🕊️ Seltene alte Feldpost-Ansichtskarte „Dixmude – Béguinage du XIVme siècle" – sepiabraune AK des Beginenhofs aus dem 14. Jahrhundert in Diksmuide (Belgien) mit flämischen Häuschen, Kapelle & Innenhof – Verlag NELS / Ern. Thill, Brüssel – gelaufen 1916 als Feldpost der 50. Reserve-Division

Ein eindrucksvolles Stück belgischer Stadt-, Architektur- und deutscher Feldpostgeschichte für Ihre Sammlung – eine originale sepiabraune Ansichtskarte „Dixmude – Béguinage du XIVme siècle". Die Vorderseite zeigt den historischen Beginenhof aus dem 14. Jahrhundert in Diksmuide (Belgien) mit einem friedlichen Innenhof, weiß getünchten flämischen Häuschen und einer zentralen Kapelle mit Giebeldach und kleinem Dachreiter. Herausgegeben unter dem Verlagszeichen NELS, gedruckt von Ern. Thill, Brüssel (im deutsch besetzten Belgien). Die Rückseite ist eine handschriftlich in deutscher Kurrentschrift beschriebene Feldpostkarte (violetter Kopierstift), datiert auf den 7. Juni 1916, und trägt einen klaren Feldpoststempel der „K.D. Feldpostexped. der 50. Res. Div." vom 8. Juni 1916. Adressiert an Herrn Rudolph Becker, Buchhandlung, M-Gladbach, Eickenerstr. 19.

Diese Karte vereint gleich mehrere Sammelgebiete: ein reizvolles flämisches Architekturmotiv, eine dokumentierte Verlags- und Druckangabe, einen klaren, datierten Feldpoststempel einer benannten Division sowie eine persönliche Soldatenkorrespondenz aus dem Ersten Weltkrieg. Damit ist sie weit mehr als eine dekorative Ansicht – sie ist ein authentisches Zeitdokument.


✨ Warum diese Karte besonders ist


📷 Das Motiv – Vorderseite

Die Vorderseite zeigt eine sepiabraune Fotografie des Beginenhofs von Diksmuide, in klassischer Zentralperspektive aufgenommen:

Bildunterschrift (oben links):

„Dixmude – Béguinage du XIVme siècle."

Verlagszeichen (oben links):

rundes Logo „NELS"

Eine ruhige, würdevolle Architekturansicht mit dem unverwechselbaren Charme einer frühen Foto-Ansichtskarte – ein eindrucksvolles Andenken an das flämische Erbe von Diksmuide.


🏷️ Verlags- und Druckangaben

Merkmal

Information

Verlagszeichen

NELS (rundes Logo, oben links auf der Vorderseite)

Verlag/Druck

Ern. Thill, rue Simonis 20-22, Bruxelles

Vermerk

senkrecht am linken Rand der RĂĽckseite

Bildtitel

„Dixmude – Béguinage du XIVme siècle."

Kartenart

sepiabraune Foto-Ansichtskarte

RĂĽckseite

Feldpostkarte, zweispaltig (Mitteilung / Adresse)

Postalisch gelaufen

1916 (als Feldpost nach M-Gladbach)

Der gedruckte Vermerk „Ern. Thill, rue Simonis, 20-22, Bruxelles" verläuft senkrecht am linken Rand der Rückseite. Oben links auf der Vorderseite ist das bekannte runde NELS-Verlagszeichen erkennbar. Beide Marken zählen zu den traditionsreichsten belgischen Ansichtskartenverlagen – ein schönes Bestimmungsmerkmal für Belgien-, Flandern- und Verlagssammler.

Hinweis: Alle Angaben werden nur so wiedergegeben, wie sie sichtbar sind.


🛑 Analyse des Feldpoststempels – 50. Reserve-Division 1916

Die Karte trägt einen klaren Feldpoststempel – ein besonders reizvolles Detail für Militaria- und Postgeschichts-Sammler:

Feldpoststempel (Adressseite, kreisrund):

Damit ist der Beleg eindeutig der 50. Reserve-Division zugeordnet und auf den 8. Juni 1916 datiert. Feldpoststempel mit klar lesbarer Truppenangabe (Divisionsstempel) sind unter Feldpost- und Militaria-Sammlern besonders gesucht, da sie eine truppengeschichtliche Zuordnung erlauben.

Hinweis: Die Stempelangaben werden nur so wiedergegeben, wie sie erkennbar sind.


✍️ Analyse der Handschrift & Sprache

Die Rückseite ist beschrieben in klassischer deutscher Kurrentschrift mit violettem Kopierstift (chemischer Stift) – typisch für die Feldpostkorrespondenz des Ersten Weltkriegs.

Datierung:

„7 / 6. 16." (7. Juni 1916)

Mitteilung (linke Spalte, soweit lesbar):

Ein persönlicher Gruß in dichter Kurrentschrift, von unten nach oben verlaufend. Die Mitteilung beginnt mit einer Anrede und schildert persönliche Korrespondenz – unter anderem den Erhalt von Post („erhalten") sowie die Übermittlung herzlicher Wünsche.

