des Veranstalters der IAA wird dies als erste Automobilausstellung in Deutschland gewertet. Die zweite Motorwagen-Ausstellung fand am 24. Mai 1898 im Berliner Landesausstellungs-Park statt. Dabei wurden 13 Fahrzeuge vorgestellt, darunter erstmals auch ein Lastkraftwagen. Im September 1899 fand eine Internationale Motorwagen-Ausstellung im Exerzierhaus in Berlin statt, an der sich bereits über 100 Aussteller, darunter 13 aus Frankreich, beteiligten. Die gezeigten Motorwagen ähnelten im Aufbau noch weitgehend den Pferdekutschen. Vom 14. bis 25. Mai 1902 richtete erstmals der Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller, die Vorgängerorganisation des heutigen Veranstalters Verband der Automobilindustrie, eine Ausstellung aus. Sie wurde zum ersten Mal Automobil-Ausstellung (statt wie bisher Motorwagen-Ausstellung) genannt. Die Fahrzeuge wurden in den Stadtbahnbögen des Bahnhofs Friedrichstraße gezeigt. Mit Kaiser Wilhelm II eröffnete 1905 zum ersten Mal ein Staatsoberhaupt eine Automobil-Ausstellung in Deutschland. Dies war bereits die 7. IAA. Bis 1911 fanden die Ausstellungen nahezu jährlich statt. Die Jahre 1921–1931 Bedingt durch den Ersten Weltkrieg und dessen Folgen gab es bis 1920 keine Fahrzeug-Ausstellung in Deutschland; die erste Automesse nach dem Krieg fand 1921 statt. Auf dieser vom 23. September bis 2. Oktober durchgeführten 13. Automobil-Ausstellung wurden nur deutsche Produkte gezeigt. Besonderes Aufsehen fand der aerodynamische Rumpler-Tropfenwagen sowie eine als Bosch-Horn bezeichnete Hupe mit elektro-akustischem Signalgeber, die wenige Monate später in Serie ging und das traditionelle Horn mit Blasebalg ersetzte. Als Veranstaltungsort diente (bis 1939) eine während des Krieges neu geschaffene, repräsentative Ausstellungshalle am Berliner Kaiserdamm. Waren 1921 noch 67 Hersteller mit rund 150 Fahrzeugen vertreten, so stellten 1923 bei der 15. Ausstellung bereits 653 Aussteller ihre Produkte aus. Die 16. Deutsche Automobilausstellung vom 10. bis 18. Dezember 1924 stand ganz im Zeichen neuartiger Kleinwagen. Galt das Automobil bisher als Luxusobjekt der vermögenden Oberschicht, so wurden nunmehr zumindest für den selbstständigen Mittelstand bezahlbare Fahrzeugtypen vorgestellt. Hierzu gehörten Automobile wie der „Kommissbrot“ genannte Hanomag 2/10 PS und der Opel 4 PS („Laubfrosch“). Die 19. IAA fand vom 20. bis 31. Mai 1927 unter politischem Druck des seinerzeitigen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer auf dem Messegelände in Köln statt. Es wurden ausschließlich Nutzfahrzeuge gezeigt. Ziel war es den wirtschaftlichen Einfluss Kölns zu steigern. Es blieb jedoch die einzige Automobilausstellung der Stadt. Eine ebensolche Episode war die 20. Ausstellung vom 4. bis 14. März 1928 auf der Leipziger Messe. Die acht Monate später vom 8. bis 18. November 1928 wieder in Berlin stattfindende 21. Automobilausstellung zeigte den technischen Fortschritt im Automobilbau: So wurde mit dem Röhr 8 erstmals ein deutsches Auto mit Zahnstangenlenkung und Einzelradaufhängung der Öffentlichkeit gezeigt. Als erster Opel mit Achtzylindermotor war der Luxuswagen Opel 24/110 PS „Regent“ zu sehen. Besondere Aufmerksamkeit erregte auch der von dem Metallwerk Max Brose & Co. (heute Brose Fahrzeugteile) entwickelte erste Kurbelfensterheber. Wegen der Weltwirtschaftskrise fand 1929, 1930 und 1932 keine IAA statt. Noch mitten in der globalen Rezession eröffnete unter großen Schwierigkeiten im Frühjahr 1931 die 22. IAA in Berlin, die