Alte Foto-Ansichtskarte: Akropolis von Athen mit Parthenon und Lykabettus, gelaufen 1957 nach Liège
Die Karte zeigt eine Schwarz-Weiß-Ansicht der Akropolis von Athen. Zu sehen sind der Parthenon, die Propyläen, das Odeon des Herodes Atticus, die Stoa des Eumenes, die mächtigen Burgmauern, Zypressen und Wohnhäuser im Vordergrund. Im Hintergrund erhebt sich der Lykabettus mit der Kapelle Agios Georgios. Darüber liegt ein dramatischer, bewölkter Himmel.
Die Rückseite trägt einen französischen Gruß, datiert „13/7/57“: „Un grand bonjour d'Athènes“. Die Karte ist an Mons. et Madame Picoumoff, 23 rue Jay Collin, Liège, Belgique adressiert. Frankiert ist sie mit einer griechischen 2-Drachmen-Marke mit König Paul und dem Athener Luftpoststempel „ΑΘΗΝΑΙ / 14 VI / AER“.
Diese Foto-Ansichtskarte zeigt die Akropolis in ihrer ganzen Schichtung. Unten stehen die flachen Häuser der Stadt. Darüber steigen die Hänge mit antiken Ruinen und dunklen Zypressen an. Ganz oben thront der Parthenon auf seinem befestigten Felsen. Das helle Licht auf dem Kalkstein und die tiefen Schatten in den Bögen des Odeons geben dem Bild eine starke, plastische Wirkung.
Die Rückseite führt in den Sommer 1957. Ein Reisender oder eine Reisende sendet aus Athen einen kurzen, fröhlichen Gruß nach Belgien. Die Karte reiste per Luftpost, damals noch ein Zeichen moderner, schneller Verbindung zwischen Süd- und Westeuropa.
Das Besondere auf einen Blick
- Klassisches Motiv: Akropolis von Athen mit Parthenon und Propyläen
- Odeon des Herodes Atticus mit seiner hohen Bogenfassade
- Stoa des Eumenes am Südhang, umgeben von Zypressen
- Mächtige Burgmauern mit Strebepfeilern
- Lykabettus mit Kapelle Agios Georgios im Hintergrund
- Kontrastreiche Schwarz-Weiß-Fotografie mit dramatischem Himmel
- Datierter Reisegruß auf Französisch aus dem Jahr 1957
- Griechische 2-Drachmen-Marke mit König Paul (ΠΑΥΛΟΣ / ΕΛΛΑΣ)
- Luftpoststempel aus Athen mit Vermerk „AER“
- Empfänger in Liège, Belgien
- Verbindet Griechenland und Belgien auf einem Beleg
Wichtiger Hinweis: Mehrere Angaben sind nicht sicher gelesen oder gedeutet:
- Die Mitteilung ist „13/7/57“ datiert (13. Juli 1957). Der Poststempel ist als „14 VI“ (14. Juni) gelesen. Das passt nicht zusammen, da der Stempel dann vor dem Schreibdatum läge. Vermutlich lautet der Stempel „14 VII“ (14. Juli), und ein Strich der römischen Ziffer ist nicht deutlich abgeschlagen (nicht gesichert). Bitte prüfen Sie das Stempeldatum anhand der Fotos.
- Das Jahr im Poststempel ist nach dem Foto nicht gelesen.
- Die Unterschrift ist als „Julienne“ oder „Julien“ gelesen. Ob die Karte von einer Frau oder einem Mann stammt, ist daher nicht geklärt.
- Der Straßenname ist als „rue Jay Collin“ gelesen. Möglich ist auch „rue Joy Collin“ oder eine andere Lesung. Eine Straße dieses Namens in Liège ist nicht geprüft.
- Der Familienname „Picoumoff“ ist nach dem Foto gelesen. Abweichende Lesungen sind möglich. Ob die Familie russischer Herkunft war, wie der Name nahelegt, ist nicht bekannt.
- Der Vermerk „AER“ wird als Hinweis auf Luftpost gedeutet (nicht gesichert).
- Die Marke ist als 2-Drachmen-Freimarke mit König Paul gedeutet. Serie, Katalognummer und Zähnung sind nicht bestimmt.
