Die Spinne Spider-Man Nr. 13 Williams Verlag Marvel MCU Superhelden Comic Heft
– Wulst minimal
– Cover mit Farbabrieb vereinzelt
Beschreibung
Hintergrund
Band 13 der Reihe „Die Spinne" erschien im Juli 1974 beim Williams Verlag in Hamburg und trägt auf dem Titel die Ankündigung „Doktor Octopus kehrt zurück!". Die deutsche Übersetzung stammt wie bei den vorangegangenen Ausgaben von Wolfgang J. Fuchs. Das Heft verbindet eine Spinne-Geschichte mit einem Aquarius-Beitrag sowie redaktionellen Seiten.
Die Spinne-Geschichte trägt den internen Titel „Der Tod von Bettys Bruder" und basiert auf „The Amazing Spider-Man" #11 (1964), im Original „Turning Point". Sie führt Doktor Octopus erneut in die Handlung und verbindet die Auseinandersetzung mit dem Schurken mit einem einschneidenden Ereignis im Umfeld von Betty Brant. Gezeichnet wurde die Geschichte von Steve Ditko, getextet von Stan Lee, jenem Gespann, das die Spinne in den USA prägte. Für die deutsche Ausgabe wurde sie gegenüber dem Original um eine Seite gekürzt.
Als zweite Serie enthält das Heft eine Aquarius-Geschichte mit dem Titel „Aquarius läuft Amok!". Aquarius war der deutsche Name für den Sub-Mariner Prinz Namor. Die Vorlage stammt aus „Tales to Astonish" #84 (1966), im Original „Like a Beast At Bay". Gezeichnet wurde sie von Gene Colan mit Tuschen von Dick Ayers, getextet von Stan Lee; für die deutsche Ausgabe wurde sie um drei Seiten gekürzt. Daneben enthält Band 13 einen redaktionellen Hinweis auf eine Reduzierung des Heftumfangs sowie eine Vorschau auf die folgende Produktion.
Einordnung innerhalb der Serie
Band 13 zeigt die zunehmende erzählerische Reife der frühen Reihe. Statt einen weiteren neuen Gegenspieler einzuführen, lässt die Vorlage einen bereits etablierten Schurken zurückkehren: Doktor Octopus, dessen erster Auftritt in Band 5 erschienen war. Mit der Wiederkehr bekannter Figuren und einem einschneidenden Wendepunkt im persönlichen Umfeld von Peter Parker gewinnt die Serie an Kontinuität und dramatischer Tiefe, die über die frühen Einzelabenteuer hinausreicht. Die deutsche Reihe folgt dabei weiterhin der Wiedergabe je einer durchgehenden US-Hauptgeschichte pro Heft.
Bemerkenswert ist der redaktionelle Hinweis auf die Umfangsreduzierung, der diese Phase der Reihe bibliografisch kennzeichnet. Williams informierte die Leserschaft offen über die veränderte Heftgestaltung, was Band 13 zu einem Beleg für den Wandel in der Produktion der Serie macht. Im Aquarius-Strang setzt sich die fortlaufende Adaption der „Tales to Astonish"-Geschichten fort, wobei die Beiträge gegenüber den US-Originalen regelmäßig gekürzt wurden – ein typisches Merkmal der deutschen Williams-Ausgaben jener Jahre. Innerhalb der Gesamtserie gehört Band 13 zur frühen Phase der durchnummerierten Reihe, die beim Williams Verlag und später unter der Klaus Recht GmbH bis Nr. 137 fortgeführt wurde und im Mai 1979 endete.