rund 295.000 Besucher zählte. Erstmals wurden Fahrzeuge mit dem bis dahin unüblichen Frontantrieb vorgestellt: Als preisgünstigstes Automobil und zugleich eines der ersten Serienfahrzeuge mit Frontantrieb galt der „DKW Frontwagen“. Bei Nutzfahrzeugen zeigte sich ein zunehmender Trend zu Dieselmotoren. Im Folgejahr fiel die IAA erneut aus. Nachkriegszeit 1945–1959 Nachdem in den Jahren 1947, 1948 und 1949 Automobile im Rahmen der Exportmesse Hannover gezeigt wurden, veranstaltete der 1946 gegründete VDA 1950 eine Autoschau in Berlin, die nachträglich als 33. IAA gezählt wurde. Im April 1951 fand in Frankfurt/Main die 34. IAA statt. Obwohl sich die meisten Bundesbürger noch gar kein Auto leisten konnten, kamen bereits 570.000 Besucher. Ausgestellt waren außer neuen großen Modellen wie dem BMW 501 die in der Zeit des gerade beginnenden Wirtschaftswunders beliebten Kleinwagen wie der Lloyd 300 sowie die für den Wiederaufbau benötigten Muldenkipper und schweren Lastkraftwagen, darunter der MAN MK 26 als erster deutscher LKW mit Diesel-Abgasturbolader. Als völlig neue Nutzfahrzeugklasse wurden Kleinlaster wie der DKW-Schnellaster und der Tempo Matador ausgestellt. Auffallend waren auch die erstmals vorgestellten Rundhaubenlastwagen von Magirus-Deutz mit einer neuartigen, bisher bei Nutzfahrzeugen unüblichen flüssigen Karosseriegestaltung. In seiner Eröffnungsrede zu dieser 34. IAA bezeichnete Bundespräsident Theodor Heuß – im scharfen Gegensatz zur Euphorie der 1930er-Jahre – das Automobil als „eine banale Angelegenheit“. Gleichzeitig kritisierte er die veraltete Technik deutscher Produkte. Eine 35. IAA fand noch im September desselben Jahres in Berlin statt. Zu ihr kamen nur etwa 290.000 Besucher. Wegen des erschwerten Zugangs in die Sektorenstadt und weil Berlin für westdeutsche Unternehmen und Besucher nur zeitraubend über das Staatsgebiet der zwei Jahre zuvor gegründeten Deutschen Demokratischen Republik erreicht werden konnte, fanden künftige IAA nunmehr bis in die 1980er-Jahre in Frankfurt am Main statt, und zwar im Zweijahresrhythmus. Zur 36. IAA im Jahr 1953 erschienen 750.000 Besucher. Sie interessierten sich vor allem für bezahlbare Fahrzeuge wie den neuen Messerschmitt Kabinenroller und einen mit Stahlteilen (statt wie bisher Holz) aufgewerteten Lloyd 400. Bei größeren Fahrzeugen wie dem erstmals gezeigten Opel Olympia Rekord ging der Trend zu immer größeren Fensterflächen. Eine weitgehend neue Karosseriebauform boten die erstmals präsentierten Kombiwagen. Im Bereich der Nutzfahrzeuge wurde der neuentwickelte Ford FK 1000 als Konkurrent zum VW Transporter vorgestellt. Auch die 37. IAA im Jahr 1955 bot eine Vielzahl neu entwickelter Modelle, die lange Zeit das Straßenbild der 1950er- und 1960er-Jahre prägten. Hier gehören neben dem Großen DKW 3=6 und der Isabella TS die Kleinwagen Lloyd 600 und Maico MC 500/4. Kurios erschienen ein ausgestellter Dornier Delta, bei dem die Insassen Rücken an Rücken saßen, sowie dreirädrige offene Zweisitzer von Brütsch. Auch auf den weiteren IAA der 1950er-Jahre interessierten sich die Besucher, die sich entsprechend der geringen Kaufkraft (noch) keinen Volkswagen Käfer leisten konnten, vor allem für preiswertere Kleinwagen wie den NSU-Fiat Jagst 600 und den NSU Prinz, die mit ihrem geringen Hubraum auch hinsichtlich der Kfz-Steuer von Vorteil waren. Als kleine Sensation auf der IAA 1957 galt ein Goggomobil mit Panoramascheibe und Zweifarbenlackierung. Eine Attraktion auf der IAA 1959 stellten der