Werk
„Schloss Greinburg"
Historische Ortsansicht. Lithographie, um 1820. Von Adolph Kunike, nach Jakob Alt. 25,8 x 35,4 cm (Darstellung ) / 35,0 x 52,3 cm (Blatt).
Aus: Kunike, Adolph Zwey hundert vier und sechzig Donau-Ansichten nach dem Laufe des Donaustromes von seinem Ursprunge bis zu seinem Ausflusse in das schwarze Meer. (Wien: Kunike 1820-1826
Unterhalb der Darstellung mittig betitelt "Schloss Greinburg". Weitere Hinweise unterhalb der Darstellung "gez. v. J. Alt - Druck v. Kunike" Malerische Vedute des ältesten Wohnschlosses Österreichs, Schloss Greinburg, dem Wahrzeichen der Stadt Grein an der Donau. Aus dem Werk "Zwey hundert vier und sechszig Donau-Ansichten" von Adolf Freidrich Kunike, erschienen zwischen 1819-1826. Die Zeichnung stammt von Jakob Alt.
Schöner, differenzierter Druck, mit zartem Kolorit. In der Fläche stockfleckig und altersbedingt verfärbt. Sichtbare Kante um die Graphik. Verso Rückstände vorhergehender Montage. Insgesamt ein schönes Exemplar.
Künstler
Kunike, Adolph Friedrich - (1777 Greifswald - 1838 Wien). Auch Adolph Kunike. Österreichischer Maler und Lithograf, Wegbereiter der frühen Lithografie in Wien und Österreich. Ab 1804 Studium an der Wiener Kunstakademie. Weilte 1808-10 als Historienmaler in Rom. Danach in Wien u.a. Zeichenlehrer der Familie Fürst Schwarzenberg. 1816 Bekanntschaft mit Alois Senefelder in München und erste Einführung in die lithografischen Techniken; 1816/17 mit demselben weiterführende Versuche in der Carl Gerold'schen Druckerei in Wien. 1817 ebenda Gründung des "Lithographischen Instituts", bis Ende der 1820er Jahre die bedeutendste Wiener Druckerei auf dem Gebiet der frühen Lithografie. Zu den Hauptwerken zählen "264 Donauansichten nach dem Laufe des Donaustromes ..." (Wien 1819-26), "Die Bäder Böhmens und deren Umgebungen" (Wien um 1830) und "Mahlerische Darstellung aller vorzüglichen Schlösser und Ruinen der österreichischen Monarchie" (Wien 1833).
Künstler
Alt, Jakob - (1789 in Frankfurt am Main - 1872 in Wien) war ein deutsch-österreichischer Landschaftsmaler, Zeichner und Lithograf. Alt erhielt seinen ersten Malunterricht in Frankfurt und siedelte zu Studienzwecken nach Wien über. Dort konnte er aber aus familiären Gründen die Hofakademie nicht besuchen. Dennoch erhielt er in den folgenden Jahren von diversen Verlegern Aufträge für Landschaftsstudien für graphische Werke. Hierfür erlernte er die Techniken Der Landschaftsmalerei autodidaktisch. Desweiteren gilt Alt als einer der ersten Künstler, die sich mit der Lithographie beschäftigten.