Stuttgart. - Stammbaum mit Stadtvedute. - "Comites ac Duces Wirtembergici...“.

Stuttgart

„Comites ac Duces Wirtembergici.”

Artikelnummer: 00129891

Kupferstich & Radierung um 1610
52,0 x 39,0 cm (Darstellung)
57,2 x 43,6 cm (Blatt)
  • Werk


    „Comites ac Duces Wirtembergici."

    Historische Ortsansicht. Kupferstich & Radierung, um 1610 . Von Dominicus Custodis nach Antonio Albizzi. 52,0 x 39,0 cm (Darstellung) / 57,2 x 43,6 cm (Blatt).

    Innerhalb der Darstellung in der großen Schmuckkartusche mit "Comites ac duces Wirtembergici inclyt. Et illustriss. Pr. Dr. Friderici." betitelt. Darüber weitere Schmuckkartuschen mit Rollwerk, Grotesken, Girlanden und Putti, jeweils mit lateinischen Inschriften. Rechts mit Wappen und zwei ovalen Portraits. Im Zentrum der Stammbaum, an der Wurzel beginnend mit "Ioannes Ulrici F. Conradi Nevos, Comes Wirtembergicus" 1138. Im Hintergrund, im unteren Viertel, Stadtvedute von Stuttgart aus der Vogelschau, im Banner links mit "Stvdtgard" betitelt. Verso weiterer Kupferstich mit Kriegsallergorie und Erläuternder Text in Latein "In Stemma Wirtembergicum Notationes". Prachtvoller Stammbaum des Hauses Württemberg. Mit einer Widmung an den regierenden Herzog Friedrich I. von Württemberg (Friderici P.M. Ducis Wirtembergensis) und verweist auf seine Titel, darunter Teck (Teccen.), Mömpelgard (Monpelic.) und Heidenheim (Haidenhaim). Es wird zudem erwähnt, dass er Ritter des französischen und englischen Hosenbandordens (Regg. Ordd. Franciae ac Angliae Equit.) war. Im unteren Bereich eine frühe und detailreiche Ansicht von Stuttgart. Zu sehen ist das alte, noch mittelalterlich und renaissancezeitlich geprägte Stuttgart vor den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges. Deutlich erkennbar sind die dichte Stadtmauer, die Stiftskirche mit ihren Türmen sowie das Alte Schloss (die herzogliche Residenz). Links Ritter bei der Tjost auf einem Turnierplatz. Im Hintergrund staffeln sich die typischen Stuttgarter Weinberg-Hänge. Großer Stich auf einer Doppelseite aus: "Principum Christianorum Stemmata“ (Stammbäume der christlichen Fürsten) von Antonio Albizzi (1547–1626), verlegt 1609 in Straßburg und 1612 in Augsburg.

    Guter Abzug auf Bütten mit allseits breitem Rand zur Plattenkante. Entlang der Bugfalte horizontal mittig minimal gebräunt. Insgesamt sehr schön erhaltenes Exemplar.



    Künstler

    Custos, Dominicus - (um 1560 Antwerpen - 1612). Flämischer Maler und Kupferstecher. Emigrierte um 1579 als Protestant nach Augsburg. Gemeinsam mit dem Humanisten Marcus Henning gab er verschiedene Porträtsammlungen mit lateinischen Inschriften und Begleittexten heraus: "Fuggerorum et Fuggerarum Imagine" (1593), "Tirolensium principum comitum" (1599). Sein umfangreichstes Werk stellt das "Atrium heroicum" (1602-04) in vier Teilen mit 171 Porträts wichtiger Persönlichkeiten der Zeit dar.





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