erstmals in Deutschland öffentlich vorgestellte Mini (vor allem wegen seiner platzsparenden Bauweise) und der DAF 600 (wegen des einzigartigen Variomatic-Getriebes) dar. Zum ersten Mal waren mit einem Moskwitsch 407 und einem Wolga auch Fahrzeuge aus der Sowjetunion auf einer IAA zu sehen. Blickfang der Messe war der Aufriss eines riesigen Schiffes, in dessen Inneren eine Vielzahl von VW-Käfern transportiert werden. Die 60er- und 70er- Jahre Die 40. IAA im Jahre 1961 erzielte einen Besucherrekord mit 950.000 Besuchern; dieser Rekord wurde erst 1977 übertroffen. Alles, was an technischen Raffinessen im Automobilbau Anfang der 60er Jahre möglich war, enthielt der auf der 41. IAA 1963 ausgestellte Mercedes 600. Bei einem Preis von rund 50.000 Mark und einem jährlichen Durchschnittsentgelt (1963) in Höhe von 7.775 Mark blieb er Repräsentationsfahrzeug nur weniger. 1965 war mit dem Hersteller Honda erstmals ein japanisches Unternehmen auf der IAA vertreten. Bis dahin gab es kaum japanische Fahrzeuge auf dem deutschen Markt. Meistdiskutiertes Fahrzeug auf der IAA 1967 war der NSU Ro 80: Als revolutionär wurden seine strömungsgünstige Keilform und der Zweischeiben-Wankelmotor gewertet. 1969 wurde auf der IAA erstmals öffentlich die erste Generation eines Antiblockiersystems (des US-amerikanischen Unternehmens ITT) präsentiert. Die 45. Ausstellung wurde 1971 aus wirtschaftspolitischen Gründen kurzfristig abgesagt. Dies war die Geburtsstunde der Automechanika; damit gab die Messe Frankfurt den üblicherweise auch auf der IAA vertretenen Kfz-, Ausrüstungs-, Zubehör- und ähnlichen Firmen die Gelegenheit einer entsprechenden Präsentation. Die 1980er Jahre Die 50. IAA fand 1983 unter dem Motto „Computer und Elektronik“ statt. Viele Modelle wiesen erstmals Digitalanzeigen auf. Den ersten sprechenden Bordcomputer auf einer IAA präsentierte der Hersteller British Leyland in einem Austin Maestro. Den Trend zur Elektronik zeigte auch ein auf der IAA 1983 erstmals öffentlich vorgestellter Tankautomat der Firma Kienzle. Im Mittelpunkt der technischen Gespräche auf der 52. IAA 1987 war das Tanklasterunglück von Herborn: Diskutiert wurde, ob die seinerzeit innovative Elektropneumatische Schaltung (EPS) des Unfallwagens für das Unglück mitverantwortlich war. 1989 fand die letzte IAA mit den gemeinsamen Sparten Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge in Frankfurt am Main statt und erzielte einen Besucherrekord mit 1.233.100 Messegästen. Wegen der Zunahme der präsentierenden Hersteller teilte man die Fachmesse ab 1989 auf in die IAA Personenkraftfahrzeuge (Frankfurt/Main) und IAA Nutzfahrzeuge (Hannover), die alternierend alle zwei Jahre stattfinden. Die 1990er-Jahre Die 1990er-Jahre läuteten einen Themenwandel in der Präsentation der Automobile ein: Gezeigt wurden zunehmend Modelle unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit, insbesondere hinsichtlich eines günstigen Kraftstoffverbrauchs. Preiswerte Automobile zeigte auf der IAA 1991 auch der erstmals auf dieser Ausstellung vertretene koreanische Hersteller Hyundai. Die erste IAA Nutzfahrzeuge fand 1992 in Hannover statt: Da rund 287.000 Interessierte die Messe besuchten und 1.284 Aussteller aus 29 Ländern ihre Produkte auf einer Fläche von 252.000 m² präsentierten, wertete der Veranstalter die Aufteilung der Messe in IAA Nutzfahrzeuge und IAA Personenfahrzeuge als richtige Entscheidung. Bestätigt wurde dies auf der IAA Nutzfahrzeuge 1996, als 1400 Aussteller aus 45 Staaten vertreten