Sinngemäße Wiedergabe:

Ein knappes, fürsorgliches Lebenszeichen aus dem Feld: Der Schreiber bestätigt den Empfang von Post und sendet herzliche Grüße – ein typisches, persönliches Zeugnis des Kriegsalltags 1916.

Empfänger (Adressspalte, violetter Stift):

„Herrn Rudolph Becker – Buchhandlung – M-Gladbach (Mönchengladbach) – Eickenerstr. 19"

Ein lebendiges, persönliches Zeugnis: Die Karte ging an den Buchhändler Rudolph Becker in Mönchengladbach. Der Bezug zwischen Frontsoldat und Heimat macht die Karte zu einem authentischen Zeitdokument.

Hinweis: Die Mitteilung ist handschriftlich in Kurrent verfasst und nur teilweise sicher lesbar (einzelne Wörter können abweichend gelesen werden). Die Angaben werden ausschließlich so wiedergegeben, wie sie erkennbar sind.


🏛️ Historischer Hintergrund

Der Beginenhof von Diksmuide

Der Beginenhof (Béguinage) von Diksmuide geht auf das 14. Jahrhundert zurück und war einst eine geschlossene Wohngemeinschaft der Beginen – fromm lebender Laienfrauen. Mit den weiß getünchten Häuschen, dem stillen Innenhof und der zentralen Kapelle verkörpert er das typische flämische Erbe. Im Ersten Weltkrieg lag Diksmuide an der Yser-Front und wurde weitgehend zerstört – Ansichtskarten des unzerstörten Beginenhofs sind daher zugleich wertvolle bildliche Belege eines verlorenen Bauensembles.

Deutsche Besetzung Belgiens & belgische Verlage

Während des Ersten Weltkriegs stand ein Großteil Belgiens unter deutscher Besatzung. Brüsseler Verlage wie Ern. Thill und das Verlagszeichen NELS produzierten weiterhin Ansichtskarten, die von deutschen Soldaten als Feldpost in die Heimat versandt wurden – ein anschauliches Bindeglied zwischen besetztem Land und Heimatfront.

Das Feldpostsystem im Ersten Weltkrieg

Die Kaiserlich Deutsche Feldpost ermöglichte Soldaten den kostenlosen Briefverkehr mit der Heimat. Stempel wie „K.D. Feldpostexped. der 50. Res. Div." ordnen die Karte einer konkreten Reserve-Division zu. Solche Divisionsstempel sind ein eigenständiges, gesuchtes Sammelgebiet, da sie truppen- und kriegsgeschichtliche Forschung ermöglichen.


đź“‹ Details auf einen Blick

Merkmal

Information

Motiv

„Dixmude – Béguinage du XIVme siècle." (Beginenhof, Kapelle, flämische Häuschen, Innenhof)

Region

Diksmuide (Dixmude), Belgien

Verlag/Druck

NELS / Ern. Thill, rue Simonis 20-22, Bruxelles

Kartenart

sepiabraune Foto-Ansichtskarte / Feldpostkarte

RĂĽckseite

„Feldpost", zweispaltig (Mitteilung / Adresse)

Feldpoststempel

„K.D. Feldpostexped. der 50. Res. Div.", 8.6.1916, 12–1 N, Buchstabe „b"

Datum der Niederschrift

7.6.1916

Empfänger

Herrn Rudolph Becker, Buchhandlung, M-Gladbach, Eickenerstr. 19

Inhalt

Lebenszeichen, Empfang von Post, herzliche GrĂĽĂźe

Handschrift

deutsche Kurrentschrift, violetter Kopierstift

Postalischer Zustand

gelaufen, beschrieben, gestempelt

Epoche

Erster Weltkrieg (1916)


🔎 Zustand – ehrlich beschrieben

Verkauf als echtes Vintage-Sammlerstück mit altersgemäßer Patina:

Bitte beachten: Die beigefügten Fotos sind Bestandteil der Zustandsbeschreibung. Sie zeigen das Original, das Sie erhalten. Farbabweichungen können durch Beleuchtung und Bildschirm entstehen. Weitere Detailfotos sende ich Ihnen gerne auf Anfrage.


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Voici ein kompakter französischer Textblock, den du direkt als Angebotsbeschreibung verwenden kannst:

Carte postale ancienne « Dixmude – Béguinage du XIVᵉ siècle », jolie vue sépia du béguinage médiéval de Diksmuide : petit cloître herbeux avec chemin central menant à une chapelle blanche au toit à pignon, surmontée d’un petit clocheton, entourée de maisons flamandes blanchies à la chaux, aux toits de tuiles et hautes cheminées. Édition NELS / Ern. Thill, Bruxelles. Verso utilisé comme véritable carte de feldpost allemande pendant la Première Guerre mondiale : texte manuscrit en écriture allemande (Kurrentschrift) au crayon violet, daté du 7.6.1916, adressé à Herr Rudolph Becker, Buchhandlung, M.-Gladbach, Eickenerstr. 19, avec cachet net « K.D. Feldpostexped. der 50. Res. Div. – 8.6.16 – 12–1 N – b ». Carte circulée, avec patine légère, mais image et inscription bien lisibles – un document authentique de l’architecture flamande et de la correspondance de la 50ᵉ division de réserve sur le front belge en 1916.