- Der schwache Aufdruck „TEMS“ an der Mittellinie ist nicht sicher gelesen. Der Verlag ist nicht bestimmt.
- Die Bildseite trägt keine Bildunterschrift. Verlag, Fotograf und Bildnummer sind dort nicht angegeben.
- Ob es sich um eine echte Fotografie oder einen Druck nach Foto handelt, ist nicht geprüft.
Bitte prüfen Sie die Angaben anhand der Fotos.
Motiv (Vorderseite)
- Schwarz-Weiß-Fotoansicht, Querformat
- Schmaler weißer Rand
- Keine Bildunterschrift sichtbar
- Der Gipfel der Akropolis (oben):
- Parthenon in der Bildmitte, mit Säulen an Front und Langseite
- sichtbar ruinöser Zustand von Dach und Innenbau
- Propyläen und kleinere Säulenbauten am Westrand des Felsens, links
- Die Burgmauer:
- mächtige, antike Stützmauer quer über den Hang
- Reihe senkrechter Strebepfeiler mit deutlichem Schattenwurf
- Der Südhang (Mittelgrund):
- Odeon des Herodes Atticus unten links, mit hoher Fassade aus leeren Rundbögen
- Stoa des Eumenes als lange Reihe von Bögen und Säulenresten, rechts der Mitte
- dunkle, schlanke Zypressen und niedriges Buschwerk
- Vordergrund:
- niedrige Wohnhäuser mit Flachdächern und rechteckigen Fenstern
- Schatten von Bäumen und Bauten, wohl im Nachmittagslicht
- Hintergrund:
- kegelförmiger Lykabettus oben rechts
- kleine, weiße Kapelle Agios Georgios auf dem Gipfel
- dunkelgrauer, bewölkter Himmel
- Bildwirkung: monumental, kontrastreich und zeitlos, ein klassisches Athen-Panorama
Verlag & Ausgabe
- Schwacher, senkrechter Aufdruck an der Mittellinie: „TEMS“ (Lesung siehe Hinweis oben)
- Geteilte Rückseite mit schwacher Mittellinie und drei Anschriftlinien
- Kartentyp: Foto-, Orts-, Architektur- und Reisekarte
- Entstehungszeit: um die Mitte des 20. Jahrhunderts, spätestens 1957 (Ausgabejahr nicht gesichert)
Rückseite & Postgeschichte
- Gelaufen, mit Marke, Stempel, Anschrift und Mitteilung
- Frankatur (oben rechts):
- griechische Freimarke zu 2 Drachmen
- Inschrift „ΕΛΛΑΣ – ΔΡΧ. 2“
- Porträt König Pauls in Uniform, nach links blickend
- Namenszug „ΠΑΥΛΟΣ“
- Stempel: runder, schwarzer Tagesstempel:
- „ΑΘΗΝΑΙ“ (Athen)
- „14 VI“ (Lesung siehe Hinweis oben)
- „AER“ (wohl Luftpost)
- Empfänger (blaue Tinte):
- „Mons. et Madame“
- „Picoumoff“
- „23, rue Jay Collin“ (Lesung nicht gesichert)
- „Liège“
- „Belgique“
- Mitteilung auf Französisch, blaue Füllhaltertinte:
- Datum: „13/7/57“
- „Un grand bonjour d'Athènes“
- Unterschrift: „Julienne“ oder „Julien“
- Übersetzung: „Einen großen Gruß aus Athen“
- Bemerkenswert:
- Der 13. Juli 1957 fiel auf einen Samstag, mitten in die Sommersaison.
- Kurze Grüße wie dieser sind typisch für die Reisepost der Nachkriegszeit: wenig Text, aber ein klares Lebenszeichen aus der Ferne.
Zustand
- Gelaufen, mit Marke, Stempel, Anschrift und Mitteilung
- Karton in gebrochenem Weiß bzw. Creme mit leichter, altersgemäßer Tönung
- Leichte Knickspuren und Gebrauchsspuren an den Kanten
- Marke vorhanden, Stempel teilweise lesbar
- Handschrift in blauer Tinte vollständig erhalten und gut lesbar
- Bildseite mit leicht gealterter Oberfläche, Parthenon, Odeon, Mauern und Lykabettus klar erkennbar
- Bitte beachten Sie die Fotos als Teil der Zustandsbeschreibung.