waren. Eine Attraktion auf der IAA 1997 bot der Smart als neu konzipiertes Modell eines Kleinstwagens. Die Markteinführung in Deutschland für Hybridelektrokraftfahrzeuge begann auf der IAA 1999 mit dem erstmals präsentierten Toyota Prius. Die IAA seit 2000 Die IAA PKW bietet seit Ende der 90er-Jahre zunehmend Shows im Hollywood-Stil, bei denen neben Weltpremieren und Konzeptfahrzeugen auch Konzernabende und Messepartys sowie für Besucher attraktive künstlerische Darbietungen im Vordergrund stehen. Die IAA Nutzfahrzeuge hingegen hat sich zu einer Fachausstellung entwickelt, bei der neben Lastkraftwagen und Omnibussen die gesamte Wertkette dieses Bereichs einschließlich Zulieferern, Finanzierern, Mobilitätsmanagement und Logistik abgebildet wird. Zielt die Konzeption der IAA PKW eher auf das breite Publikum und die Medien, verzeichnet die IAA Nutzfahrzeuge einen zunehmenden Anteil an Fachbesuchern. Lag deren Anteil bei der IAA Nutzfahrzeuge 1991 noch bei 66 Prozent, so betrug er 2001 über 90 Prozent. Fachbesucher nutzen diese IAA zur Entscheidungsfindung über Investitionen und zur Anbahnung von Vertragsabschlüssen. Die 58. IAA Nutzfahrzeuge fand – bedingt durch die zeitgleiche Weltausstellung Expo 2000 – ausnahmsweise in Frankfurt/Main statt. 2005 waren erstmals auch chinesische Automarken auf der IAA vertreten. Die 940.000 Besucher kamen aus 99 Ländern. Jeder siebte von ihnen war aus dem Ausland, über 70 % aus Europa. 10 % kamen aus Amerika, mehr als doppelt so viele wie bei der vorangegangenen IAA. Der Anteil der Fachbesucher aus Asien stieg von 9 % auf 15 %. Fast 90 % der Deutschen kannten bei einer Umfrage im Jahr 2005 die IAA als Fachmesse der Automobilindustrie. Es berichteten über 14.000 Journalisten, davon 40 % aus dem Ausland. 2006 war mit der Marke CAMC erstmals ein chinesischer Nutzfahrzeughersteller auf der IAA vertreten. Die IAA Pkw 2007 war mit fast einer Million Gästen eine der meistbesuchten IAA. Wesentliche Themen waren Kraftstoffeffizienz und CO2-Reduzierung. Es waren 88 Weltpremieren (davon 46 von deutschen Herstellern) zu sehen, beispielsweise Hybridfahrzeuge. Die IAA Pkw 2009 stand im Schatten der Weltwirtschaftskrise, und einige namhafte Hersteller sagten die Teilnahme ab. Gleichwohl gab es insgesamt 100 Weltpremieren der Hersteller, darunter 55 aus Deutschland, sowie 87 Weltneuheiten der Zulieferer zu sehen. Ein Schwerpunkt der Messe mit rund 850.000 Besuchern bildete der Klima- und Umweltschutz: Im Mittelpunkt standen vor allen Dingen Autos mit Elektroantrieb. Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2010 waren 1.751 Aussteller aus 43 Ländern vertreten. Sie zeigte die Entwicklung von Umwelttechnologien für Nutzfahrzeuge (Brennstoffzellenfahrzeug, Clean-Diesel-LKW, Hybrid-LKW). Die 64. IAA PKW 2011, auf der sich 1.012 Aussteller aus 32 Ländern präsentierten, wurde von 928.100 Gästen besucht. Erstmals war eine Halle der Elektromobilität vorgesehen. Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 waren 1.904 Aussteller aus 46 Ländern vertreten. Die Messe zeigte u. a. den wachsenden Trend zu alternativen Antrieben, Telematik sowie Aerodynamik bei LKW und Sattelaufliegern. Die 65. IAA Nutzfahrzeuge 2014 war geprägt von der Präsentation der Möglichkeiten der Vernetzung und Automatisierung bei Nutzfahrzeugen wie etwa dem Rangieren von fahrerlosen Lastzügen mittels eines Tablets. Auffallend war die hohe Zahl von Ausstellern aus China, die wie bereits 2012 den größten Anteil bei den ausländischen Herstellern hatten.