Lieferumfang: eine Original-Ansichtskarte wie abgebildet.
Historischer Hintergrund
- Der Parthenon: Der Tempel der Stadtgöttin Athena entstand 447–432 v. Chr. unter Perikles. Architekten waren Iktinos und Kallikrates, den Bildschmuck leitete Phidias. Im Jahr 1687 sprengte ein venezianischer Treffer ein dort gelagertes Pulvermagazin. Seitdem steht der Bau als Ruine.
- Die Propyläen: Der monumentale Torbau entstand 437–432 v. Chr. nach Plänen des Architekten Mnesikles. Er bildet bis heute den Zugang zur Akropolis.
- Das Odeon des Herodes Atticus: Der reiche Römer Herodes Atticus ließ den Theaterbau um 161 n. Chr. zum Gedenken an seine Frau Regilla errichten. Seit 1955 finden hier Aufführungen des Athener Festivals statt. Im Juli 1957 lief also gerade die Festspielsaison.
- Die Stoa des Eumenes: Die lange Säulenhalle am Südhang stiftete König Eumenes II. von Pergamon im 2. Jahrhundert v. Chr. Sie bot Theaterbesuchern Schatten und Schutz.
- Der Lykabettus: Der Kalksteinhügel ist mit rund 277 Metern die höchste Erhebung im Stadtzentrum Athens. Auf dem Gipfel steht die kleine Kapelle Agios Georgios.
- Welterbe: Seit 1987 gehört die Akropolis zum UNESCO-Welterbe.
- König Paul von Griechenland: Paul regierte von 1947 bis 1964. Mit Königin Friederike prägte er das Griechenland des Wiederaufbaus nach Krieg und Bürgerkrieg. Sein Porträt erschien auf zahlreichen Freimarken der 1950er Jahre.
- Tourismus in den 1950er Jahren: Nach dem Bürgerkrieg öffnete sich Griechenland zunehmend für ausländische Reisende. Die Akropolis wurde zum Ziel einer wachsenden Zahl von Touristen aus Westeuropa. Ansichtskarten wie diese waren ihr beliebtestes Reiseandenken.
- Liège: Die Stadt an der Maas ist das Zentrum der Wallonie und war ein bedeutender Standort der Stahl- und Kohleindustrie. Um 1950 lebten hier auch viele Zuwanderer aus Süd- und Osteuropa (Bezug zur Empfängerfamilie nicht gesichert).
Sammlertipp
- Akropolis-Ansichten mit Odeon und Lykabettus sind gefragt bei Sammlern von Athen, Griechenland und antiker Architektur.
- Schwarz-Weiß-Fotokarten der 1950er Jahre mit kontrastreichem Himmel eignen sich gut für Alben und Themensammlungen.
- Die König-Paul-Marke mit Athener Luftpoststempel ergänzt Sammlungen zur griechischen Philatelie der Nachkriegszeit.
- Die Anschrift in Liège spricht Heimatsammler aus Belgien und der Wallonie an.
- Die Datumsfrage zwischen Schreibdatum und Stempel lädt zu eigener Prüfung des Stempels ein.
- Der Name Picoumoff bietet einen Ansatzpunkt für Familienforschung.
Perfekt für Sammler mit Schwerpunkt Athen, Griechenland und Mittelmeer, Freunde antiker Architektur und Archäologie, Philatelisten mit Interesse an griechischen Marken und Luftpost, Heimatsammler aus Liège und Belgien sowie alle, die Reiseandenken aus den 1950er Jahren schätzen.
Sichern Sie sich diese eindrucksvolle Ansicht der Akropolis mit Parthenon, Odeon und Lykabettus, gelaufen per Luftpost von Athen nach Liège im Sommer 1957, für Ihre Sammlung. Bei Fragen zu Zustand, Marke oder Stempel melden Sie sich gerne vor dem Kauf.